Damit Kinder gerne zur Schule kommen

05.09.2019 - 16:27 | Christian Possa

Die Einschulungsquote im äthiopischen Distrikt Argoba liegt mit 41 Prozent weit hinter dem nationalen Schnitt von 86 Prozent. Darum will die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi dort das Schulumfeld verbessern, indem sie in die Lehrerausbildung investiert, Schulmaterial entwickelt und Schulzimmer baut.

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Zufriedene Schülerinnen und Schüler sind ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Einschulungsquoten.

Die zehn Projektschulen in der südlichen Afar-Region liegen im Hochland von Äthiopien – landschaftlich so eindrücklich wie abgelegen. «Ohne Allradantrieb geht gar nichts», erklärt Lucia Winkler, Programmverantwortliche Ostafrika. «Man fährt zwei bis drei Stunden und überquert mehrere Flüsse, bis man die Schulen erreicht.» Die lokalen Lehrpersonen hätten bis anhin noch nie eine Weiterbildung erhalten und seien enorm dankbar gewesen.

Einer für alle, alle für einen

Der erste Trainingsblock fand in Aliyu Amba statt. Da das einzige Hotel am Platz nur über zehn Zimmer verfügte, halfen sich die Lehrerinnen und Lehrer gegenseitig und übernachteten bei Verwandten, damit alle teilnehmen konnten. Die Trainings fokussieren auf die frühkindliche Leseförderung, kindzentrierte Lehr- und Lernmethoden sowie die Gleichstellungspädagogik. «Beliebt sind auch Workshops, in denen Lehrpersonen lernen, Unterrichtsmaterial zu entwickeln und im Unterricht zu integrieren », sagt Lucia Winkler.

«Die lokalen Lehrpersonen waren für die Weiterbildungen enorm dankbar.»

Lucia Winkler – Programmverantwortliche Ostafrika

Infrastruktur aufrüsten

Neben der Weiterbildung der Lehrpersonen mit all ihren Facetten, der Umsetzung von ausserschulischen Aktivitäten oder der Sensibilisierungsarbeit für die Wichtigkeit von Bildung in den Gemeinden, tragen Infrastrukturmassnahmen dazu bei, das Schulumfeld insgesamt zu verbessern. «Es ist wichtig, dass auch Schulgebäude und deren Umgebung attraktiv sind, damit die Kinder gerne in die Schule kommen und sich dort sicher fühlen», weiss Lucia Winkler. Bei Bauvorhaben arbeitet die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi mit lokalen Ingenieuren zusammen. Involviert ist auch ein Schweizer Architekt mit sehr viel Erfahrung in diesem Bereich. «Er begleitet das Projekt eng und kontrolliert die Qualität der Bauten.»

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