Wohnen, Schule, Freizeit, Therapie
In jeder Wohngruppe leben maximal acht Kinder und Jugendliche internationaler Herkunft, beiderlei Geschlechts. Sie werden durch ein sozialpädagogisches Team betreut. Das Team begleitet die Kinder und Jugendlichen während ihres Aufenthaltes (Alltag, Freizeit, kulturelle Aktivitäten). Die kulturelle Vielfalt und deren Reflexion sowie das Vertrautmachen mit der schweizerischen Kultur prägen das Wohnprojekt. Die Kinder und Jugendlichen sind grundsätzlich in Einzelzimmern untergebracht, ausser wenn explizit anders gewünscht.
Die Wohngruppe ist während des ganzen Jahres betreut. Die Jugendlichen verbringen jedoch jedes zweite Wochenende und zehn Schulferienwochen ausserhalb des Kinderdorfes, meistens bei ihrer Familie. Die Verantwortung bleibt aber während 365 Tagen beim Kinderdorf.
Schule für Interkulturelles Lernen
Die Schule für interkulturelles Lernen richtet sich nach dem Lehrplan des Kantons AR und stellt dessen Zeugnisse aus. Das Konzept richtet sich nach zwei Schwerpunkten:
- Ausgeglichenheit nach dem Grundsatz von Pestalozzi: Kopf, Herz, Hand. Wir legen Wert auf eine fundierte Förderung von Sozial- und Selbstkompetenz.
- Interkulturalität als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip.
Die zwei Klassen in der Grundschule (1.-9. Schuljahr mit maximal 10 SchülerInnen) werden durch verschiedene Förderangebote ergänzt. Die Vorlehrklasse verfügt über ein separates Konzept. Grundsätzlich besuchen neu eintretende Kinder und Jugendliche die interne Schule für mindestens ein ganzes Semester. Am ersten Standortgespräch wird über die weitere schulische Laufbahn (intern oder extern) entschieden, wobei Realschul-, Sekundarschul- oder Gymnasialabschluss in der näheren Umgebung möglich sind. Die Schule für Interkulturelles Lernen kann auch von externen Jugendlichen besucht werden.
Schulkonzept (PDF)
Jugendtreff
Jugendliche ab 13 Jahren haben die Möglichkeit, sich jeweils an den Abenden im Jugendtreff aufzuhalten. In diesem Rahmen finden diverse Freizeitaktivitäten und Anlässe statt. Hier treffen sie auch Jugendliche aus den ausländischen Gastgruppen, sei es beim Billardspiel oder im Gespräch in der Sofaecke.
Therapie
Neu eintretende Jugendliche werden im Rahmen der 3-monatigen Probezeit von der Psychologin zu zwei Gesprächen im Rahmen einer Kurzabklärung eingeladen zwecks einer groben Einschätzung ihrer Persönlichkeit, ihrer Ressourcen und Schwierigkeiten aus psychologischer Sicht.
Eine Psychotherapie besteht in der Regel aus wöchentlichen Einzelterminen. Mit dem Einverständnis des / der Jugendlichen können gewisse therapeutische Inhalte mit der zuständigen Bezugs- / Lehrperson besprochen werden.
Interkulturelle Vorlehre
Mehr Selbstständigkeit und die Integration ins Berufs- / Arbeitsleben sind die grundlegenden Ziele der Vorlehre. In einem flexibel aufgebauten Modulsystem können die Jugendlichen mit sozialpädagogischer Begleitung in den drei Bereichen Wohnen / Schule / Betriebe die nötigen Erfahrungen sammeln.
Die Wohngruppe bietet Platz für acht Jugendliche, zwei Jugendliche können zusätzlich extern begleitet werden.




