«Wenn üsi Sendig verpasst hesch…»

29.05.2018 - 11:01 | Christian Possa

22 Primarschülerinnen und Primarschüler aus Volketswil sind für ein Radioprojekt ins Kinderdorf Pestalozzi gekommen. Zum Auftakt der Projektwoche haben sie Jingles, also kurze Einspieler für ihre Livesendungen, aufgenommen.

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Es ist kurz nach 15 Uhr. Praktikantin Jael Buchmann ist gerade dabei, der Schulklasse das neue Radiostudio zu erklären. Dann dürfen die Kinder endlich selber zur Tat schreiten und Jingles produzieren. Am Abend steht die erste eigene Livesendung an. Die kurzen Einspieler, die sie am Nachmittag aufnehmen, werden vor und während der Sendung auf Podcasts oder Musikwünsche aufmerksam machen.

Erste Schritte

Diese erste Aufgabe der Primarschulklasse hat aber noch einen weiteren Nutzen. "Die Kinder lernen so gleich die elementarsten Regeln beim Aufnehmen kennen", erklärt Pädagoge Adrian Strazza und nennt als Beispiel den Abstand zum Mikrofon oder die Sprechrichtung.

Bevor die Primarschülerinnen und Primarschüler in Dreier- und Vierergruppen selber zu Tat schreiten können, demonstrieren die beiden Pädagogen der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi einige Möglichkeiten, die Jingle-Texte vorzulesen. Ob aufgeteilt auf mehrere Sprecher, gleichzeitig sprechend, singend oder rappend – die Kinder können ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Eine gute Viertelstunde haben die Gruppen Zeit, ihre Texte vorzubereiten, die einzelnen Passagen zu synchronisieren und zu vertonen. Dann gilt es ernst. Im modernen Radiostudio steht ein grosses Mischpult mit diversen Reglern und zwei Bildschirmen. Davor ein länglicher Tisch mit mehreren Mikrofonen und Kopfhörern.

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Drei Versuche

Adrian Strazza, der im Kinderdorf seit mehr als einem Jahrzehnt Radioprojekte leitet und begleitet, versorgt die quirligen Kinder zuerst mit einigen wichtigen Tipps. So sei es für eine gute Aufnahme beispielsweise wichtig, direkt ins Mikrofon zu sprechen. "Dies gilt insbesondere dann, wenn man sich der Person neben einem zuwendet, bzw. sie anschaut."

Gesagt, getan. Die erste Dreiergruppe macht sich ans Werk. "Wenn üsi Sendig verpasst hesch, kasch sie als Podcast uf iTunes abelade." Die erste Fassung klingt noch etwas holprig. Die zweite Aufnahme tönt bereits überzeugender. Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, hat jedes Team drei Anläufe, ihren Jingle aufzunehmen. Um 19 Uhr geht bereits die erste Sendung live. Diesmal noch mit Adrian Strazza als Interviewer. Ab Morgen dürfen die Primarschülerinnen und Primarschüler die Sendung komplett frei gestalten und mit eigenen Inhalten und Musikwünschen füllen.

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