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Was kann gelernt werden?

Die interkulturellen Austauschprojekte der SKP im Kinderdorf Pestalozzi sind an Jugend- und Kindergruppen mit jeweils 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerichtet. Die Kinder und Jugendlichen leben zusammen in einem Haus, nehmen an Kursen zu den Themen interkulturelle Bildung und Kinderrechte teil und treten in einen interkulturellen Austausch mit einer anderen Jugendgruppe. Letztere kommt entweder aus der Schweiz oder aus einem anderen Land. Dank dieser Strukturierung decken die interkulturellen Austauschprojekte der SKP die von der UNESCO definierten Säulen einer ganzheitlichen Bildung ab und integrieren die Trichotomie „Ich–Du–Wir“ der interkulturellen Bildung. 

 

  • Lernen zu wissen (Lernen, wissen zu erwerben – gemäss UNESCO): Kurse geben den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen Informationen zu den Themen interkulturelle Kommunikation, Kinderrechte und Antirassismus.
  • Lernen zu sein (Lernen für das Leben – gemäss UNESCO): Das erworbene Wissen wird stets auf die Realität der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen bezogen. Sie entwickeln ein Bewusstsein über sich selbst und über ihre Haltungen, Anschauungen und Verhaltensweisen sowie über die Haltungen, Anschauungen und Verhaltensweisen anderer. Sie nehmen Unterschiede und Gemeinsamkeiten wahr und diskutieren die Herausforderungen und Möglichkeiten der Verschiedenartigkeit.
  • Lernen zu handeln: Auf der Grundlage des neu erworbenen Wissens und Bewusstseins wird ein konstruktiver Umgang mit kultureller Vielfalt diskutiert und ausprobiert.
  • Lernen, zusammen zu leben: Die dörfliche Struktur des Kinderdorfs mit seinen Häusern gibt den Austauschgruppen Gelegenheit, gemeinsam die Lageratmosphäre zu erfahren und gleichzeitig mit anderen Gruppen im Kinderdorf zusammenzuleben. 
  • Das Lernen im Kinderdorf: Die internationale Begegnung im „neutralen“ Umfeld des Kinderdorfs, weit weg vom Alltag der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen, bietet ausgezeichnete Voraussetzungen für interkulturelles Lernen. Unzählige Lernsituationen und Begegnungen mit unterschiedlichen Einzelpersonen und Gruppen in strukturierten und unstrukturierten Situationen verstärken die Lernerfahrungen und machen sie effizienter und nachhaltiger.
  • Lernmöglichkeiten für erwachsene Begleitpersonen: Ziel ist es, dass die Erwachsenen, die die Kinder- und Jugendgruppen begleiten, an den Kursen und interkulturellen Begegnungen teilnehmen. Dies gibt ihnen Gelegenheit, Methoden und Ansätze der SKP kennenzulernen. 

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