Johann Heinrich Pestalozzi

Der Mann, dem das Kinderdorf seinen Namen verdankt

Porträt
Johann Heinrich Pestalozzi (Gemälde, vermutlich von G. F. A. Schöner)

Johann Heinrich Pestalozzi ist bis heute ein über die Grenzen hinaus bekannter Erzieher und Pädagoge. In der Schweiz setzte er sich für die Erneuerung der Volksschule ein. Dem 1746 in Zürich geborenen Pestalozzi war der Erfolg nicht in die Wiege gelegt worden. So scheiterte er zunächst als Bauer und Armenerzieher, bevor er als Schriftsteller und Erzieher Berühmtheit erlangte.

 

In Stans leitete er 1799 eine Anstalt für verwaiste Kinder, musste diese jedoch kurz darauf wieder aufgeben, weil die 1798 in die Schweiz einmarschierten Franzosen das Haus als Militärlazarett brauchten. Aus dieser Zeit stammt auch einer seiner bedeutendsten pädagogischen Texte, der Stanser Brief. In ihm betont Pestalozzi die Bedeutung der häuslichen Erziehung, welche auch von der öffentlichen Erziehung, also der Schule, nachgeahmt werden müsse. Der „Wohnstubengedanke“ als pädagogischer Grundsatz wurde vom Kinderdorf übernommen. Dass 1946 an Pestalozzi als Namensgeber gedacht wurde, kommt nicht von ungefähr: Man feierte damals sein 200. Geburtsjahr.

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