Kinder im Zentrum- damals wie auch heute

01.06.17 | Manuela Flattich

Von 1996 bis 2000 war Mô Bleeker verantwortlich für die Auslandshilfe der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Im Interview blickt die heutige EDA-Sonderbeauftragte für Vergangenheitsbewältigung auf 35 Jahre Entwicklungszusammenarbeit der Stiftung zurück.

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Frau Bleeker, lange agierte die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi von drei Orten aus: vom Kinderdorf Pestalozzi in Trogen, von der Administration in Zürich sowie vom Standort der Auslandshilfe in Fribourg. Wie funktionierte der Austausch untereinander?

Als ich meine Stelle antrat, traf ich auf drei Teams, die an drei verschiedenen Orten arbeiteten; also drei nebeneinander lebende Kulturen in einer Stiftung. Wir trafen uns regelmässig, um über gemeinsame Ziele und Methoden zu sprechen. Die Zusammenlegung nach Trogen war meiner Meinung die richtige Entscheidung, da wir so unsere Synergien stärken und die gemeinsamen Kräfte bündeln konnten.

«Alle Aktivitäten nur noch im Kinderdorf zu planen, war die richtige Entscheidung. »

Damals hatte die Stiftung unter anderem Projekte im Libanon, in Kambodscha und Rumänien. Aufgrund welcher Faktoren wurden Projektländer ausgewählt?

Der Entscheid, international tätig zu werden, kam vor allem mit dem Wunsch, dass Kinder ihre Heimat nicht verlassen müssen und in ihrem gewohnten kulturellen Umfeld Unterstützung erhalten. Anfänglich wurden vor allem Projekte in Ländern unterstützt, von denen vorgängig Kriegs- und Waisenkinder im Kinderdorf untergebracht wurden. Später wurde das Spektrum ausgeweitet, wobei die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi vor allem anstrebte, lokalen Gemeinschaften, Behörden und Regierungen zu helfen, um die Bedingungen für Waisenkinder zu verbessern.

Noch heute sind Sie im internationalen Kontext tätig. Wie hat sich Ihrer Meinung nach die Hilfe im Ausland über die Jahre entwickelt?

Die internationale Gemeinschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel über die Ursachen und Konsequenzen von gewalttätigen Konflikten, die Folgen von Ungleichheiten und die Bedeutung der Parti-zipation von lokalen Akteuren gelernt. Das sind einige der Punkte, die in der Entwicklungszusammenar-beit heute unbedingt mitberücksichtigt werden müssen. Externe Akteure verstehen heute besser, wie sie unterstützend mitarbeiten können – mit und neben ihren Partnern vor Ort. Solange sich die Stiftung Kin-derdorf Pestalozzi weiterhin an neue Bedürfnisse anpasst und in Partnerschaft arbeitet, bin ich überzeugt, dass das Kinderdorf künftig das nationale Symbol für solidarisches Handeln zum Wohle von Kindern bleibt.

«Hilfe bedeutet heute, in enger Partnerschaft zu handeln, nicht etwas vorzuschreiben. »

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