Thailand schliesst Grenzübergang zu Myanmar

Wie das Coronavirus unsere Arbeit in Thailand beeinflusst 11.11.2020 - 14:54 | Christian Possa

Thailand ist es gelungen, die Fallzahlen seit der ersten Welle tief zu halten. Die täglichen Neuansteckungen bewegen sich mehrheitlich im einstelligen Bereich. Aufgrund der zunehmenden Fallzahlen im Nachbarland Myanmar hat Thailand den Grenzübergang Maesot geschlossen.

Die drei Migrantenschulen in Maesot, bei denen es sich um Projektschulen der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi handelt, werden geschlossen. Dies habe jedoch keine Auswirkungen auf die Projektaktivitäten, erklärt die Länderverantwortliche Su Suriyamonton. «Das Projekt zur Verbesserung der Bildungsqualität ethnischer Minderheiten konzentriert sich dieses Jahr auf die Entwicklung neuer Lehrplänen zu interkultureller Bildung sowie zu muttersprachbasierter mehrsprachiger Bildung.» Das Projekt könne seine Aktivitäten mit Lehrkräften sowie Wissensträgern aus den lokalen Gemeinschaften während der Vorbereitung und Entwicklung der Lehrpläne fortsetzen.

Per 11. November verzeichnet Thailand 3847 Coronavirus-Fälle, 60 Todesfälle sowie 3685 Genesene. Seit Ende der ersten Welle Anfang Mai bewegen sich die Neuinfektionen im einstelligen Bereich und damit auf konstant tiefem Niveau.

22.06.20

Zurück in die Schule

Die Verbreitung von Covid-19 scheint eingedämmt. Letzte Woche verzeichnete Thailand 13 Fälle. Alle stammen von thailändischen Rückkehrerinnen und Rückkehrern aus dem Ausland. Die Situation lässt nun die Wiedereröffnung der Schulen zu.

In der vergangenen Woche gab es insgesamt 13 neue Fälle von Covid-19 in Thailand. Es handelt sich um Thailänderinnen und Thailänder, die aus dem Ausland zurückkehrten. Alle befinden sich in staatlicher Quarantäne.

Die Schulen bereiten sich auf die Wiedereröffnung im Juli vor. Die Vor-Ort-Aktivitäten in unseren Projekten in den Flüchtlingslagern Thailands können voraussichtlich im Juli wiederaufgenommen werden. Unsere Länderverantwortliche Suraporn Suriyamonton klärt die Möglichkeit ab, den mehrsprachigen Unterricht, basierend auf der Muttersprache, zu digitalisieren.

16.06.2020

Die Ausgangssperre hat ein Ende

Nur wenige Infektionen in Thailand, weshalb die Ausgangssperre aufgelöst wurde. Auch viele Geschäfte dürfen unter Einhaltung gewisser Massnahmen wieder öffnen und Verkehrsmittel werden in Betrieb genommen.

In der vergangenen Woche gab es in Thailand insgesamt 23 neue Coronainfektionen. Es handelt sich um Thailänder, die aus den USA, aus Pakistan, Madagaskar, Saudi-Arabien, Indien, den Niederlanden, den Vereinigten Emiraten zurückgekehrt sind. Alle befanden sich in staatlicher Quarantäne.

Es kehrt wieder Leben ein

Die Ausgangssperre wurde ab 15. Juni aufgehoben. Öffentliche Verkehrsmittel in den Provinzen müssen alle Fahrgäste zur Nachverfolgung einer Infektion registrieren. Auch Flughäfen sind wiedereröffnet, jedoch herrscht Maskenpflicht. Für ausländische Reisende ist die Einreise nach wie vor nicht gestattet. Märkte, Einkaufszentren, Kaufhäuser, Restaurants, Kinos können mit einer obligatorischeren Maskenpflicht geöffnet werden. Auch Sportaktivitäten können wieder stattfinden, jedoch darf kein Publikum anwesend sein. Es wird auch erwartet, dass die Schulen im Juli wieder geöffnet werden.

