Chronik

Der Blick in die Geschichte

2011

Ab 2011 sind alle neuen Projekte und Projektphasen systematisch nach dem menschenrechtsbasierten Programmansatz geplant. Unsere Projekte zielen darauf ab, Kinderrechte in Bezug auf qualitativ hochstehende Grundbildung und interkulturelle Bildung zu verwirklichen. Die Projekte verfolgen daher in erster Linie keine wohltätigen Ziele, sondern den Zugang von Kindern zu ihren Rechten. Dieser Ansatz bildet den roten Faden, der sich durch alles hindurchzieht, vom Organisationsmanagement unserer Partner über die Ausbildung der Lehrkräfte bis hin zur Sensibilisierung der (Regierungs-) Behörden, Gemeindemitglieder und Eltern. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Veränderung.

 

Neue Projekte starten in Moldawien und Mazedonien. 

 

Das erste Community Dance Projekt in der Ostschweiz: Im Mai studierten 70 Jugendliche aus dem Kinderdorf Pestalozzi, der Sekundarschule Trogen und der Buebeflade St. Gallen zusammen mit dem Choreografen Josef Eder unter dem Titel "BoX" gemeinsam ein Tanzstück ein. Höhepunkt war die Aufführung in der ausverkauften Tonhalle in St. Gallen. Bekannt wurde die "Community Dance Bewegung" durch dem Film "Rhythm is it - you can change your life in a dance class" des britischen Pioniers Royston Maldoom.

 

Das Programm emPower wurde im Jahr 2010 evaluiert, Verbesserungen wurden erarbeitet, welche in den vierten Lehrgang eingeflossen sind, der Ende Februar 2011 gestartet ist. 20 Studierende aus den vier Regionen, in denen wir tätig sind, nehmen teil: Südosteuropa, Südostasien, Zentralamerika und Ostafrika.

2010

Logo Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi hat ein neues Logo: Statt einer kennzeichnen künftig zwei Kinderfiguren die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Die beiden Kinder halten sich gegenseitig in Schwung – genau wie die beiden Kompetenzen, die im Mittelpunkt der Strategie 2012 stehen: Bildung und interkulturelle Kompetenz befähigen zum Leben und können durch die Träger an andere Kinder weitergegeben werden. Die Stiftungstätigkeit zeichnet sich durch ihren Multiplikatoreffekt aus, auf den das Logo Bezug nimmt.

 

Im Jahr 2010 wäre Walter Robert Corti, Philosoph, Autor und Gründer des Kinderdorfes Pestalozzi 100 Jahre alt geworden. Als Walter Robert Corti im Kriegsjahr 1944 mit der Idee eines internationalen Kinderdorfes an die Öffentlichkeit gelangte, gingen seine Visionen weit über die damaligen Bedürfnisse hinaus. Das Kinderdorf wurde zu seinem Lebenswerk, und seine Schriften und Werke haben zahlreiche Menschen inspiriert. Im Kinderdorf Pestalozzi lebt die Vision von Walter Robert Corti weiter – sein Anliegen ist aktueller denn je. Anlässlich seines 100. Geburtstages finden während des ganzen Jahres 2010 verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen zu Ehren Walter Robert Cortis statt.

 

Junge Menschen dazu motivieren, sich für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen einzusetzen: Dieses Ziel verfolgt das Projekt „go4peace“, welches die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi anlässlich des 100. Geburtsjahres ihres Gründers Walter Robert Corti lanciert. Die Projektplattform „for nicky“ gegen Jugendgewalt und das Musical „Die Armen des Littauer Weihnachtsmarktes“ der 6. Klasse der Primarschule Littau-Dorf sind die Gewinner in je ihrer Kategorie. Beide setzen sich ein für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen.

 

Per Ende 2010 übergibt die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ihre Projekte in Rumänien den lokalen Partnerorganisationen und zieht sich aus diesem Land zurück. Auch in Mazedonien, Äthiopien, Eritrea, El Salvador, Guatemala und Honduras werden einzelne Projekte beendet.

 

2009

Die Mitglieder des Bundesrates mit Jugendlichen aus dem Kinderdorf sowie Vertretern von Stiftungsrat und Geschäftsleitung der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.
Bundesrat mit Jugendlichen aus dem Kinderdorf

Die Arbeit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist transparent und professionell. Ihre Ressourcen und damit die Spenden werden wirkungsvoll eingesetzt. Für ihr Qualitäts- und Managementsystem hat die Stiftung das NPO-Label für Management Excellence und das Zertifikat für die ISO-Norm 9001:2008 erlangt.

