«Es ist in Ordnung, anders zu sein.»
Patricia (13) und Bianca (12), Rumänien
Die beiden Mädchen sind sehr aufgeweckt und plaudern gleich los. Sie sprechen gut Englisch, sodass es die Übersetzerin kaum braucht. Im Rahmen eines interkulturellen Austauschprojektes sind Patricia und Bianca aus unserem Projekt in Rumänien für zwei Wochen nach Trogen gereist.
Auf die Frage, was die beiden in den thematischen Kursen während ihres Aufenthaltes im Kinderdorf gelernt haben, antwortet Bianca: «Wie es sich anfühlt, ausgeschlossen zu werden. Das ist ein ungutes Gefühl, das ich niemandem wünsche. Es spielt nämlich keine Rolle, welche Sprache du sprichst, woher du kommst, wie du aussiehst, wie alt du bist. Das Herz sagt dir, wenn du Freunde werden kannst. Freunde sind wichtig. Du weisst nie, was im Leben passiert, und dann bist du froh, wenn du viele Freunde hast. Und wenn es im Herzen nicht stimmt, musst du ihn/sie ja nicht gleich ausschliessen. Du willst ja auch nicht, dass dir das passiert.»
Patricia ergänzt: «Es ist in Ordnung, anders zu sein. Erst musst du das aber selber verstehen und akzeptieren. Und dann können Unterschiede auch plötzlich spannend sein. Einander zu akzeptieren ist wichtig, auch wenn du nicht immer gleicher Meinung bist. Das weiss ich jetzt. Und das will ich auch meinen Freundinnen zu Hause erklären. Vielleicht zeige ich ihnen auch die Spiele, die wir hier gemacht haben. Mal sehen.»