20.05.2020

Noch immer mangelt es an der nötigen Technik in Thailand

Die Zahl der täglichen Infektionen schwankt zwischen einer und keiner Person. Aus diesem Grund hat die Regierung bekannt gegeben einige Geschäfte und Restaurants wieder zu eröffnen.

Laut den aktuellsten Zahlen aus Thailand werden täglich gerade einmal eine infizierte Person verzeichnet. Genaue Angaben sind nicht bekannt. Kaufhäuser und Restaurants dürfen unter Einhaltung von Gesichtsmasken und dem Mindestabstand wieder öffnen. Auch die Ausgangssperre wird verkürzt. Nun gilt sie von 23.00 Uhr bis 4.00 Uhr, statt von 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr.  Der Flughafen bleibt für ausländische Flüge bis Ende Juni geschlossen.

Das Bildungsministerium stellte Unterricht auf Fernsehkanälen für den Kindergarten bis zur 12. Klasse zur Verfügung, damit die Schülerinnen und Schüler lernen können, auch wenn die offizielle Wiedereröffnung der Schule erst am 1. Juli stattfindet. Dies ist jedoch immer noch problematisch für Kinder aus ländlichen Gegenden, wo es keine oder nur eine instabile Stromversorgung gibt. Auch haben die meisten Haushalte keine Fernseher. Ausserdem findet der Fernsehunterricht in thailändischer Sprache statt. Für viele ist dies ein zusätzliches Problem, da dies zwar die Landessprache ist, jedoch von ethnischen Minderheiten nicht gesprochen wird.

22.04.2020

Thailändische Bauern spenden Reis und Gemüse an Bedürftige

Die Zahl der Infizierten sinkt, die Solidarität steigt. Bauern spenden Gemüse und Reis an die StadtbewohnerInnen und die Regierung stellt Gelder für die Bevölkerung zur Verfügung.

Thailand verzeichnet noch rund 28 neu infizierte Personen am Tag, Trend sinkend. Die Zahl der Todesopfer liegt laut den aktuellen Zahlen bei 47 Personen. Der Ausnahmezustand läuft noch bis Ende dieses Monates, wird aber wahrscheinlich bis Ende Mai verlängert, wie unsere Länderverantwortliche in Thailand berichtet. Es laufen aber bereits erste Vorbereitungen um einigen Unternehmen die Wiedereröffnung zu erleichtern.

Ausserdem hat sich die Regierung bereit erklärt rund 9 Millionen Menschen, die von den Auswirkungen des Coronavirus' am stärksten betroffen sind, Hilfe zu leisten. Das ist weniger als die Hälfte der Personen, die einen diesbezüglichen Antrag eingereicht haben. Diese Zahl beläuft sich nämlich auf rund 20 Millionen Menschen. Geplant war eine Hilfeleistung von drei Monaten. Vorerst kann die Regierung nur einen Monat lang Gelder zur Verfügung stellen. Die weiteren zwei Monate befinden sich noch in Abklärung, da die Regierung die Genehmigung des beantragten Darlehens abwarten muss.

Die Krise macht aber auch Solidarität spürbar: Einige ländliche Bauern spenden Gemüse und Reis an die Stadtbewohnerinnen und -bewohner. Auch tauschen ländliche Bauern Reis gegen Fisch von Fischern aus dem Süden.

Lehrpersonen sind angehalten, den Einsatz von Technologie in der Bildung, einschliesslich des Online-Unterrichtes, auszubauen. Die Frage, wie Menschen in Regionen ohne Elektrizität oder Telefonsignal erreicht werden können, ist jedoch weiterhin offen. Eine genaue Zahl der betroffenen Personen ist nicht bekannt.

