Begegnung mit fremden Kulturen
Soziale und interkulturelle Kompetenzen sind keine theoretischen Techniken. Nicht in Büchern lernt man sie, sondern hierfür braucht es lebendige Erfahrungen voller Emotionen und konkrete Begegnungen. Im Kinderdorf Pestalozzi begegnen sich Kinder und Jugendliche aus dem Ausland und der Schweiz und legen so den Grundstein für ein friedliches interkulturelles Zusammenleben.
Vorurteile überwinden
Über 2000 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ländern treffen sich pro Jahr in diesen Projekten im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Hier finden ganz direkte Begegnungen statt, unter anderem mit Schweizer Schulklassen, in denen die Kinder und Jugendlichen gefördert werden, sich kritisch mit ihren eigenen Werten und Verhaltensmustern auseinander zu setzen und so ihre eigene Identität zu stärken. Im Austausch mit der anderen beteiligten Gruppe suchen sie die erkennbaren Kulturunterschiede sowie die Kulturgleichheiten. Sie werden mit Vorurteilen konfrontiert und können diese gemeinsam ausdiskutieren. Dadurch können bestehende Vorurteile in einem neuen Licht betrachtet, überdacht, bearbeitet und hoffentlich überwunden werden.
Letztlich steht hinter all diesen Initiativen das Ziel, Kindern und jungen Menschen das miteinander Reden beizubringen statt gegeneinander zu kämpfen. Friedensbereitschaft und gegenseitige Toleranz sind die Voraussetzung für eine Welt, in der Kinder frei und glücklich aufwachsen können.
Aus ost- und südosteuropäischen Ländern
Die Interkulturellen Austauschprojekte sind Teil der Internationalen Ausbildungsprogramme und werden mit Gruppen von gleichaltrigen Kindern zwischen 10 und 17 Jahren durchgeführt. Viele Kinder und Jugendliche aus den ost- und südosteuropäischen Ländern stammen aus sozial benachteiligten Familien oder anderen problematischen Lebensumständen.
Kinder aus der Region rund um Tschernobyl erholen sich hier im Kinderdorf Pestalozzi in einer gesunden Umgebung und können Abstand nehmen von den Folgen der Reaktorkatastrophe.





