Ein Schritt in die richtige Richtung

26.09.2018 - 10:30 | Romina Bösch

Mosambik leidet heute noch unter den Folgen des Bürgerkrieges, der zwar mit dem Friedensabkommen von 1992 in Rom beendet wurde, aber immer wieder auszubrechen droht. Naturkatastrophen wie Dürre und Überschwemmungen führten zudem dazu, dass rund 70 Prozent der Einwohner unter der Armutsgrenze leben. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi engagiert sich seit letztem Jahr vor Ort für eine bessere Zukunft der Kinder und Jugendlichen in Mosambik.

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Rund 70 Prozent der Kinder können nach Abschluss der Primarschule die einfachsten Sätze nicht lesen und schreiben.

Im Februar 2017 gab der Stiftungsrat des Kinderdorfes Pestalozzi nach umfangreichen Abklärungen das Einverständnis für die Entwicklungszusammenarbeit in Mosambik. Dieses Land wurde aus mehreren Gründen ausgewählt. 1975 erklärte Mosambik die Unabhängigkeit von der ehemaligen Kolonialmacht Portugal. Ein Jahr später verfiel das Land in einen Bürgerkrieg, der bis 1992 dauerte und unter dessen Folgen das Land heute noch leidet. Mosambik gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Das Land braucht Unterstützung, besonders im Bereich der Bildung.

Mangelnde Grundausbildung

Lesen, Schreiben, Rechnen: Fähigkeiten, die unabdingbar sind, um später eine Berufsausbildung absolvieren zu können und die darum bereits im Kindesalter erlernt werden sollten. Nicht so in Mosambik. Rund 70 Prozent der Kinder können nach Abschluss der Primarschule die einfachsten Sätze nicht lesen und schreiben. Hinzu kommt eine hohe Schulabbruchrate. Nur 30 Prozent der Kinder schliessen die Primarschule ab. Doch viele Kinder bekommen gar nicht erst die Chance, am Unterricht teilzunehmen. Obwohl die Schulen kostenlos sind, wird ein Viertel der Kinder nicht eingeschult – mehrheitlich Mädchen. Viele Eltern erwarten von ihren Kindern nicht den Einsatz auf den Schulbänken, sondern zu Hause: Sie sollen zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und das familiäre Einkommen aufbessern.

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Rund 2000 Kinder lernen im ersten Projekt in Mosambik lesen und schreiben.

Unzureichende Infrastruktur

Die Infrastruktur, die den Kindern als Ort des Lernens angeboten wird, ist oftmals unzureichend. Der Zugang zu Wasser und Toiletten ist gegeben, diese sind jedoch nicht funktionsfähig und müssen zwingend renoviert werden. Die Klassenzimmer sind meist so überfüllt, dass der Unterricht in zwei oder drei Schichten stattfinden muss. Die wenigen, schlecht bezahlten Lehrpersonen sind meist nicht genügend ausgebildet und es fehlt ihnen an Fachwissen und Schulmaterial, um den Kindern die Schulbildung zu geben, die sie verdienen.

Massnahmen und Ausblick

Im Juli 2018 startete das erste Projekt in Mosambik, in welches sechs Schulen involviert sind. Dabei wird das Lehrerpersonal geschult, den Schulstoff in den Grundfächern Lesen, Schreiben und Rechnen den Schülern besser zu vermitteln. Ein erstes Ziel ist, die Fähigkeiten von knapp 2000 Primarschülern zu verbessern. Zudem soll die hohe Schulabbruchrate reduziert werden. Den Kindern soll Schulmaterial zur Verfügung stehen, und es sollen Räumlichkeiten geschaffen werden, in denen sie lernen und somit ein Fundament für ihr Leben bauen können. Weiter setzt sich die Stiftung für eine Renovation der sanitären Einrichtungen ein. Ganz wichtig ist es zudem, die Eltern in das Projekt einzubeziehen. Es soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Bildung der Schlüssel für eine bessere Zukunft ist.

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