Ein Monat im Kinderdorf

18.11.15 | Martina Schmid

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi bietet in verschiedenen Bereichen Praktika an. Während einem halben Jahr können junge Leute direkt im Kinderdorf in ihrem Gebiet praktische Erfahrung sammeln. Eine Praktikantin berichtet.

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Martina Schmid, Praktikantin Marketing und Kommunikation. © Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Seit mehr als einem Monat arbeite ich nun bei der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi im malerischen Trogen. Als Praktikantin im Bereich Marketing & Kommunikation schreibe ich – Überraschung! – Blogartikel, verfasse Texte, führe Interviews und versuche, Ordnung in die Bild­daten­bank zu bringen. Ich bin also so etwas wie die Allrounderin, die alles erledigt, was gerade ansteht. Und dabei jede Menge lernt.

Von CREPs, PDs und der SKP

Den ersten Tag verbrachte ich damit, mir das Abkürzungs­vokabular der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi (SKP – meine erste grosse Erkenntnis) anzueignen. Danach wurde ich in die Tätigkeiten der Stiftung eingeführt. So erzählten mir Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen, mit was sie sich tagtäglich so befassen. Die PDs (Program Directors) sind die Verantwortlichen für die unterschiedlichen Regionen, in denen die Stiftung tätig ist. Unter ihnen sind die CREPs (Country Representatives), die aus den Ländern selbst kommen und dort die bildungsfördernden Projekte überwachen. Die interkulturellen Austauschprojekte im Kinderdorf durfte ich mir direkt selber ansehen. So konnte ich beispielsweise mazedonischen und Schweizer Kindern zusehen, wie sie sich durch Spiele und lustige Aufgaben langsam annäherten und kam in den Genuss von weissrussischen Süssigkeiten sowie serbischen Tänzen, die im Rahmen eines Länderabends präsentiert wurden.

«Ich bin jedes Mal gespannt, woher die Kinder und Jugendlichen kommen, die jeweils zwei bis drei erlebnisreiche Wochen im Kinderdorf verbringen.»

Martina Schmid – Praktikantin Marketing und Kommunikation

Reges Leben im Kinderdorf

Während der Woche wohne ich im Personalhaus des Kinderdorfes. Eigentlich bin ich mit dem Gedanken «jetzt habe ich endlich Zeit, alles zu erledigen, was ich schon immer erledigen wollte» hierhergekommen. Denn Trogen kann man nun beim besten Willen nicht belebt oder ereignisreich nennen – ganz im Gegenteil zum Kinderdorf. Auf meinem zweiminütigen Arbeitsweg spaziere ich immer wieder neben neu angekommenen Reisebussen vorbei, beschriftet in verschiedenen osteuropäischen Sprachen. Ich bin jedes Mal gespannt, woher die Kinder und Jugendlichen kommen, die jeweils zwei bis drei erlebnisreiche Wochen im Kinderdorf verbringen. Auch die anderen Wochenaufenthalter, die bei der Stiftung arbeiten, sind immer offen für Unterhaltungen, einen Jass oder eine Runde Tischfussball. Zudem ist das Appenzellerland wunderschön und für Wander- sowie Joggingfreude definitiv ein Erlebnis.

Freundlichkeit als Arbeitsmoral

Arbeiten im Kinderdorf ist um einiges weniger kompliziert, als in anderen Unternehmen. Die Regel ist: Alle sind per Du. Am Mittag in der Cafeteria (wo es übrigens köstliches Essen gibt) sind alle durchmischt. So kann man sich mit allen Angestellten freundlich unterhalten, seien es Köche, der Hauswart, jemand vom technischen Dienst, die Geschäftsleitung, eine Auszubildende, andere Praktikanten, Programmverantwortliche…

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