Die Radioprojekte ermöglichen den SchülerInnen, ihre eigene Meinung in der Öffentlichkeit kund zu tun und einem grösseren Publikum am Radio über ihre eigenen Erfahrungen im interkulturellen Kontext zu berichten. Die Kurse sind prozessorientiert aufgebaut. Die Kinder und Jugendlichen können in ihrem Tempo das Gelernte in Form von eigenen Radiobeiträgen reflektieren.
Die Kinder und Jugendlichen lernen, dass ihre Meinung wichtig ist und sie das Recht haben, dass diese Meinung auch in der Öffentlichkeit und in der Welt der Erwachsenen gehört wird (UN-Kinderrechtskonvention). Dabei stehen ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
Medien sind heute integrativer Bestandteil gesellschaftlicher Wirklichkeit, sie gehören zum Alltag von Familie und Schule. Medien sind Miterzieher geworden, sie erleichtern die Kommunikation und bieten Orientierung an. Ziel der Medienerziehung und in der Radioarbeit ist es, Kindern und Jugendlichen das kompetente, selbstbestimmte, sozialverantwortliche, kritische und solidarische Handeln in einer durch Medien geprägten Welt zu ermöglichen (Medienkompetenz).
Daraus ergeben sich folgende Grobziele:
- Situationsorientierung: Ausgangspunkt für die Arbeit mit dem Medium Radio sollen Situationen aus der Erfahrungsswelt der Kindern und Jugendlichen sein; das zu Lernende (Kurse und Eindrücke aus den Begegnungen mit den Kindern aus dem Ausland) soll auf die gegenwärtige Lebenssituationen bezogen werden.
- Erfahrungsorientierung: Kinder und Jugendliche sollen die Chance haben, ihre bisherigen Erfahrungen aus den Erlebnissen in den Kursen in medienerzieherische Prozesse einzubringen und dadurch neue Erfahrungen zu machen.
- Bedürfnisorientierung: Die mit der Mediennutzung verbundenen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen sollen ernst genommen werden.
- Entwicklungsorientierung: Medienerziehung muss vom jeweiligen Stand der intellektuellen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ausgehen und deren Weiterentwicklung fördern.
Daraus resultieren folgende Detailziele:
- Die Stimme der Kinder und Jugendlichen hörbar machen
- Den Kindern und Jugendlichen eine eigene Plattform zur Verfügung stellen
- Stärkung der eigenen Identität
- Wecken von Neugierde auf das Fremde
- Überwindung rassistischer Vorurteile
- gemeinsames Lernen
- Schaffung von Respekt vor anderen Kulturen
- Interkulturelle Kommunikation durch die Erarbeitung von Radiobeiträgen mit interkulturellem Kontext
- Brücken zwischen Kulturen schlagen
- Vertiefung der Kompetenz im Umgang mit gewaltfreier Kommunikation