15.04.2020

Zeit für Neues – Thailands Bildungssystem steht still

In Thailand steht der Entschluss fest: Bis Mitte Mai sind alle Schulen geschlossen. Dies bringt einige Herausforderungen für unsere Projektverantwortlichen mit sich.

In Thailand haben alle Schulen von Mitte März bis Mitte Mai dieses Semesters geschlossen. Wie vom Bildungsministerium mitgeteilt wurde, wird das kommende Semester wie geplant am 1. Juli gestartet und somit auch die Schulen wiedereröffnet.

Da durch die Schulschliessung auch unsere Mitarbeitenden in Thailand eingeschränkt sind bei der Durchführung der Projekte werden nun neue Möglichkeiten gesucht. Vorerst wird für das kommende Semester vorgearbeitet und Hilfe bei der Koordinierung der Pandemiemassnahmen bereitgestellt. Das heisst unter anderen die Erfassung der Anzahl von Kindern, Jugendlichen, Lehrern und Gemeinden, die Mundschutzmasken benötigen, sowie die Koordination mit Regierungsstellen und Organisationen des privaten Sektors zur Beschaffung von Maske und Handwaschgel für Kinder und Erwachsen.

Auch in vollem Gange ist die Bereitstellung von Übungsbögen zum Lesen und Schreiben in Thailändisch, damit während der schulfreien Zeit die Kinder von zuhause aus etwas für die Schule tun können. Diese werden entweder in gedruckter Form ausgeteilt, oder wenn möglich digital übermittelt. Allerdings haben in einigen Regionen des Landes viele Menschen keinen Zugang zu Internet.

07.04.2020

Notverordnung mit landesweiter Wirkung

Das Coronavirus breitet sich in Thailand zunehmend aus. Das Bildungssystem war bisher dank der Sommerferien noch nicht betroffen. Dies könnte sich jedoch mit zunehmenden Infektionszahlen ändern.

Am 24. März erklärte der Premierminister eine Notverordnung mit landesweiter Wirkung. Es wird noch keine Ausgangssperre verhängt, aber alle werden aufgefordert, sich zu Hause aufzuhalten. Apotheken sind weitgehend geöffnet, die meisten Banken ebenfalls. Restaurants wiederum dürfen nur Lieferungen anbieten.

Die Landesgrenzen sowie einige Provinzen sind geschlossen. AusländerInnen dürfen vorerst nicht mehr nach Thailand einreisen, mit der Ausnahme von DiplomatInnen, WarenlieferantInnen und Personen, die eine explizite Erlaubnis des Premierministers haben. Air Asia und Thai Airway hat den Flugbetrieb eingestellt.

Da noch bis zum 15. Mai Schulferien in Thailand sind, war das Bildungssystem bislang von der Krise nicht betroffen. «Jedoch ist noch unklar, ob die Schulen rechtzeitig geöffnet werden können», sagt unsere Länderverantwortliche Su Suriyamonton

Zurzeit steigt die Zahl von Corona-Infizierten täglich um über 100. Die Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Personen belief sich am 30. März auf 1524. Davon sind bislang 9 gestorben, 127 weitere erholen sich bereits vom Virus.

Unsere thailändischen Mitarbeitenden arbeiten momentan Projekte für nach der Krise aus. «Es ist immer noch möglich, ins Büro arbeiten zu gehen. Die meisten arbeiten momentan aber von zuhause aus.», berichtet unsere Länderverantwortliche. Die Regierung wird ab dem 4. April für drei Monate kostenloses Internet zur Verfügung stellen.

24.03.2020

Schattenseite der Schliessungen

Die Schliessungen der meisten Geschäfte und Läden in der Hauptstadt Bangkok hat dazu geführt, dass aufs Wochenende viele Arbeiter in die Provinzen zurückkehrten. Dies gibt Anlass zur Sorge, dass sich das Virus landesweit ausbreitet.

