Laos bleibt weiterhin frei von neuen Infektionen

Wie das Coronavirus unsere Arbeit in Laos beeinflusst 20.05.2020 - 09:42 | Christian Possa

Laos schnürt ein grosses Finanzpaket, welches dem Gesundheits- und dem Bildungssystem zu Gute kommen sollen. Da aber keine weiteren Infektionen verzeichnet wurden, kehrt das Land alltäglich wieder zum alten Leben zurück.

In Laos wurde seit 36 Tagen kein neuer Fall von Corona-Virus bestätigt. 14 von 19 infizierten Fällen sind bereits wieder genesen. Infolge wurde das innerstaatliche Reiseverbot aufgehoben, während das internationale Verbot mit einigen wenigen Ausnahmen (für Gesundheit, Wirtschaft, Studium usw.) weiterbesteht. Internationale Ankömmlinge müssen für mindestens 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden.

Unternehmen und Fabriken sind wieder geöffnet, müssen sich aber an strikte Präventivmassnahmen halten. Einige Geschäfte wie Massage, Unterhaltungseinrichtungen und dergleichen bleiben vorerst weiterhin geschlossen. Als Reaktion auf die Corona-Krise schlug die Regierung vor, zusammen mit Entwicklungspartnern 17 Millionen USD aus der Globalen Partnerschaft für Bildung bereitzustellen. Einige der geplanten Ausgaben betreffen die Gesundheitserziehung in Schulen sowie Lehr- und Lernmethoden, die während und nach der Corona-Situation von Nutzen wären.

Da die Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, haben viele Familien ihre Arbeit und ihr Einkommen verloren, was sich am Ende zweifellos auch auf die Kinder der Familien auswirken wird. Es wurden viele Klagen bei der Regierung eingereicht, jedoch ohne Erfolg. Ziel war es die Strom- und Wasserkosten der Haushalte zu senken, weil die Massnahme, zu Hause zu bleiben, bedeutet, dass die meisten, wenn nicht alle, doppelt so hohe oder höhere Kosten haben.

Die Schulen werden am 18. Mai für die letzten Jahre der Grundschule, der unteren Sekundarschule und der oberen Sekundarschule wiederaufgenommen. Der Unterricht für die übrigen Klassen wird ab dem 2. Juni wiederaufgenommen, wenn es keine neue Infektion gibt.

12.05.2020

Laos – 28 Tage ohne eine Infektion

Obwohl in knapp einem Monat keine weitere Infektion mit dem Corona-Virus bestätigt wurde, sind viele Schülerinnen und Schüler ohne einen Zugang zu Bildung. Nur die letzten Jahrgänge jeder Schulstufe dürfen ab dem 17. Mai wieder zur Schule gehen.

Laut den aktuellsten Angaben aus Laos sind seit dem 10 Mai 28 Tage vergangen, seitdem die letzte Infektion bestätigt wurde.  Reisen innerhalb der Städte sind zwar bis zu einem gewissen Grad möglich, aber Reisen zwischen den Provinzen sind nach wie vor verboten. Nur sehr wichtige und dringende Fälle werden für interprovinzielle Reisen in Betracht gezogen.

Alle Schulen bleiben weiterhin bis zum 17. Mai geschlossen, danach dürfen Schulklassen des letzten Jahres jeder Stufe (Primar-, Sekundarstufe usw.) wieder zur Schule gehen. Für die übrigen Klassen gilt es den 2. Juni abzuwarten. Obwohl sich der Stress und das Risiko einer Infektion verringert haben, haben die meisten Kinder weiterhin keine Möglichkeit unterrichtet zu werden. Als Ausnahme gelten einiger Kinder, die an internationalen Privatschulen studieren, die einen begrenzten Zugang zum Online-Unterricht haben. Diese Kinder können unabhängig davon, ob sie das letzte Jahr ihrer Stufe besuchen, weiterhin am Unterricht teilnehmen. Da die Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, haben viele Familien ihre Arbeit und ihr Einkommen verloren, was sich am Ende zweifellos auf viele einzelne Kinder auswirken wird.

21.04.2020

Keine neuen Infizierten seit über einer Woche

Massive Preiserhöhungen auf Märkten prägen die Tage in Laos. Die Zahl der Infizierten ist zwar seit acht Tagen nicht gestiegen, jedoch werden die Quarantänemassnahmen noch bis zum 3. Mai fortgesetzt.

Acht Tage sind vergangen ohne eine neue Infektion in Laos. Insgesamt sind es 19 bestätigte Fälle, von denen zwei Personen bereits wieder gesund sind. Die Quarantänemassnahmen werden jedoch noch bis zum 3. Mai verlängert. Das laotische Neujahrsfest durfte ebenfalls nicht öffentlich gefeiert werden. Das Gesundheitsministerium organisiert täglich ein Presse-Update über Fernsehen und soziale Medien.

