Eine Reise von Belarus in die Schweiz

Thu, 03/09/2017 - 09:57 | Christina Brun

Jedes Jahr nehmen Kinder und Jugendliche aus Belarus an Bildungsprojekten im Kinderdorf Pestalozzi teil. Die Kooperation mit dem Verein «Vertrauen» aus Belarus besteht seit 2005.

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Irina Arinowitsch ist eine der Gründerinnen der Zusammenarbeit zwischen Belarus und der Schweiz. Für Irina war bereits sehr früh klar, dass das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen den Jugendlichen eine unglaubliche Chance bietet. «Die Menschen in Belarus haben Angst. Immer wieder gab es in unserem Land oder in den Nachbarländern Krieg. Viele haben die Hoffnung verloren», so Irina.

Zu Beginn der Zusammenarbeit stand der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Die Nachwirkungen der Tschernobyl-Katastrophe waren noch immer stark zu spüren. Damals bekamen die Kinder vor allem die Chance, gesundheitlich zu regenerieren. Heute liegt der Hauptfokus mit den Jugendlichen aus Belarus auf dem Austausch mit anderen Ländern und der Förderung des friedlichen Zusammenlebens. Auch in Belarus werden die Menschen immer stärker mit dem sogenannten Fremden konfrontiert. Die Kulturen vermischen sich und Rassismus und Diskriminierung ist ein Problem. «Für uns ist es von enormer Wichtigkeit, dass die jungen Menschen in unserem Land lernen, mit anderen Kulturen umzugehen», meint Irina.

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Für Irina ist es ein Geschenk nach Trogen zu reisen und jedes Jahr diesen Austausch zu erleben. «Die Themen, die hier behandelt werden, haben in unserem normalen Schulalltag keinen Platz. Zudem wird hier die Kreativität und Fantasie der Jugendlichen gestärkt», sagt Irina. Zurück in Belarus ist das persönliche Bild der Kinder und Jugendlichen ein ganz anderes als zuvor. «Sie zeigen gegenüber Lehrpersonen, Eltern, aber auch gegenüber dem Fremden viel mehr Respekt und Offenheit», so Irina weiter. Nicht nur die Kinder dürfen so einiges aus dieser Zeit im Kinderdorf mitnehmen, auch die erwachsenen Begleitpersonen erfahren viel Neues, welches ihnen auf ihrem weiteren Weg hilft.

Die meisten Kinder stammen aus eher ärmlichen Verhältnissen und könnten sich eine solche Reise nie leisten. Dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und drei Winterthurer Rotary Clubs in der Schweiz ist dieser Austausch möglich.

Mit einem Lächeln im Gesicht und ein wenig feuchten Augen meint Irina zum Schluss: «Die Arbeit des Kinderdorfes Pestalozzi ist sehr wichtig und notwendig für die Kinder und Jugendlichen. Es gibt ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ich bedanke mich herzlich für diese Arbeit.»

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