Methodik

Erleben und Reflektieren

bild: cover buch brücken bauen

Soziale und interkulturelle Kompetenz sind keine theoretischen, erlernbaren Techniken, sondern werden über das immer wiederkehrende Erleben und Reflektieren mit dem Medium Radio gefördert. 

 

In unseren Kursen zu den Themenschwerpunkten Interkulturalität, Kinderrechte, Anti-Rassismus und Zivilcourage und den darauf folgenden Reflexionseinheiten mit dem Radio werden die Kinder und Jugendlichen immer wieder in der Gruppe darauf hin geschult, einander Feedbacks zu geben. Dabei spielt das Kennenlernen der Feedbackregeln eine wichtige Rolle. Die eigene Stimme und deren Wirkung zu erfahren und gezielt im Erarbeiten von eigenen Radiobeiträgen einzusetzen, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des Kursaufbaus. Der Lernstoff und die gemachten Erfahrungen in den Kursen bekommen in hörbar gemachter Form eine andere Dynamik und erfahren durch die Hörbarkeit eine Mehrdimensionalität, die einen grösseren Spielraum zur Kritik, Interpretation und zur Diskussion in Bezug auf das zu Lernende zulässt. Hierbei wird z. B. die Kommunikationsfähigkeit, eine wichtige Schlüsselqualifikation in der Berufswelt, geübt.

 

Medienerziehung (Arbeit mit dem Radio) soll so angelegt sein, dass nicht nur fachbezogene Analysen und Auseinandersetzungen möglich werden. Vielmehr sollen die Probleme in ihrer Komplexität aus verschiedenen Perspektiven erfasst werden. Dies wird oft zu fächerübergreifendem und projektorientiertem Vorgehen führen. Auf der Ebene einer Aufarbeitung von den gemachten Erlebnissen müssen Kinder im Grundschulalter Gelegenheit finden, ihre Gefühle und Vorstellungen in Worte zu fassen. Mit der Gestaltung eigener Sendebeiträge geschieht dies in spielerischer Art und Weise. Mit zunehmendem Alter wächst die Fähigkeit, mehrere Möglichkeiten der Information, der Unterhaltung, der Kommunikation und des Lernens nach unterschiedlichen Kriterien zu vergleichen und zu bewerten. 

 

Mehr zu unserer Methodik im Öffnet externen Link in neuem FensterBuch „Brücken bauen – Ein Kurshandbuch zur interkulturellen Pädagogik“

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