Kinder an die Macht!

26.11.2018 - 14:25 | Simone Hilber

Der 20. November ist der Tag der Kinderrechte. Grund genug für die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, in einer grossen Konferenz Buben und Mädchen das Wort zu überlassen.

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Wie sähe die Welt aus, wenn Kinder sie regieren würden? Vielleicht wären die Armeen aus Gummibärchen, die Panzer aus Marzipan, und Kinder würden die Kriege einfach aufessen – kindlich genial. So jedenfalls stellt sich der deutsche Sänger Herbert Grönemeyer in seinem Lied «Kinder an die Macht» die Welt in Kinderhänden vor.

Das Lied stürmte 1986 die Hitparade – ganze drei Jahre bevor die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes verabschiedet wurde. Am 20. November 1989 war es so Bild: ZVG weit – seither gilt der 20. November als Tag der Kinderrechte.

An diesem Tag veranstaltet die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi jeweils gemeinsam mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) und der Kinderlobby Schweiz eine Kinderkonferenz, an der sich Kinder Gedanken über ihre Rechte machen und Forderungen an die Politiker stellen. Es ist eine Konferenz, an der Kinder das Sagen haben.

Und die Kinder übernehmen das Kommando gerne: «Wir fordern, dass in der Schweiz verkaufte Produkte gekennzeichnet werden, ob sie mit oder ohne Kinderarbeit hergestellt wurden», verlangten die 10- bis 13-jährigen Mädchen und Buben beispielsweise an der letztjährigen Konferenz im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen.

Kinder wissen, was sie wollen

In anderen Forderungen beschäftigten sich die Kinder mit ihrer Sicherheit und dem Schutz ihrer Privatsphäre im Internet und im Umgang mit sozialen Netzwerken.

Kinder wissen genau, was sie wollen und was nicht. Damit sie das mitteilen können, müssen sie den entsprechenden Raum erhalten – nicht nur an der Kinderkonferenz in Trogen. Das Mitspracherecht ist die Grundlage für ihr Verständnis von Demokratie. Viele Schulen haben dies erkannt und lassen Kinder bei Neugestaltungen und Umbauarbeiten mitreden. Die Anliegen von Kindern und Jugendlichen müssen gehört werden. Nicht nur zu kleinen Themen, sondern auch zu grossen Fragen. Denn die Kinder von heute werden in Zukunft vor jene Probleme gestellt, die wir nicht lösen.

Oder um es in den Worten von Herbert Grönemeyer zu sagen: «Die Welt gehört in Kinderhände, dem Trübsinn ein Ende. Wir werden in Grund und Boden gelacht, Kinder an die Macht!»

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