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Ausstellung

Eine Reise durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Der Aufruf zum Bau eines Kinderdorfes, verfasst von Walter Robert Corti, steht auf einem grossen Plakat in der Ausstellung, daneben ein Porträt des Philosophen und Literaten
Den Aufruf zum Bau eines Kinderdorfes, verfasst vom Philosophen und Literaten Walter Robert Corti in der Kulturzeitschrift "DU", können die BesucherInnen in der Ausstellung lesen

Einst

Auf zwei Stockwerken zeigt das Besucherzentrum eine attraktive Ausstellung. Die historische Ausstellung im Erdgeschoss dokumentiert mit eindrücklichen Bildern und Zeitdokumenten die Entstehung und Entwicklung des Kinderdorfes, die 1946 mit den ersten Kindern aus Frankreich ihren Lauf nahm: Von der Gründungsidee über die Sammelaktionen, den Aufbau des Dorfes mit Freiwilligen aus dem In- und Ausland bis hin zur Ankunft der ersten Kinder, über die Entwicklung des Kinderdorfs bis hin zum modernen Kinderhilfswerk mit Projekten rund um Schule und Bildung vor Ort und im Ausland.

 

In alten Filmsequenzen der „Wochenschau“ spürt man den Enthusiasmus, den Walter Robert Cortis Aufruf zum Bau eines Kinderdorfes auslöste. In der Ausstellung zu sehen ist die legendäre Schreibmaschine, auf der der Philosoph den Artikel für das Magazin „du“ schrieb. Berührt steht man vor der grossformatigen Tafel, auf der ein polnischer Waisenjunge in Kreidezeichnungen seine Erlebnisse im Warschauer Aufstand verarbeitet hat.

 

Am 28. April 1946 wurde der Grundstein gelegt, auf einem Hügel des Appenzellerlandes, von wo die Menschen an klaren Tagen schon immer einen schönen Blick in die Welt hatten, nicht nur auf Bodensee und Säntis. Die Einheimischen standen dem Projekt sehr positiv gegenüber. Unter Mithilfe freiwilliger Helferinnen und Helfer aus ganz Europa entstanden 15 Wohnhäuser. Sie dienten Kriegswaisen aus den umliegenden Ländern als Zufluchtsort.

 

Heute

Die Geschichten über Dorfkinder von früher und heute machen das Besucherzentrum zu einem lebendigen „Museum“. Heute leben Kinder und Jugendliche verschiedenster Kulturen im Kinderdorf zusammen. Die meisten haben ausländische Wurzeln, sind hin und her gerissen zwischen Heimat und Fremde, zwischen Schweizer Freundeskreis und ausländischer Familie. Im Kinderdorf Pestalozzi finden Kinder und Jugendlichen einen pädagogischen Rahmen, der sie in ihren persönlichen Entwicklung stützt und dabei Rücksicht auf ihre kulturellen Wurzeln nimmt.

 

Im Kinderdorf Pestalozzi begegnen sich aber auch das ganze Jahr hindurch Kinder und Jugendliche aus der Schweiz und dem Ausland für kurze Zeit. Hier finden ganz direkte Begegnungen statt, unter anderem mit Schweizer Schulklassen, in denen die Kinder und Jugendlichen gefördert werden, sich kritisch mit ihren eigenen Werten und Verhaltensmustern auseinander zu setzen. Weltweit unterstützt die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi über 210'00 Kinder und Jugendliche in rund 40 Projekten. Auch sie kommen in der Ausstellung zu Wort.

 

Die Kinderrechte vor einer Bretterwand machen auf ihre Notwendigkeit aufmerksam und Spieltische mit Spielen aus anderen Kulturen laden ein, sich auf unterhaltsame Weise für Neues, Fremdes zu öffnen. Im Wunschraum können Gross und Klein Wünsche an die Zukunft deponieren.

Aus der Ausstellung
Aus der Ausstellung: Bauhelfer
Aus der Ausstellung
Aus der Ausstellung: Ehemalige
Aus der Ausstellung: Wieder Kind sein dürfen
Aus der Ausstellung: Kinder mit Kopfhörern
Aus der Ausstellung: Apéro
Aus der Ausstellung: Spielplatz
Aus der Ausstellung: Ich - Du - Wir
Aus der Ausstellung: power_up Radio
Aus der Ausstellung: Wünsche
Aus der Ausstellung: Memory spielen

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