Interkultureller Dialog zwischen Ethnien
Den Kindern und Jugendlichen das miteinander Reden beizubringen statt gegeneinander zu kämpfen und sie zu lehren, mit Unterschieden konstruktiv umzugehen, sind die primären Ziele der Aktivitäten, die in diesem Projekt in den fünf Städten Chisinau, Balti, Cimislia, Soroca und Edinet aufgebaut werden. In der ersten Projektphase (2010-2012) wird ein interkulturelles Bildungsprogramm erarbeitet, welches in der folgenden, zweiten Phase in den öffentlichen Schulen eingeführt wird. An der Entwicklung und den Inhalten arbeiten nicht nur Erwachsene (Lehrpersonen, JugendarbeiterInnen, Mitarbeitende der Stadtbehörden) mit, sondern die Kinder und Jugendlichen beteiligen sich an der Gestaltung ihres Lebensalltags. Hier wird Partizipation gelernt und gelebt.
In Moldawien leben neben der grössten ethnischen Gruppe der MoldawierInnen zahlreiche ethnische Minderheiten: Ukrainer, Russinnen, Gagausen, Rumäninnen, Bulgaren, Deutsche, Polinnen, Weissrussen, Tataren und weitere. Wie eine landesweite Studie aufzeigt, die in der Pilotphase des vorliegenden Projektes 2009 durchgeführt wurde, ist sich nur ein kleiner Prozentsatz (7,6 Prozent) überhaupt bewusst, dass verschiedene Ethnien in Moldawien leben. Die Befragten begrüssten denn auch Aktivitäten, welche den interkulturellen Dialog möglich machen und Wissenslücken schliessen.





