Interkulturelle Bildung und zweisprachige Schulbildung
Interkulturalität und Identität sind die beiden Schwerpunkte der Projekte in Guatemala. In 21 verschiedenen Maya-Sprachen sowie den Sprachen der Xinca, Garifuna und spanisch sprechenden Bevölkerung zeigt sich eines der kulturell reichsten Länder Zentralamerikas. Die indigene Bevölkerung macht die Mehrheit der 13 Millionen EinwohnerInnen aus. Die Benachteililgung der Indigenas widerspiegelt sich auch im Bildungssystem. Ihre Sprachen und Kulturen werden kaum wahrgenommen, obwohl in der offiziellen Bildungspolitik der zweisprachige Unterricht festgelegt ist.
Unsere lokalen Partnerorganisationen Fundación Kaqchikel und Prodessa setzen sich dafür ein, dass Geschichte, Sprache und Kultur der Indigenas im Schulunterricht verankert werden und der Schulbetrieb die plurikulturelle Realität Guatemalas widerspiegelt. Gemeinsam mit Schulbehörden und Lehrkräften erarbeiten sie Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien, die auf die Bedürfnisse der indigenen Bevölkerung eingehen und Sprache und Kultur integral in alle Schulfächer einbeziehen.
Ausstellung
Das Projekt der dritten Partnerorganisation hat zum Ziel, Lehrkräfte und SchülerInnen in Guatemala für interethnischen Beziehungen zwischen den BewohnerInnen Guatemalas zu sensibilisieren. Eine fünfjährige interaktive Ausstellung wendet sich an die ganze Bevölkerung des Landes. Mit einem pädagogischen Begleitpaket gelangen die Themen der Diskriminierung, Rassismus und gewaltvolle Geschichte in die Klassenzimmer und zielen darauf ab, Denk- und Verhaltenweisen zu ändern. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi finanziert das pädagogische Begleitpaket.





