Ein zweiter unvergesslicher Sommer

Vasilissa hat im Kinderdorf letzten Sommer eine Lagerwoche erlebt, die ihr in bester Erinnerung geblieben ist und Lust auf mehr geweckt hat. Spricht die 15-Jährige über ihre Erfahrungen, schwingt viel Freude und Dankbarkeit mit.

rs19109_20210721_summercamp-36_v3_unscharf-scr
Das Kinderdorf ist Vasilissa ans Herz gewachsen: Im Ferienlager 2020 und im Summer Camp 2021 konnte die 15-Jährige ihr Selbstbewusstsein stärken und Freundschaften knüpfen, die bis heute halten.

«Im Ferienlager habe ich viele interessante Menschen getroffen und ich konnte diverse Freundschaften knüpfen, die bis heute halten», schwärmt Vasilissa in ihrem Dankesbrief ans Kinderdorf. Gerade in Zeiten von Corona seien diese Freundschaften ausserhalb ihrer Klasse noch wertvoller als sonst.

Über den eigenen Schatten springen

Im Austausch mit den anderen Teilnehmenden lernte die gebürtige Russin auch die Schweiz besser kennen und begann, Schweizerdeutsch zu lernen. Ein für sie bedeutender Schritt, wie sie in ihrem Schreiben betont: «Weil ich mich in einer neuen Gruppe befand, konnte ich diesen Schritt einfacher wagen. Im Kinderdorf habe ich mich weiterentwickelt und kehrte dadurch auch selbstbewusster in die Schule zurück.»

Als im Frühjahr 2021 die Anmeldeunterlagen für das Summer Camp im Briefkasten ihrer Eltern landen, rechnet Vasilissa nicht damit, an einem weiteren Lager teilnehmen zu können. Sie lässt es sich aber nicht nehmen, ihren Dankesbrief ans Kinderdorf mit der Anfrage zu senden, ob man ihr nochmals einen unvergesslichen Sommer ermöglichen könne.

«Im Kinderdorf habe ich mich weiterentwickelt und kehrte dadurch auch selbstbewusster in die Schule zurück.»

Mehr Tiefgang dank Workshops

Vier Monate später sitzt Vasilissa unter einem Baum im Kinderdorf und strahlt: «Als ich erfuhr, dass ich ins Summer Camp kann, habe ich mich riesig gefreut.» Im Gegensatz zum Ferienlager ist das internationale Summer Camp stärker mit Workshops strukturiert, die sich verschiedenen Themen wie Identität oder Diskriminierung widmen. In den Augen der 15-Jährigen macht genau dies den Charme dieses interkulturellen Austauschprogrammes aus. «Im Summer Camp habe ich realisiert, dass man in Diskussionen stets versuchen muss, sein Gegenüber zu verstehen.» Es bringe nichts, wenn man stur an seiner eigenen Meinung festhalte, anstatt offen zu sein für Kompromisse.

«Im Summer Camp habe ich realisiert, dass man in Diskussionen stets versuchen muss, sein Gegenüber zu verstehen.»