 

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi gründet den Freundeskreis. Mit dem Freundeskreis möchten wir Menschen ansprechen, die sich mit den Werten und Zielen des Kinderdorfs Pestalozzi identifizieren. Wir möchten sie dafür gewinnen, unsere Arbeit und Projekte mitzutragen und regelmässig finanziell zu unterstützen. Mitglieder im Freundeskreis tragen durch ihr persönliches Engagement zur Steigerung der Bekanntheit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi bei.

 

Auf Einladung von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz führte die diesjährige Bundesratsreise in den Kanton Appenzell Ausserrhoden. Am Morgen des 3. Juli 2009 besuchte der Gesamtbundesrat das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen.

 

Im Rahmen der Umsetzung der Strategie 2012 wurde die Organisation der Programmdepartemente optimiert. Die bisherigen „Kurzzeitprojekte" (neu: Interkulturelle Austauschprojekte) und das „Leadership Programm emPower“ wurden im Bereich „Internationale Ausbildungsprogramme“ zusammengefasst und gehören neu zum Departement Internationale Programme. Das Departement Programme Schweiz besteht neu aus dem Bereich Integrationsprogramme (bisher Interkulturelles Wohnen), der in die zwei Teilbereiche Wohnen und Freizeit sowie Schule und Therapie gegliedert ist, sowie dem Bereich Bildungsprogramme, welcher die Schulprojekte, die Radioprojekte sowie die Aus- und Weiterbildung umfasst.

 

Neue Projekte starten in Mazedonien und Tansania.

 

Erste Projekte starten in Moldawien (Kinderbericht an die UN, Kinderrechtsprojekte, Schattenbericht der NGOs an die UN).

 

Zurzeit wird das Haus Alt-Mutende saniert, in das im Herbst die Wohngruppe Nakupenda einziehen wird.

 

2008

Porträt Urs Karl Egger
Urs Karl Egger

Der Ökonom Urs Karl Egger löst an der Spitze der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Markus Mader ab, welcher per Anfang Juni als Direktor zum Schweizerischen Roten Kreuz wechselt.

Der verheerende Sturm "Nargis", der am 2. und 3. Mai über Myanmar/ Burma hinwegzieht, reisst über 100'000 Menschen in den Tod. Mehr als die Hälfte der Todesopfer sind Kinder. 1,5 Millionen Menschen sind akut durch Seuchen gefährdet. Ein Teil der Projekte der Stiftung liegen im betroffenen Irrawaddy-Delta. Glücklicherweise haben alle MitarbeiterInnen der Bildungsprojekte überlebt.

Das Besucherzentrum der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi war für den Europäischen Museumspreis 2008 nominiert. Es erhielt ein Zertifikat, in dem die Jury die Publikumsfreundlichkeit des Besucherzentrums bescheinigt.

Das frühere Haus Sabia wird renoviert und steht anschliessend für den Lehrgang "emPower - Intercultural Leadership Programme for Young Adults“ zur Verfügung. Das Gesuch für die Baubewilligung für das Schulhaus erfolgt im Juni, geplanter Baubeginn ist im Herbst.

Erste Projekte starten im Laufe des Jahres 2008 in Tansania. In Mazedonien und Thailand startet je ein neues Projekt.

Am 14. September 2008 fiel im Kinderdorf Pestalozzi der Startschuss für das EUROSCHOOLS YOUTH CAMP 2008. Ob in Englisch oder mit Hand und Fuß, in zahlreichen Workshops konnten Jugendliche den internationalen Dialog hautnah erleben. Und nicht nur das: Ein Jahr lang werden sie zu Botschaftern der 53 UEFA-Nationen und des Fair Play. Auf dem Fussballplatz und ausserhalb des Spielfeldes.

Menschenrechte nicht nur theoretisch vermitteln, sondern sich mit ihnen auch ganz praktisch auseinandersetzen. Im Frühjahr 2008 erhielt die Stiftung den 1. Förderpreis des Internationalen Menschenrechtsforum Luzern. Mit dem Preisgeld lancierte die Stiftung den Kurs an Schulen, bei Jugendorganisationen und Institutionen der Erwachsenenbildung.

 

2007

Kinder in einem Kindergarten
Erste Projekte starten in Thailand

Erste Projekte starten im Laufe des Jahres 2007 in Thailand. In Guatemala startet ein neues Projekt.