Derzeit zählt Thailand 821 Erkrankte, 23 davon in Chiang Mai im Norden des Landes, wo sich auch das Länderbüro der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi befindet. Auch in dieser Region sind viele Orte geschlossen worden, wo Menschen zusammenkommen. Unsere Mitarbeitenden arbeiten seither im Homeoffice. Zwei Mitarbeitende eines Projektpartners seien laut Su Suriyamonton unter Quarantäne gestellt worden, da sie letzte Woche an einem Treffen in Bangkok teilnahmen und die Landeshauptstadt als Ausbruchszentrum gilt. Darum sei die Angst auch gross, dass die zahlreichen Arbeiterinnen und Arbeiter das Virus nun in ihre Heimatregionen tragen und so im ganzen Land verbreiten würden. Ein weiterer Mitarbeiter einer Partnerorganisation befindet sich ebenfalls in Quarantäne, da ein Familienmitglied einer erkrankten Person ausgesetzt war. Mittlerweile sind laut unserer Länderverantwortlichen alle Projekte zu einem gewissen Grad von der Situation betroffen. Positiv sei in der jetzigen Situation, dass die Schülerinnen und Schüler zwischen Mitte März und Mitte Mai ohnehin Schulferien haben. Die meisten Sitzungen und Treffen seien bereits verschoben worden. «Das Projektteam ist zudem daran, Lösungen wie beispielsweise Online-Konferenzen zu finden.»

19.03.2020

Der Krise Positives abgewinnen

Thailand zählt aktuell 272 Corona-Fälle, Tendenz steigend. Unsere Länderverantwortliche Su Suriyamonton über den Einfluss des Virus auf unsere Projekte und über Chancen, die sich aus dieser ausserordentlichen Lage heraus ergeben.

«Die Situation mit dem Corona-Virus macht mich manchmal etwas paranoid», schildert Su Suriyamonton ihre persönliche Empfindung. An öffentlichen Orten wie Flughäfen oder Restaurants fühle sie sich nicht sicher. Von den bisher bestätigten Fällen kommen 88 Prozent aus der Millionenmetropole Bangkok. Die Auswirkungen des Virus spürt man aber auch in den abgelegenen Projektregionen der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Beispielsweise im Karenni Flüchtlingslager an der Grenze zu Myanmar. Dort sei die Einreise nicht mehr erlaubt, auch nicht für das Projektpersonal, erzählt die Länderverantwortliche. «Daher wurden alle Schulungen und Folgeaktivitäten im Lager ausgesetzt, um eine Ansteckung zu verhindern.» Tangiert von der Situation sind auch alle Projektreisen, die öffentliche Verkehrsmittel oder Flüge erfordern. Im Länderbüro versucht man daher so gut es geht, auf Mietwagen umzusteigen. Die gestern angeordneten zweiwöchigen Schulschliessungen werden zu Verschiebungen bei den Projektaktivitäten führen. In ganz Thailand sind gemäss Zahlen der Unesco 12'990'728 Kinder und Jugendliche von den Schliessungen der Bildungsstätten betroffen.

Su Suriyamonton kann der Ausnahmesituation aber auch Positives abgewinnen. Es gebe viel weniger Staus und die Benzinpreise seien reduziert. Noch wichtiger findet sie, dass man die aktuelle Ausnahmesituation zum Anlass nehme, um über zukünftige Formen von Bildung nachzudenken. «Es ist an der Zeit, sich ernsthaft mit dem E-Learning auseinanderzusetzen.» Das Lehren und Lernen von Zuhause aus sei nicht nur für abgelegene Regionen attraktiv. «Es schont die Umwelt, da weniger Autos auf den Strassen sind und dadurch weniger CO2 ausgestossen wird.» Und mit einem Augenzwinkern merkt sie an, dass das Corona-Virus auch die traditionelle thailändische Art der Begrüssung fördere. Beim Wai werden die Handflächen vor dem Oberkörper zusammengelegt. Je höher die Hände gehalten werden, umso höher ist der Respekt der empfangenden Person gegenüber.

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