Der Radiobus ist wieder auf Tour

01.09.2020 - 09:35 | Sabrina Schönenberger

Nach einer viermonatigen Zwangspause ist der Radiobus der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi wieder an verschiedenen Schulen unterwegs. Die sechste Klasse der Primarschule Altendorf SZ durfte als erste wieder an einem Radioprojekt teilnehmen.

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Der Radiobus steht auf dem sonnigen Pausenplatz der Primarschule Altendorf. Immer wieder machen sich Kinder vor dem Bus für ihre Sendung bereit. Aufgeregt wiederholen Levin und seine drei Freunde ihren Text, den sie zusammen für ihren Beitrag vorbereitet haben. Eine Gruppe Mädchen stellt sich im Kreis auf und versucht, ihre Nervosität mit schnellen Bewegungen abzuschütteln. Andere Kinder bleiben lieber auf der Seite und üben noch einmal für sich alleine. Die Türe geht auf, Levin nimmt gespannt seinen Platz hinter einem der Mikrofone ein und setzt sich die Kopfhörer auf. Das Licht aussen am Radiobus leuchtet rot und die Sendung beginnt. Die Schülerinnen und Schüler in Altendorf sind begeistert, dass sie einmal live im Radio über ihre Hobbys, privaten Erlebnisse oder den Schulalltag berichten dürfen. So auch Levin. Er interviewt seine Freunde über deren Herkunft, da alle aus einem anderen Land stammen. «Es ist wirklich cool, selbstständig zu arbeiten», meint Levin. Die Stimmung ist ausgelassen. Alle freuen sich, nach der Coronapause endlich wieder Zeit miteinander verbringen zu können. Am Tatendrang der Schüler merkt man sofort, wie wichtig ihnen ihr Beitrag ist und wie viel Zeit sie mit dem Schreiben verbracht haben. Immer wieder bringen sie neue Ideen für ihren Beitrag ein und fragen nach Verbesserungsvorschlägen, um ihren Beitrag noch interessanter und ansprechender gestalten zu können.

«In dieser Woche habe ich gelernt, wie ich sicherer vor Menschen reden kann und wie das Radiomachen funktioniert.»

Maki – Schülerin

Veränderungen in Corona-Zeiten

Natürlich geht die Corona-Pandemie auch an den Radioprojekten nicht spurlos vorbei. So wird neuerdings Hygiene bei den Projekten gross geschrieben. Obwohl mehr Mikrofone im Bus zur Verfügung stehen, werden nur vier davon genutzt, sodass der vorgegebene Sicherheitsabstand zwischen Radioteam und Schulkindern gewährleistet ist. In der Mitte des Radiomobils hängt neu eine Plexiglasscheibe: So wird jedes Risiko während der Aufzeichnung verhindert und die Kinder und Mitarbeitenden werden vor einer Ansteckung geschützt. In jeder Mittagspause und an jedem Abend wird der Radiobus gründlich desinfiziert. Die Gäste, welche die Schülerinnen und Schüler in ihre Sendung eingeladen haben, müssen telefonisch zugeschaltet werden. Und auf den persönlichen Besuch der Eltern musste leider verzichtet werden. «Die Natürlichkeit der Kinder half mir, sehr schnell wieder locker zu agieren, so hat nicht mal die Plexiglasscheibe gestört.» Samantha Kuster, Pädagogin Radioprojekte. Auch in der Primarschule gibt es einige Veränderungen. So stehen an jedem Eingang Spender mit Desinfektionsmittel. Die Klassenzimmer werden nun nicht mehr einmal pro Woche geputzt, sondern jeden Abend gründlich desinfiziert. «Es wird besonders darauf geachtet, dass die Kinder auch bei kleineren Anzeichen einer Erkrankung zuhause bleiben. Damit können allfällige Weiteransteckungen weitgehend eingedämmt werden», erklärt Christoph Stäuble, Lehrer in Altendorf.

Versteckte Talente

Die drei Nachwuchstalente Luke, Noah und Julian beschäftigen sich mit dem Thema «Umwelt- und Tierschutz». Sie sitzen im Radiobus als hätten sie bereits jede Menge Erfahrung. Locker sprechen sie ihren Beitrag deutlich ins Mikrofon. «Es ist mega cool, selbst einen Beitrag zu erstellen und ihn dann live zu präsentieren», schwärmt Luke. Die Lehrkräfte der Primarschule Altendorf und das Radioteam sind begeistert davon, welche Talente in den Schülerinnen und Schülern schlummern. Zuvor eher unscheinbare Kinder blühen richtig auf, sobald sie hinter dem Mikrofon sitzen und Aufmerksamkeit erhalten. «Die Schülerinnen und Schüler konnten sich voll und ganz auf das Radiomachen konzentrieren und haben die Woche trotz fehlenden Publikums auf dem Schulhof sehr genossen», so Samantha Kuster.

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