Seit 25 Jahren unterstützt die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Kinder und Jugendliche in ihren Projekten im Ausland. 220'000 Kinder und Jugendliche erhalten Zugang zu Bildung. Dabei wird immer darauf geachtet, dass über die Projekte das friedliche interkulturelle Zusammenleben gefördert und somit das eigentliche Hauptziel der Stiftung bewusst verfolgt wird. Im Herbst wurden das Jubiläum in kleinem Rahmen gefeiert und die Methodik der Entwicklungszusammenarbeit der Stiftung dokumentiert.

 

Aus einem Projektwettbewerb für den Ersatz des Schulhauses geht das Projekt Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster"trugin" als Sieger hervor. Die Renovation der Häuser Alba und Heimetli ist abgeschlossen.

Der Stiftungsrat verabschiedet im November 2007 die Strategie 2012. Die Stiftung formuliert darin ihren Beitrag zu einem konstruktiven Umgang mit den Auswirkungen der weltweiten Migration und der Zunahme der kulturellen Vielfalt klar und deutlich: "Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist ein Schweizer Kinderhilfswerk, das weltweit das friedliche Zusammenleben durch die Stärkung der Kompetenzen und Rechte von Kindern und Jugendlichen fördert. Dies erfolgt insbesondere in den Bereichen Grundbildung sowie interkulturelle Bildung und Erziehung."

 

2006

Kinder spielen Memory in der Ausstellung des Besucherzentrums
Kinder spielen Memory in der Ausstellung

60 Jahre nach der Grundsteinlegung zum ersten Wohnhaus wird am 28. April das Besucherzentrum im Kinderdorf Pestalozzi eröffnet.

 

Mit dem Lehrgang „emPower - Intercultural Leadership Programme for Young Adults“ bietet die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi eine neue Ausbildung an. Während neun Monaten werden junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern im Kinderdorf Pestalozzi interkulturell ausgebildet. Als interkulturelle JugendarbeiterInnen (Fachleute der interkulturellen Kommunikation) geben sie in ihren Heimatländern ihre Erfahrungen und ihr Wissen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen weiter.

In Äthiopien, Eritrea und El Salvador starten neue Projekte. Als neues Land stösst Laos zur Region Südostasien. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi unterstützt die Integration von lokalem Wissen und Fertigkeiten in die Lehrpläne, die Ausbildung ortsansässiger Lehrkräfte und einen kindergerechten Unterricht.

 

2005

Lodernde Flammen des Friedenslichts
Friedenslicht an Eröffnungsfeier Play for Peace

Eritrea und Mazedonien sind neue Länder in Ostafrika und Südosteuropa, in welchen die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Projekte unterstützt. In Eritrea liegt der Schwerpunkt auf dem Zugang zu Bildung, wobei die Einschulung von Mädchen besonders gefördert wird. In Südosteuropa werden insbesondere Partnerorganisationen unterstützt, welche Projekte zur Integration von Roma-Kindern und Jugendlichen lancieren.

 

Als Höhepunkt des Internationalen Jahres des Sports und der Sporterziehung 2005 findet im Kinderdorf Pestalozzi das Jugendcamp „Play for Peace“ statt. Träger dieses zweiwöchigen Events im Sommer sind die Stiftung, die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit sowie der Sonderberater des UNO-Generalsekretärs für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden, Adolf Ogi.

 

Der Tropensturm Stan verursacht im Herbst grösste Überschwemmungen und Erdrutsche in Zentralamerika. Projekte in El Salvador und Guatemala sind betroffen, glücklicherweise jedoch keine Personen verunglückt.

 

Neue Projekte in Guatemala, Myanmar, Serbien und Rumänien mit dem Schwerpunkt auf bilingualen und interkulturellen Bildungsprogrammen starten.

 

2004

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi weitet ihre Tätigkeit im Ausland aus: zwei neue Projekte in El Salvador, drei in Äthiopien, eines in Honduras. In Myanmar/Burma starten drei Pilotprojekte in einem neuen Land in Südostasien.

 

60 Jahre ist’s her, seit Walter Robert Corti zum Bau des Kinderdorfes aufrief. Mit einem grossen Fest im August startet die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi die Dorferneuerung. Häuser müssen renoviert und erneuert werden.

