Ein Jahr im Kinderdorf

22.01.2019 - 09:29 | Ulrich Stucki

Was erwartet uns im Jahr 2019? Wohin werden wir steuern? Diese Frage stellen sich wohl die meisten zum Jahreswechsel. Auch die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist gespannt, was im neuen Jahr alles passieren wird, denn es wird ein intensives Jahr. So viel ist bereits klar.

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Ulrich Stucki verschafft sich im Austauschprojekt der Jugendlichen aus Mazedonien und Bülach einen Einblick.

2018 war mein erstes Jahr als Vorsitzender der Geschäftsleitung. Ein spannendes Jahr voller Überraschungen, neuen Arbeitskolleginnen und -kollegen und einem Arbeitsort, der in seiner Art wohl nahezu einzigartig ist. Jeden Morgen bringen mich die Appenzeller Bahnen hinauf nach Trogen. Aufgrund der Steigung und der vielen Haltestellen nicht gerade schnell, aber doch mit einem konstanten und sicheren Tempo. Und jeden Tag müssen meine Mitarbeitenden und ich das letzte, steilste Stück von Trogen ins Kinderdorf zu Fuss bewältigen. Ganz oft kommt mirdie Arbeit im Kinderdorf auch so vor. Wir gehen zwar stetig vorwärts, aber es gibt immer wieder «Haltestellen». Und ein Weg, der aufwärtsführt, verlangt mehr Energie als einer, der hinuntergeht. Energie braucht es auch, sich unermüdlich für unsere Schulprojekte im Ausland einzusetzen. Es braucht auch Energie, Spenden zu sammeln, um alles finanzieren zu können. Und natürlich ist das letzte Stück, die letzte Meile im Marathon, das anstrengendste. Doch wir gehen diesen Weg jeden Tag aufs Neue, allen Widrigkeiten zum Trotz. Mit diesem Elan und dieser Ausdauer wollen wir auch in diesem Jahr gemeinsam als Stiftung vorwärts- und aufwärtsgehen.

Im vergangenen Jahr wurden die Weichen gestellt für eine Neu- und Weiterentwicklung der Stiftung. Denn in regelmässigen Abständen stellt sich die Stiftung die Frage: Stimmt unsere Ausrichtung noch? Wie müssen wir uns organisieren und definieren, um zeitgemäss und somit nachhaltig wirken zu können? Denn die Probleme der Welt verändern sich im Laufe der Zeit. Nur eines ist gewiss, es braucht nach wie vor Hilfe. Es sind immer noch Millionen von Kindern weniger privilegiert, leben in Armut, haben keinen Zugang zu Bildung. Bildung aber bedeutet die Welt. Daher wird sich die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi auch im neuen Jahr, mit aller Kraft und dank Ihrer wertvollen Unterstützung, dafür einsetzen, dass die Kinder dieser Welt eine gute Bildung erhalten. Daher werden wir unser Engagement in diesem Jahr weiter ausbauen. Wir erweitern beispielsweise unsere interkulturellen Austauschprojekte und freuen uns, in diesem Jahr 25 Prozent mehr Kinder und Jugendliche im Kinderdorf begrüssen zu dürfen. Auch in unseren Projekten in Südosteuropa, Zentralamerika, Ostafrika und Südostasien sollen insgesamt 155 000 Kinder unterstützt werden – rund 10 000 mehr als im vergangenen Jahr.

Die Bedeutung einer guten Bildung ist unumstritten und weltweit anerkannt. Ein zentraler Artikel der Kinderrechtskonvention räumt jedem Kind das Recht ein, Zugang zu einer qualitativ guten Bildung zu erhalten. Diese wichtige Errungenschaft der Vereinten Nationen wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Für die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ein Grund zu feiern. Daher haben wir «30 Jahre Kinderrechte» zum Motto des Stiftungsjahres 2019 bestimmt. Wie ein roter Faden wird sich dieses Thema durch unsere Anlässe und Projekte ziehen. Wir werden zum Beispiel unser Sommerfest, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im August stattfindet, unter das Motto Kinderrechte stellen. Für Gross und Klein wird es viel zu erleben, spielen und entdecken geben. Unsere Familiensonntage am 10. März und am 19. Mai werden sich ebenfalls diesem wichtigen Thema widmen. Und selbstverständlich werden wir am eigentlichen Geburtstag der Kinderrechte, am 20. November, das Jubiläumsjahr mit einem grossen Finale beenden.

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