Katerina, emPower-Studentin aus Mazedonien

„Ich habe gelernt, besser zuzuhören und auf andere zuzugehen.“

Katerina (29), emPower-Studentin aus Mazedonien

 

 

Ruhiger und geduldiger sei sie geworden in diesen neun Monaten, meint Katerina, emPower-Studentin aus Mazedonien. Dies vor allem aus dem Grund, da sie mit jungen Erwachsenen aus neun verschiedenen Ländern und Kulturen Tür an Tür zusammenlebte: Aus Tansania, Guatemala, El Salvador, Honduras, Laos, Thailand, Myanmar/Burma und Serbien. „Ich habe gelernt, besser zuzuhören und auf andere zuzugehen“, sagt Katerina. Und wenn sie jemandem begegnet, versucht sie jetzt immer zuerst zu verstehen, was der- oder diejenige meint, bevor sie sich äussert.

 

Auch während ihres Betriebswirtschaftsstudiums hatte Katerina in einer anderen Kultur gelebt. Sie absolvierte die ersten drei Jahre ihres Studiums in Nis (Serbien) und schloss 2010 in ihrem Heimatland Mazedonien ab. Dort ist sie über die Organisation „MAJKA“, in der sie sich als Freiwillige engagiert, auf emPower aufmerksam geworden. Für sie genau das Richtige, da sie in den Bereichen Bildung und Interkulturalität arbeiten möchte.

 

In der Schweiz angekommen, war sie beeindruckt von der wunderschönen Landschaft. Ihre Befürchtung, dass sie im Kinderdorf ganz isoliert sei, hat sich nicht bestätigt. Da war einerseits das tägliche Miteinander der Studierenden. Andererseits der Austausch mit zahlreichen Jugendgruppen aus der Schweiz und unseren Kindern und Jugendlichen aus Südosteuropa. „Die Ausbildung hat meinen Horizont erweitert und ich bin offener gegenüber anderen Kulturen geworden“, meint Katerina. Im Lehrgang haben sie besonders die Fächer Interkulturelle Kommunikation und Politische Bildung beeindruckt. Von ihrem Einblick in die Schweizer Politik wird sie daheim sicher profitieren.

 

Während der emPower-Zeit hatte sie die Möglichkeit, bei Intermundo (Schweizerischer Dachverband zur Förderung von Jugendaustausch) zu arbeiten. Dort engagierte sie sich als Hauptansprechperson für Gäste einer von ihnen organisierten internationalen Konferenz. Einblick in den Schweizer Alltag erlebte sie als Gast einer Berner Familie.

 

Was ihr in der Schweiz zudem sehr gut gefällt, ist die hervorragende Infrastruktur, die Präzision und die Pünktlichkeit, die hier gepflegt werden. Sie findet es sehr angenehm, dass alles bis zum letzten Detail geplant wird und dass Vieles schriftlich festgehalten wird. Dies und die neu gewonnenen Freunde werden ihr in ihrer Heimat sehr fehlen. Nach emPower wird sie drei Monate Zeit haben, um das gelernte Wissen weiterzugeben. Sie würde danach sehr gerne in diesem Bereich weiterarbeiten.

 

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katerina, empower-studentin aus mazedonien

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