 

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi eröffnet neue Interkulturelle Wohngruppen im Kinderdorf  für Schweizer Kinder und Jugendliche. Die Kinderdorf-Schule ergänzt das Angebot der öffentlichen Schule, indem sie den Schwerpunkt auf das interkulturelle Lernen setzt und spezifisch interkulturelle Kompetenzen vermittelt.

Per Ende 2004 übergibt die Stiftung ihre Projekte in Indien und Kambodscha den lokalen Partnerorganisationen und zieht sich damit aus diesen Ländern zurück. Auch in El Salvador, Guatemala, Rumänien und Äthiopien werden einzelne Projekte beendet.

 

2003

Die Stiftung beginnt das neue Jahr mit vier neuen Projekten; je eines in Serbien und Rumänien, zwei in Honduras.

Das Leitbild tritt in Kraft. Es bildet die Basis für das gemeinsame Verständnis unserer Arbeit und die Umsetzung unserer Vision.

Im November gründen 25 Organisationen das Netzwerk Kinderrechte Schweiz mit dem Ziel, die Anerkennung und Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes stärker zu fördern. Als Koordinationsstelle fungiert die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.

 

2002

Basierend auf den „Leitlinien 2004“ und der Strategie wird im Rahmen eines Positionierungsprozesses eine weitere inhaltliche Konzentration beschlossen: In Europa (Schweiz und Südosteuropa) steht das Interkulturelle Zusammenleben im Vordergrund, in den Südländern der Zugang zu Bildung. Eine Vernetzung der Thematiken und der Austausch zwischen Regionen und Ländern werden angestrebt. Im Kinderdorf findet eine Konzentration auf drei Kernprogramme statt:

 

  • Interkulturelles Wohnen
  • Interkulturelle Weiterbildung
  • Interkultureller Austausch

 

In Äthiopien startet ein neues Projekt.

 

2001

bild: Schülerinnen in einem Schulprojekt, sitzend vor einer Wandtafel
Schülerinnen in einem Schulprojekt

Die zwei bisherigen Standorte der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Zürich und Fribourg werden aufgehoben. Alle Funktionen werden in Trogen zentralisiert.

 

Das Kinderdorf bietet neu Weiterbildungen und Projektwochen im Bereich Interkulturelles Zusammenleben an, einerseits für Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachpersonen und andererseits für Schweizer Schulklassen mit ihren Lehrkräften.

 

Die Stiftung übernimmt die Trägerschaft für Violetta, Wohngemeinschaft für gewaltbedrohte Migrantinnen und deren Kinder, in Zürich. Im Jahr 2005 übernimmt die Stiftung Frauenhaus Zürich die Trägerschaft für Violetta. 

  

Einzug der Fachstelle „mira“, spezialisiert auf die Prävention sexueller Ausbeutung in Freizeitorganisationen, ins Kinderdorf Pestalozzi. „mira“ ist eine von der Stiftung unabhängige Organisation. Ende 2005 zieht "mira" nach Zürich.

 

2000

Jugendliche aus der kroatischen Stadt Zupanja kommen ins Kinderdorf. Mit einem sechsmonatigen Berufs-Praktikum will die Stiftung und die Partnerorganisation Gemeinden Gemeinsam AR ihnen eine Startchance ins Berufsleben geben.

Der Stiftungsrat verabschiedet die neue Strategie 2001-2003, basierend auf den Schwerpunkten Bildung und Interkulturelles Zusammenleben. Die neue Strategie sieht vor, vermehrt mit etablierten Partnerorganisationen zusammenzuarbeiten. Ausserdem will die Stiftung sämtliche Funktionen am Standort Trogen zusammenfassen und sich in ihrer Auslandtätigkeit auf wenige Regionen konzentrieren. Die Strategie ist eine Weiterentwicklung der Leitlinien 2004 und wird in den Jahren 2001 bis 2004 umgesetzt.

Einzug der „rose“, sozialpädagogische Wohngruppe für betreuungsbedürftige Mädchen, ins Kinderdorf Pestalozzi. Die „rose“ ist eine von der Stiftung unabhängige Organisation.

 

1999

Das Haus „Alba“ für in der Schweiz lebende Kinder und Jugendliche aus dem albanischen Kulturraum wird eröffnet (Ende des Projektes: 2001).

