Ein Tag im Leben der emPower-Studierenden

02.10.15 | Laura Lily Martinez

Während acht Monaten leben und studieren junge Erwachsene im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Die Studierenden absolvieren den emPower-Lehrgang, der sich an Personen richtet, welche für die Partnerorganisationen der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi tätig sind. In diesem Jahr wohnen neun Frauen und fünf Männer aus sieben Ländern gemeinsam unter einem Dach. Die 23jährige Laura Lily Martinez aus Honduras berichtet aus dem Alltag der jungen Menschen.

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Laura Lily Martinez und weitere emPower-Studierende. © Stiftung Kinderdorf Pestalozzi
Für die Studentinnen und Studenten des emPower-Lehrgangs startet der Tag zwischen sieben und acht Uhr mit Duschen und Frühstücken. Einige kochen sich etwas, andere trinken lediglich einen Kaffee um aufzuwachen – und jemand eilt noch in die Küche des Kinderdorfes Pestalozzi, um die Liste für das Mittagessen abzugeben. Um fünf vor neun Uhr verlassen alle das emPower-Haus, um rechtzeitig im Kursraum zu sein. Doch irgendjemand von uns ist immer zu spät dran. Der Unterricht beginnt um neun Uhr, meistens mit einem Aufwärmspiel. Danach starten wir mit den Themen des Tages, die wir meist in Gruppen diskutieren. Am Mittag bringen jeweils zwei Studierende das Essen aus der Küche in unser Haus, und auch die anderen kümmern sich in der Mittagszeit um die ihnen zugewiesenen Aufgaben. Das Einhalten der Ämtli gehört zu den grössten Herausforderungen für uns Studierende, insbesondere das Putzen der Küche, der Badezimmer und der restlichen Räume im Haus. Die meisten Unstimmigkeiten haben wir nämlich wegen des Putzens. Denn da wir nach dem Unterricht Berichte schreiben, uns für Meetings treffen oder eben Putzen müssen, bleiben nur noch die Wochenenden als freie Zeit für uns. Einige von uns machen Ausflüge, andere bleiben im Kinderdorf in Trogen und ruhen sich aus. Dass wir etwas unter Druck sind, hat aber auch positive Seiten. Denn so lernen wir, unsere Zeit einzuteilen und die Aufgaben so zu verteilen, dass es für alle stimmt und jeder seinen Teil zum Zusammenleben beitragen kann.

«Es ist nicht immer einfach, herauszufinden, wie man den anderen gewisse Dinge am besten mitteilt, und ob man jede unterschiedliche Idee und Meinung richtig versteht. »

Laura Lily Martinez – Teilnehmerin Weiterbildungsprogramm emPower
Eine weitere Herausforderung ist die Kommunikation. Es ist nicht immer einfach, herauszufinden, wie man den anderen gewisse Dinge am besten mitteilt, und ob man jede unterschiedliche Idee und Meinung richtig versteht. Sehr schön ist, dass wir Studentinnen und Studenten uns sehr nahe stehen und immer versuchen, einander zu helfen. Etwas vom besten des gemeinsamen Zusammenlebens ist nämlich, dass wir aufeinander Rücksicht nehmen und füreinander sorgen. Wir lernen viel über andere Kulturen, Länder, verschiedene Wörter in anderen Sprachen, das traditionelle Essen und eben auch die unterschiedliche Art und Weise zu kommunizieren. Das ist eine sehr gute Erfahrung, bei der wir bewusst tolerant sind und andere Meinungen sowie eine andere Art zu denken akzeptieren. Wir lernen dabei, dass auch andere etwas gut machen, auch wenn es nicht auf dieselbe Weise ist wie man es selber macht.

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