Marie Meierhofer

Marie Meierhofer

An der Seite von Walter Robert Corti war stets Marie Meierhofer (1909-1998). Mit der Kinderärztin und Mitbegründerin des Kinderdorfes verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Marie Meierhofer war während des Zweiten Weltkrieges als Rot-Kreuz-Ärztin in Frankreich im Einsatz. Ihre Briefe an Corti über die Zustände in den Lazaretten, vor allem über die miserable Situation der Kriegskinder, hatten ihn u.a. zum berühmten DU-Artikel veranlasst. Sie wurde im April 1946 beauftragt, die Auswahl der Kinder für das Kinderdorf vorzunehmen. 

 

Marie Meierhofer übernahm die Leitung für den Arzt- und Sanitätsdienst im Kinderdorf, vorübergehend auch die Betreuung des psychologischen Dienstes. Marie gründete 1957 das Institut für Psychohygiene im Kindesalter in Zürich, das spätere Marie Meierhofer Institut. Sie hat den Begriff Psychohygiene im Kindesalter geprägt: Psychohygiene bedeutete aus ihrer Sicht vor allem richtige Erziehung in geeignetem Milieu und Förderung einer harmonischen Entwicklung des ganzen Menschen. Die Voraussetzung dafür heisst: richtiges Verständnis und Kenntnis der Entwicklung des Kindes und Förderung seiner positiven Anlagen, bei gleichzeitiger Unterstützung der Selbsterziehung zur Überwindung negativer Tendenzen. Das Ziel ist ein harmonischer, selbstsicherer, sich seiner Stärken und Schwächen bewusster, sozial angepasster Mensch.

 

www.marie-meierhofer.ch/

2009 zeigte die Ausstellung "Den Kindern ein Haus bauen!" in den Städten Zürich, Bern und Baden das Leben und Werk von Marie Meierhofer. Gleichzeitig erschien das Buch "Ein Leben im Dienst der Kinder. Marie Meierhofer 1909-1998".

 

Marie Meierhofer Institut für das Kind: www.mmizuerich.ch

 

 

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