 

Die „Leitlinien 2004“ treten in Kraft. Die Stiftung hat sich zwei grosse Ziele gesetzt: Mehr Wirkung für Kinder und Jugendliche und eine bessere Integration unserer Arbeit im In- und Ausland in die Gesamtstiftung. Zusammengefasst wird diese Arbeit in vier neuen Programmlinien:

  • Die Programmlinie „Reintegration“ umfasst alle Projekte, in denen Kinder ausserhalb ihrer Familien betreut werden, mit dem Ziel, ihnen die Rückkehr in ihre angestammten Familien beziehungsweise in die Gesellschaft zu ermöglichen.
  • Die Programmlinie „Bildung“ ermöglicht den Zugang zu formalen und informellen Bildungswegen, die Kindern und Jugendlichen hilft, den Anschluss an die öffentliche Schule oder an die Berufsbildung zu schaffen.
  • In der Programmlinie „Berufliche Ausbildung und Erwerbsarbeit“ sind Projekte zu finden, die den Zugang zur Berufsarbeit ermöglichen. Sie bereiten junge Menschen auf ein Erwerbsleben in bestehenden Strukturen vor und schaffen dort Erwerbsmöglichkeiten, wo keine anderen Arbeitsplätze vorhanden sind.
  • Mit der Programmlinie „Gemeinschaftsentwicklung“ wird die Basis dafür gelegt, dass die Verantwortung für die Entwicklung und ein Leben in Unabhängigkeit von den unterstützten Gemeinschaften selbst getragen werden kann.

1998

bild: schreinerei mit hobelbank, sägespänen, arbeitendem jugendlichen
Jugendliche in der Schreinerwerkstatt

Beginn des Projekts Multikulturelles Vorlehrjahr mit sozialpädagogischer Betreuung für ausländische und schweizerische Jugendliche.

15 Kinder und Jugendliche aus Palermo, die alle aus schwierigen Verhältnissen stammen, ziehen im Haus „Zagara“ ein, um hier ihre Grundausbildung abzuschliessen. Im Jahr 2000 kehren sie heim. Die Partnerorganisation in Palermo wird die Jugendlichen auch nach ihrer Rückkehr weiter betreuen und so den nachhaltigen Erfolg sichern.

Der Hurrikan Mitch verursacht grosse Schäden in Zentralamerika. Auch Projekte in El Salvador sind betroffen.

 

1997

bild: Kinder aus der Region rund um Tschernobyl
Kinder aus Tschernobyl

Die ersten Kinder aus Waisenhäusern und benachteiligten Familien, die in Regionen rund um Tschernobyl leben, treffen zu Erholungsaufenthalten im Kinderdorf ein. Pro Jahr halten sich vier bis fünf Kindergruppen für vier Wochen im Kinderdorf auf.

Das Haus „Ararat“ für in der Schweiz lebende Kinder und Jugendliche kurdischer und türkischer Herkunft wird eröffnet. (Ende des Projektes: 2001).

  

1996

Jubiläum 50 Jahre Kinderdorf Pestalozzi. Einweihung des Gemeinschaftshauses Windsor und der Turnhalle mit Mehrzwecksaal.

 

1995

Aufnahme von Sambia ins Länderprogramm der Auslandhilfe.

 

1994

Die vier Hauptaufgaben des Kinderdorfes werden neu formuliert

 

  • Multikulturelle Wohngemeinschaften mit sozialpädagogischer Betreuung für benachteiligte bzw. notleidende Kinder und Jugendliche (festes Wohnen über längere Zeit) in der Schweiz.
  • Erholung, Bildung, Begegnung für Kinder und Jugendliche aus Osteuropa; für Familien, Alleinerziehende mit bikulturellem Hintergrund oder sozialer Benachteiligung.
  • Friedens- und Kulturwerkstatt: Ort für kulturelle Aktivitäten von Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Gruppen aus der Schweiz und dem Ausland; Friedenswochen für Kinder und Jugendliche.
  • Schulung: flexible Schulangebote für Kinder und Jugendliche des Kinderdorfes; Deutsch-Integrationskurse für ausländische Kinder und Jugendliche der Umgebung; Schulangebote für Schweizer Schulklassen zum Thema Friedenserziehung und interkulturelle Begegnung.

1993

Die Kinder und Jugendlichen besuchen nicht mehr die dorfeigene Schule, sondern wenn immer möglich, die Schulen der umliegenden Gemeinden.

 

1992

Eröffnung des Hauses "Sabia" - einer interkulturellen Wohngruppe für Kinder und Mütter in Notsituationen. (Nach 10 Jahren wird „Sabia“ im Juni 2003 geschlossen.)