Die Schliessung der Schulen auf allen Ebenen dauert ebenfalls mindestens noch bis zum 3. Mai an. Der Fernunterricht, der über das Fernsehen und die Website des Bildungsministeriums organisiert wird, wird durch mangelndes Wissen um Technik und Methoden erschwert. Ausserdem müssen Schülerinnen und Schüler nicht am Unterricht teilnehmen, es ist vielmehr eine Empfehlung. Das hat zur Folge, dass die Eltern so weit wie möglich die Verantwortung für den Unterricht ihrer Kinder zu Hause übernehmen müssen. Dies ist jedoch für viele Menschen, insbesondere in abgelegenen Gebieten aufgrund der Infrastruktur und dem fehlenden Wissen nicht möglich.

Die Märkte sind offen, allerdings mit Preiserhöhungen von bis zu 20-30%. Arbeitslose Menschen leiden besonders und die Regierung versucht, mit ihrem begrenzten Reservefonds sowie öffentlichen Spenden und Beiträgen zu helfen.

31.03.2020

Kein E-Learning dafür massive Preisanstiege in Laos

Nach dem ersten positiven Coronavirus-Test in der vergangenen Woche gibt in Laos es bisher inzwischen neun Ansteckungen. Die Regierung von Laos ist dabei, Personen ausfindig zu machen, die möglicherweise mit infizierten Fällen in Kontakt gekommen sind und setzt weitgehende Massnahmen in Kraft.

Eine der Regierungsmassnahmen betrifft die Bildung ganz konkret: Alle Schulen bleiben bis vorerst 21. April geschlossen. Schülerinnen und Schüler haben momentan keine Möglichkeit auf Bildung, da man in Laos noch nicht auf E-Learning umgestiegen ist. «Daher liegt es an den Familien, ihre Kinder während der Schulschließung zu betreuen und zu erziehen», berichtet der Länderverantwortliche Khamseng Homdouangxay.

Ausserdem kündigte die Regierung vom ebenfalls bis zum 21. April die Schliessung des Landes an. Des Weiteren müssen im Moment alle Büroangestellten von zuhause aus arbeiten. Die Regierungsbüros werden ebenfalls geschlossen und bleiben nur noch für diejenigen offen, die für Sicherheit und Gesundheitsversorgung zuständig sind.

Privatpersonen dürfen ihr Haus nicht verlassen. Davon ausgenommen ist jeweils eine Person pro Haushalt, die Lebensmittel beschaffen geht. Restaurants sind nur für Take-away geöffnet; alle öffentlichen Verkehrsmittel werden eingestellt. Reisen von Provinz zu Provinz und von Distrikt zu Distrikt sind nicht erlaubt, auch nicht mit privaten Verkehrsmitteln. Zusätzlich hat die Regierung eine Hotline für Informationen und Unterstützung zum Thema Corona eingerichtet.

Obwohl die Regierung das Verbot einer Preiserhöhung für Waren, insbesondere für die kontrollierten Güter (Lebensmittel, Masken usw.), erlassen hat, sind die Kosten für Lebensmittel und Waren um bis zu 20 % gestiegen. Schutzmasken sind im normalen Geschäft oder in den Apotheken nicht erhältlich. Sie sind nur online erhältlich, und zwar mit einer Preiserhöhung von bis zu 100 %.

24.03.2020

Gesundheitssystem vor dem Stresstest

Laos hat bis jetzt noch keinen Fall von COVID-19 offiziell bestätigt. Die zahlreichen Verwarnungen, Verbote und Suspendierungen zeigten laut Khamseng Homdouangxay aber deutlich, dass sich die Regierung der Schwächen des Gesundheitssystems bewusst sei.

«Wenn sich das Virus über das ganze Land verteilt, könnte es für die Menschen sehr schwierig werden, Zugang zu Gesundheitsdiensten zu erhalten», glaubt der Länderverantwortliche der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Laos. Dies sei auf die begrenzten Einrichtungen und Fähigkeiten zurückzuführen. Die Schulen im Land hat die Regierung bereits letzte Woche schliessen lassen. Eltern von kleinen Kindern werden ermutigt, von zuhause aus zu arbeiten und nur im Notfall ins Büro zu gehen. Zudem sind weder Veranstaltungen noch Treffen erlaubt. Aufgrund dieses Verbots von Zusammenkünften habe man alle Projektpartner aufgefordert, diejenigen Aktivitäten abzusagen, die dazu führen, dass viele Menschen zusammenkommen. «Faktisch bedeutet dies, dass unsere Projekte eine Pause einlegen», so Khamseng Homdouangxay. Glücklicherweise habe man sich noch rechtzeitig mit einem neuen möglichen Projektpartner treffen können. Die Entwicklung dieses neuen Projektes sei nun im Gange. «Andere Projekte werden aufgrund der Herausforderungen mit COVID-19 nicht vorangetrieben.»

Weitere Artikel von Christian Possa

Spenden

Placeholder disclamer

Ja, ich möchte für die dringendsten Projekte spenden.

Ja ich möchte für das Kinderdorf spenden.

Ja ich möchte für Ostafrika spenden.

Ja ich möchte für Südostasien spenden.

Ja ich möchte für Südosteuropa spenden.

Ja ich möchte für Zentralamerika spenden.

Ja ich möchte für Zentralamerika spenden.

Ja, ich möchte dem Freundeskreis beitreten.

Herzlichen Dank für Ihre Spende

Erzählen Sie Ihren Freunden vom Kinderdorf Pestalozzi.

Weitersagen