Moldawien

Interkultureller Dialog zwischen Ethnien

Roma Kinder in der Schule, Moldawien

In ihren Projekten in Moldawien fördert die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi die inklusive Schulbildung für Kinder, die aufgrund von Behinderungen spezielle Lernbedürfnisse haben, sowie den Zugang zu Schulbildung, Hausaufgabenhilfe und Freizeitaktivitäten für Roma Kinder und Jugendliche. Ein dritter Schwerpunkt sind interkulturelle Jugendarbeit und Bildung, die Jugendliche unterstützen, Toleranz und Weltoffenheit zu erwerben, damit sie den Grundstein zur Entwicklung eines friedlichen Zusammenlebens legen.

 

Ausgrenzung in der Schule

Vor der Unabhängigkeit Moldawiens galt im Bildungswesen das Prinzip der Gleichschaltung und der Ausgrenzung. Alle Kinder besuchten den einheitlichen Schulunterricht. Wer aus irgendeinem Grunde (psychisch, physisch) dazu nicht in der Lage war, wurde anderswo platziert, in Sonderschulen bzw. Heime ausgesondert. Und wie in vielen osteuropäischen Staaten stehen die Roma auf der untersten Stufe der gesellschaftlichen Akzeptanz. In den Schulen werden Roma Kinder und Jugendliche abgelehnt und vernachlässigt.

 

Moldawien ist das vielleicht ärmste Land Europas, das Pro-Kopf-Einkommen ist vergleichbar mit demjenigen des Sudans, der Durchschnittslohn beträgt 260 Franken im Monat. Drum verlässt, wer kann, das Land lieber heute als morgen. Ein Viertel aller Erwerbstätigen arbeitet im Ausland, darunter qualifizierte WissenschaftlerInnen und HochschulabsolventInnen.

 

Die Situation im Bildungswesen ist aufgrund der finanziellen Lage der Republik Moldawien sehr schwierig. Weitreichende Reformen der zum Teil überkommenen Strukturen wurden bisher kaum durchgeführt. Finanzen für den Erwerb von Literatur, Lehrwerken und technischer Ausstattung stehen kaum zur Verfügung; ausländische Unterstützung durch Fortbildungsmassnahmen für Lehrkräfte, durch die Entsendung von SprachlehrerInnen und durch andere Massnahmen ist daher sehr gefragt und eine wesentliche Voraussetzung für eine kontinuierliche Arbeit.

 

 

 

 

Kinder und ihre Welt: Anatolii (13)

anatolii

Projektdokumentation

Bildergalerie

 

(PDF) 

Projekt 0310 - Interkultureller Dialog |

Druckversion 0310 

  

Projekt 0312 - Integration von Kindern in der Schule, die mit Behinderungen leben |

Druckversion 0312

 

Projekt 0311: Schulbildung für Roma in Moldawien | Leitet Herunterladen der Datei einDruckversion

Das Projekt "Schulbildung für Roma" ist per Ende 2011 abgeschlossen. Ein weiteres ist in Planung. 

 

Partnerorganisationen

National Youth Council of Moldova (Nationaler Jugendrat),  „SPERANTA“ Center – Zentrum für soziale Integration und gleiche Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen; 

 

Verantwortliche

Argine Nahapetyan | 

a.nahapetyan[at]pestalozzi[dot]ch

 

 

Logo Liechtensteinischer Entwicklungsdienst

Das Projekt in Moldawien wird vom Liechtensteinischen Entwicklungsdienst (LED) mitfinanziert.

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