 

34 bosnische Heimkinder und acht BetreuerInnen aus dem Kriegsgebiet von Bosnien-Herzegowina werden im Kinderdorf aufgenommen. Sie bleiben rund zwei Jahre im Kinderdorf.

 

1991

Letztmals werden Kinder, die direkt aus dem Ausland kommen - es sind dies kambodschanische Flüchtlinge aus thailändischen Flüchtlingslagern -, für einen permanenten Aufenthalt im Kinderdorf aufgenommen.

 

1990

Neu werden El Salvador, Haiti und Peru in das Länderprogramm der Auslandhilfe aufgenommen.

 

1989

bild: Kinder aus einer Schule in Rumänien
Schulkinder in Rumänien

Sturz Ceauçescus in Rumänien: Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi hilft direkt in Rumänien.

 

 

1987-1988

bild: wohnhaus im kinderdorf pestalozzi zwischen zwei bäumen
Kinder unterschiedlichster Herkunft wohnen und leben im Kinderdorf Pestalozzi

Für Kinder asiatischer und afrikanischer Herkunft, die bereits in der Schweiz leben, werden zwei "internationale Häuser" eröffnet. Das Projekt für tibetische Kinder und Jugendliche zweiter und dritter Generation in der Schweiz wird begonnen.

 

 

 

1986

Was war – Was ist – Was sein soll. Festaufführung zum 40-jährigen Jubiläum des Kinderdorfes Pestalozzi.

 

1985

Aufnahme von palästinensischen und libanesischen Kindern aus dem Libanon im Kinderdorf. Aufbau von Projekten für tibetische Kinder in Indien und Kinder in Kambodscha.

 

1984

Aufnahme von Flüchtlingskindern aus Kambodscha im Kinderdorf.

 

1983

bild: lachende Kinder in einer Haustür
Kinder in Indien

Erste Hilfsprojekte für Kinder im Libanon, in Indien, Bangladesch und Äthiopien.

 

1981-1982

Kinder aus Polen und Portugal kommen ins Kinderdorf; Flüchtlingskinder aus dem Libanon werden aufgenommen.

 

Die Auslandhilfe der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi wird 1982 gegründet.

1960-1980

Flüchtlingskinder aus Tibet, Südkorea, Tunesien und Äthiopien werden im Kinderdorf aufgenommen. Vorübergehend finden Flüchtlingsfamilien aus Vietnam Aufnahme.

 

1960

bild: blick in essraum haus yambhu lagang, das tibetische haus im kinderdorf pestalozzi
Im Haus Yambhu Lagang, dem tibetischen Wohnhaus im Kinderdorf Pestalozzi

Mit 20 tibetischen Flüchtlingskindern wird die erste Kindergruppe aus einem aussereuropäischen Kulturkreis aufgenommen.

 

1959

Schulhaus, Kindergarten und Werkstätten werden gebaut.

 

1950

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi wird gegründet.

 

1946-1947

bild: Im Hintergrund noch nicht fertig gestellt Häuser, vorne spielende Kinder
Die ersten Kinder spielen bereits im Kinderdorf Pestalozzi, während einige Häuser noch im Bau sind.

Am 28. April 1946 findet in Trogen die Grundsteinlegung für das Kinderdorf Pestalozzi statt. Freiwillige HelferInnen aus verschiedenen Ländern helfen beim Aufbau der Häuser mit. In der ganzen Schweiz finden Sammlungen von Schulkindern statt. Die ersten Kinder, die ins Kinderdorf kommen, stammen aus den Kriegsgebieten Europas: Frankreich, Polen, Österreich, Ungarn, Deutschland, Italien, Finnland, Griechenland, England.

 

1945

Die "Vereinigung Kinderdorf Pestalozzi" wird gegründet.

 

August 1944

bild: Auszug aus dem Artikel in der Zeitschrift "DU", daneben Porträt von Walter Robert Corti an der Schreibmaschine
Auszug aus dem Artikel im "DU"

Der Philosoph Walter Robert Corti veröffentlicht in der Zeitschrift "DU" einen Artikel, worin er zum Bau eines Dorfes für Kriegskinder aufruft. Der Artikel stösst auf grosses Echo in der Öffentlichkeit.

 

© Stiftung Kinderdorf Pestalozzi | Kinderdorfstrasse 20 | CH 9043 Trogen | PC 90-7722-4 | Telefon +41 (0) 71 343 73 73 | Telefax +41 (0) 71 343 73 30 | Alle Rechte vorbehalten