Nachwuchs rockt powerup_radio

07.09.2020 - 16:56 | Christian Possa

Sie sind jung, sie lieben Radio und sie investieren ihre Freizeit dafür: die mobilen ReporterInnen. Die Radiopädagoginnen Mariel Diez und Samantha Kuster über ein neues Projekt, das zu einem grossen Teil von der Begeisterung der Teilnehmenden lebt.

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Ein eingespieltes Team: die Pädagoginnen und «Mobile Reporter»-Projektverantwortlichen Samantha Kuster und Mariel Diez.

Was steckt hinter dem Projekt «Mobile Reporter»?

Mariel Diez: Wir hatten nach Projekten immer wieder Kinder und Jugendliche, die vom Radiomachen begeistert waren und unbedingt weitermachen wollten. Bisher fehlten uns aber die Ressourcen, um den Gedanken weiterzuverfolgen. Dies änderte sich mit dem Zugang von Samantha bei powerup_ radio.

Wie ist das Projekt angelaufen?

Samantha Kuster: Wir sind vergangenen November mit sechs Kindern gestartet. Inzwischen sind vier weitere Teilnehmende dazugekommen, die unseren Radiobus am Kinderrechtstag auf dem Bundesplatz gesehen hatten.

Mariel Diez: Wichtig ist auch zu betonen, dass sie das in ihrer Freizeit machen. Wir dachten anfangs, dass die Euphorie mit der Zeit nachlassen und es Wechsel geben würde. Die Kinder sind aber immer noch sehr motiviert. Lediglich ein Schüler, der noch sehr jung und zu Beginn schon unsicher war, hat aufgehört.

Was unterscheidet das Projekt «Mobile Reporter» von anderen Radioprojekten?

Mariel Diez: In klassischen Projekten ist es manchmal schwierig, eine richtige Beziehung zu den Kindern aufzubauen. Man hat mit einer ganzen Klasse oder einem ganzen Schulhaus zu tun und wenig Zeit. An dem Punkt, an dem man sie wirklich kennenzulernen beginnt und ihre Potenziale erkennt, ist es schon wieder vorbei. Zu den mobilen ReporterInnen können wir über einen längeren Zeitraum eine Beziehung aufbauen.

Siehst du das ähnlich, Samantha?

Total. Zu sehen, wie sich Kinder entwickeln und wie sie aufblühen, das erlebt man auch in einer Projektwoche. Es ist dann aber meist nur ein kurzes Aufflackern, und man denkt: «Wow!» Und dann ist es schon wieder vorbei. In diesem Projekt können wir die Teilnehmenden noch gezielter fördern.

Was für Entwicklungen beobachtet ihr bei den mobilen Reportern?

Samantha Kuster: Dass sie sehr stolz darauf sind, was sie schaffen. Und dies zu Recht. Im Lockdown hatte ich einmal ein virtuelles Treffen auf Zoom einberufen. Eine Mutter erzählte mir später, dass ihr Sohn durchs ganze Haus gelaufen sei und stolz verkündet habe, dass er jetzt dann gleich ein Meeting habe. Ich glaube, dass sich die Kids von uns geschätzt fühlen und dass sie es mögen, dass sie im Lead sind und dass sie wichtig sind.

Mariel Diez: Es ist schön, zu beobachten, dass sie den Mut haben, Neues auszuprobieren. Die Corona-Sendung #powerupverbindet wurde jeweils am Donnerstag auf Englisch geführt, um auch alle Zuhörenden aus den Austauschprogrammen zu involvieren. Tobias hat sich darauf eingelassen und ohne viel Vorbereitungszeit Interviews mit Jugendlichen aus Serbien und Nordmazedonien geführt. Das sind sehr starke Momente, wenn wir ihnen neue Herausforderungen geben und sie statt «Nein, lieber nicht» sagen: «Doch, ich probiere das.»  

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