Jahresbericht 2019: Südostasien

08.06.2020 - 11:02 | Christian Possa

Geht es um politische Errungenschaften, liegen Erwartung und Enttäuschung oft nahe beisammen. In Laos steckt viel Hoffnung in der von der Regierung initiierten Entwicklung des Bildungssektors, in Thailand ist die Bevölkerung desillusioniert, da die neue Regierung keine Veränderungen brachte.

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Anfang 2019 glaubten viele Menschen in Thailand daran, dass mit dem Ende der Militärjunta viele Dinge besser würden. Die neue Regierung hat sie eines Besseren belehrt. Im Hintergrund ist immer noch das Militär an der Macht, im Kabinett sitzen zahlreiche korrupte und eigennützige Politiker, und die wirtschaftliche Lage der Mehrheit der Bevölkerung hat sich weiter verschlechtert. Ein Lichtblick für die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi im Jahr 2019 war die Konferenz über Integration, Mobilität und mehrsprachige Bildung im asiatisch-pazifischen Raum. Dort präsentierte unser Länderbüro eine wichtige Publikation zu den Methoden zur Entwicklung von mehrsprachigen, auf Muttersprache basierenden Bildungsansätzen.

In Laos hat die Regierung unterstützt von Entwicklungspartnern damit begonnen, einen Entwicklungsplan für den Bildungssektor auszuarbeiten. «Wir erwarten einen grossen Wandel, der zu relevanter Bildung für ethnische Minderheiten führen wird», sagt Khamseng Homdouangxay. Blickt der Länderverantwortliche auf das Jahr 2019 zurück, so zählt das neu entwickelte Handbuch für die Vermittlung von indigenem Wissen zu seinen Höhepunkten. «Es ist vom Bildungsministerium genehmigt und wird jetzt in allen Ausbildungsstätten für Lehrpersonen im Land gelehrt.»

In Myanmar sind die bewaffneten Konflikte im Nordosten und Westen des Landes 2019 weiter eskaliert. Auch im Südosten des Landes kam es zu sporadischen kämpferischen Auseinandersetzungen. Gleichzeitig fanden im Land verschiedene Friedensgespräche statt. International sieht sich Myanmar mit einer Klage am Internationalen Gerichtshof wegen Menschenrechtsverletzungen gegenüber der Rohingya konfrontiert. Im März haben das Bildungsministerium und das Ministerium für natürliche Ressourcen und Umweltschutz unsere Kriterien für Ökoschulen auf nationaler Ebene anerkannt. Jetzt können theoretisch alle 48 892 Schulen im Land ihr Schulsystem nach dem Vorbild unserer sauberen und grünen Schulen umstellen.

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