Jahresbericht 2019: Südosteuropa

04.06.2020 - 16:15 | Christian Possa

Die politische Grosswetterlage beeinflusst die Arbeit der Stiftung direkt. Ist Nordmazedoniens Strategie hin zu einer geeinten Gesellschaft ganz im Sinne der Projektinterventionen, verunsichern intransparente Prozesse in Serbien oder der Regierungswechsel in Moldawien.

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Auch wenn hohe Armutsraten, Arbeitslosigkeit und Migration in Nordmazedonien immer noch die wichtigsten sozioökonomischen Probleme darstellen, bewegt sich die Regierung mit ihrem Konzept zum Aufbau einer geeinten Gesellschaft in die richtige Richtung. «Das Konzept stimmt voll mit den Interventionen des Kinderdorfes im Bereich der interethnischen Beziehungen und der interkulturellen Bildung überein», sagt Azbija Memedova. Besonders erfreulich findet es die Länderverantwortliche, dass 2019 von der Stiftung angeregte Änderungen im neu verabschiedeten Grundschulgesetz Einzug gehalten haben. Das Gesetz schützt die Beteiligungsrechte der Kinder an der Entscheidungsfindung und enthält Massnahmen zum Zugang zu Bildung für Kinder, die das Einschulungsalter überschritten haben, aber noch nicht eingeschult sind.

In Serbien hat der EU-Beitritt nach wie vor hohe Priorität, die dafür nötige rechtsverbindliche Vereinbarung mit dem Kosovo ist aber noch ausstehend. Im Bildungsbereich ist eine neue Strategie in Ausarbeitung. «Der Prozess der Entwicklung ist jedoch wenig transparent, sodass wir nicht wissen, wie die Hauptrichtung des Bildungssystems sein wird», sagt die Länderverantwortliche Slavica Kijevcanin.

Die politische Lage in Moldawien bleibt instabil. Die Neuwahlen führten zu Neubesetzungen in allen Ministerien. Diese Wechsel und der damit verbundene Wissensverlust stellt die Umsetzung bereits genehmigter Bildungsprogramme infrage. Arbeitsbedingte Migration führt zu einer riesigen Anzahl von Kindern, die zurückgelassen werden. Das Institut für Migrationspolitik spricht von 100 000 Sozialwaisen. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi nimmt sich dieser Problematik mit dem neuen Projekt «Bildungs- und sozialpsychologische Integration von Sozialwaisen» an.

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«Es ist inspirierend, Menschen aus allen Teilen des Landes zu treffen, die erkennen, was falsch läuft und aufzeigen, wie es verändert werden kann.»

Ian, 18 – Moldawien

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