Das Mögliche tun – für das Wohl der Kinder

In Honduras vereitelt die Corona-Pandemie Lehrpersonen-Weiterbildungen in natura. Darum hat unsere lokale Partnerorganisation virtuelle Ausbildungsprogramme konzipiert, in denen Methoden zur Förderung eines friedlichen Schulklimas, zum Kindeschutz oder zur Konfliktlösung vermittelt werden.

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Lehrpersonen wie Adilia Castro hat die Weiterbildung geholfen, Konflikte besser lösen oder Lernumgebungen schaffen zu können, in denen sich Kinder positiv entwickeln.

Am 13. März 2020 verfügte die Regierung von Honduras die Schliessung der Schulen und die Aussetzung von Veranstaltungen als Folge der ersten Fälle von Covid-19 im Land. Zweifellos hat die Pandemiesituation einen Paradigmenwechsel bei den Entwicklungsprojekten ausgelöst, der ein Umdenken in der Vorgehensweise und in der Erzielung von Ergebnissen erforderlich macht. Laut einer durchgeführten Studie der nationalen Universität in Honduras verfügten vor der Covid-19-Pandemie 89 Prozent der Primar- und Sekundarschullehrpersonen nicht über die technologischen Kompetenzen, um online zu unterrichten. Nichtsdestotrotz ermutigte das Bildungsministerium die Lehrkräfte landesweit, trotz der gravierenden technologischen Kluft, mit der sie und die Familien konfrontiert sind, konsequent über das Internet zu unterrichten.

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und ihre lokale Partnerorganisation Comisión de Acción Social Menonita (CASM) setzen sich im Projekt «Ich komme zurück, lerne und bleibe» seit 2017 dafür ein, zurückgekehrte Migrantenkinder zu unterstützen und mit sozio-emotionaler und pädagogischer Unterstützung von Lehrkräften und Schulleitenden wieder in den Schulalltag zu integrieren. Die Corona-Pandemie hat die Möglichkeiten, Lehrerinnen und Lehrer zu schulen und weiterzubilden massiv eingeschränkt. Auf der Plattform von Google Classroom hat CASM darum einen virtuellen Ausbildungsprozess entwickelt, mit dem attraktive und relevante Ressourcen und Inhalte vermittelt werden können.

«Das Wenige, das getan werden kann, bedeutet unter den gegenwärtigen Bedingungen viel – insbesondere für das Wohl der Kinder.»

Adilia Castro – Lehrerin

Eine dieser Weiterbildungen widmet sich «Tausende Hände», einer Methode der psychosozialen Unterstützung, die an den Projektschulen der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi zur Förderung eines friedlichen Schulklimas eingesetzt wird. In dieser Methodik werden Begegnungen zwischen Lehrpersonen und Familien gefördert, um dadurch die Kinder besser zu schützen und ihnen zu helfen, die Herausforderungen des täglichen Lebens effektiv zu bewältigen. Lehrpersonen lernen weiter, wie sie Konflikte lösen können oder wie sie Lernumgebungen schaffen können, in denen sich Kinder positiv entwickeln.

Eine der Teilnehmerinnen der virtuellen Weiterbildung war Adilia Castro. Sie ist Lehrerin und Beraterin an der Hochschule Perla del Ulúa in der Gemeinde El Progreso. Adilia Castro hat durch die Online-Ausbildung wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Diese hat sie genutzt, um ihre Schülerinnen und Schüler und deren Familien mit Erziehungsstrategien zu unterstützen, die auf Respekt, rechtzeitiger Beaufsichtigung, positiver Stärkung und klarer Vermittlung von Erwartungen mit Schwerpunkt auf den Kinderrechten basieren.

An ihre Schule versucht Adilia Castro auch die anderen Lehrpersonen von den Vorzügen der Methode zu begeistern. «Sie hilft, sich seiner Schülerinnen und Schüler und ihrer Emotionen bewusster zu bleiben, sie zu unterstützen und zu ermutigen, ihr Studium fortzusetzen – insbesondere unter den Bedingungen der Abriegelung und des damit verbundenen Stresses.» Die Lehrerin schlägt vor, die Art und Weise des Lehrens zu überdenken, traditionelle Lehrpläne hinter sich zu lassen und nach anderen Alternativen zu suchen, damit Jungen und Mädchen Zugang zu Bildung haben. Adilia Castro arbeitet auch eng mit Familien zusammen, um aufzuzeigen, wie man Kinder mit Liebe und Respekt erziehen kann. Sie tut dies über Textnachrichten, Anrufe oder andere Alternativen, die eine rechtzeitige Nachbetreuung und Begleitung ermöglichen und so die Widerstandskraft der Kinder und Familien stärken. «Das Wenige, das getan werden kann, bedeutet unter den gegenwärtigen Bedingungen viel», ist Adilia Castro überzeugt, «insbesondere für das Wohl der Kinder.»

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