Geschichten aus Südosteuropa

Aufgrund von familiären Umständen haben Heimkinder in Moldawien oftmals die Schule nur unregelmässig besucht. Ihre schulischen Leistungen sind dementsprechend ungenügend. Die Kinder und Jugendlichen leiden unter einem seelischen Trauma und haben Mühe, sich in den normalen Schulalltag zu integrieren. Sie werden von Mitschülerinnen und Mitschüler oft gehänselt und von deren Eltern oder sogar den Lehrkräften ausgegrenzt. Dem wirkt ein Projekt der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi entgegen.

Das Projekt startete im Jahr 2015 mit einem Kinderheim und einer Schule. Letztes Jahr konnten wir unser Engagement auf insgesamt sechs Kinderheime und acht Schulen ausweiten. Welchen Einfluss das Projekt hat und wie wichtig die Kinderheime in Moldawien sind, erzählen Ihnen die Direktorin des Kinderheims in Hincesti Larisa Dragomir und die Heilpädagogin Gusciuc Nadejda.

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In Südosteuropa leben viele verschiedene Ethnien mit jeweils einer eigenen Kultur. Wegen ethnischen Konflikten, welche bereits oft zu Kriegen in der Region geführt haben, gibt es bis heute Spannungen und Diskriminierung zwischen den Bevölkerungsgruppen. In unseren Projekten bringen wir Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen zusammen und ermöglichen damit einen offenen Dialog über verschiedene Meinungen und Vorstellungen mit dem Ziel, das friedliche Zusammenleben zu fördern.

Nadja aus Serbien und Igor aus Mazedonien sind Teil unserer Projekte. Lesen Sie Ihre Geschichte und erfahren Sie mehr von ihren Erlebnissen und Erkenntnissen.

Nadja aus Serbien

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Mit ihren Eltern und ihrem Bruder wohnt Nadja in Nis, der drittgrössten Stadt Serbiens im Südosten des Landes, wo mindestens sechs verschiedene ethnische Minderheiten leben. Obwohl die Schülerin keiner ethnischen Minderheit oder einer anderen sozial diskriminierten Gruppe angehört, ist sie sensibilisiert für deren Probleme und daran interessiert, diese zu lösen. «Ich helfe anderen Menschen gerne», betont Nadja. So war es für sie klar, dass sie an den Workshops für Kinderrechte teilnimmt, die von der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi an ihrer Schule angeboten werden. Von Anfang an war sie begeistert: «Ich war inspiriert und motiviert, mich für Kinder­rechte ein­zu­setzen.»

In diesem Zusammenhang reiste Nadja auch ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen. Ihr dort erworbenes Wissen gibt sie zuhause direkt ihren Mit­schüler­innen und -schülern weiter. Sie blickt mit Begeisterung auf ihren Aufenthalt im Appenzellerland zurück: «Dieses Projekt half mir, selbstbewusster zu werden. Es zeigte mir auf, wie wichtig Kinderrechte sind und die Sensibilisierung dieses Themas für Kinder und auch für Erwachsene.» 

In ihrem Engagement für die Rechte von Kindern wird Nadja auch von ihren Eltern unterstützt. «Ich liebe das Projekt, denn damit komme ich meinem Traum einen Schritt näher», erklärt Nadja. Sie möchte später für ein Hilfswerk arbeiten und Kindern helfen, ein besseres Leben zu führen.

Igor aus Mazedonien

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Der 18-jährige Igor ist ein sehr engagierter junger Mann. Er ist Präsident des Schülerrates am Gymnasium Goce Delcev in Kumanovo, Mazedonien, und setzt sich in dieser Funktion für seine Schulkameraden ein. Ihm ist es wichtig, dass sich die Schule weiterentwickelt, damit alle Kinder in Mazedonien von einer Verbesserung des Schulsystems profitieren können.

«Ich will erreichen, dass Kinder aus allen Bevölkerungsgruppen unterrichtet werden und gute Zukunftsperspektiven haben», sagt er bestimmt.

Der 18-Jährige ist Mazedonier und hat viele albanisch sprechende Freunde. Normalerweise werden die Kinder verschiedener Kulturen getrennt unterrichtet. Das Projekt der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi bringt albanische und mazedonische Schulkinder zusammen. «Zu Beginn war ich skeptisch, als ich die Jugendlichen aus anderen Kulturen kennenlernte», gesteht Igor. Er ergänzt: «Nun habe ich meine Vorurteile überwunden und bin dankbar, neue Freunde gefunden zu haben.»

Gemeinsam mit ihnen besucht er eine Schule, von der er sehr überzeugt ist. «Wir haben die besten Lehrkräfte und gute Lernmöglichkeiten», schwärmt Igor. Aus diesem Grund liebt er es, die Schule zu besuchen und ergänzt begeistert: «Dank dieser Unterstützung kann ich später Soziologie studieren.»

Dank Ihrer Unterstützung entstehen solche Erfolgsgeschichten wie die von Nadja oder Igor. Helfen Sie uns mit einer Spende, damit junge Menschen zu offenen und toleranten Persönlichkeiten heranwachsen können.

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