30 Jahre Tschernobyl

26.04.16 | Maya Mathias

Heute jährt sich die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal. Die Menschen aus den betroffenen Ländern leiden immer noch unter den Folgen der Katastrophe. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi lädt seit 1996 Kinder und Jugendliche aus der Region um Tschernobyl ins Kinderdorf ein.

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© Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Am 26. April 1986 explodierte ein Reaktor des Atomkraftwerkes von Tschernobyl in der Ukraine und Radioaktivität wurde freigesetzt. Eine radioaktive Wolke entstand und verstrahlte vor allem Teile der Ukraine, Weissrussland und Russland. Nach diesem grössten anzunehmenden Unfall (GAU) wurde das Gebiet rund um den Reaktor evakuiert und eine Sperrzone im Radius von 30 Kilometer eingerichtet.

Doch auch nach 30 Jahren sind die Folgen der Reaktor­katastrophe in Tschernobyl noch immer zu spüren. Weiterhin sind Millionen von Menschen von den direkten Schäden der Verstrahlung, aber vor allem auch von den indirekten wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Folgen betroffen. Zu ihnen gehören auch Kinder und Jugendliche, die in den stark verstrahlten Gebieten rund um Tschernobyl leben.

«Während drei bis vier Monaten erhielten betroffene Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, sich im Kinderdorf zu erholen.»

Als Reaktion auf die Katastrophe und das dadurch verursachte Leid entschloss sich die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi im Jahr 1996, Kinder und Jugendliche aus der Region um Tschernobyl ins Kinderdorf nach Trogen einzuladen. Während drei bis vier Monaten erhielten betroffene Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, sich im Kinderdorf zu erholen. Eine gesunde Umgebung, ausgewogene Ernährung sowie Spiel und Sport an der frischen Luft trugen zur Erholung des Immunsystems und der Seele bei.

Heute sind die Projekte für Kinder und Jugendliche aus der Region um Tschernobyl Teil der Interkulturellen Austauschprojekte der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Das Erlernen interkultureller Kommunikationsfähigkeiten steht dabei im Mittelpunkt des zwei- bis dreiwöchigen Austausches. Die Kinder und Jugendlichen setzen sich mit wichtigen Themen wie Kinderrechte, Anti-Rassismus und Interkulturalität auseinander und tauschen sich mit Gleichaltrigen verschiedenener Ländern aus.

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