Raus aus dem Haus

04.09.2020 - 12:15 | Sereina Meienhofer

Ist sie die nächste Mona Vetsch? Schon bald ein Jahr ist Jana als Radioreporterin unterwegs und berichtet über verschiedene Themen. Ihr Juli-Beitrag war besonders abenteuerlustig.

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Spontan, flexibel, wissensdurstig: Jana in einem Interview als mobile Reporterin.

Sei es über Volleyball, über digitale Bücher oder über Kinderrechte, Jana spricht gerne. Am liebsten im Radio. Im Juli redete die Reporterin über ein ganz besonderes Erlebnis: ihre Sommerferien. Die aktive und naturverbundene Familie verbrachte den Sommer im Freien. «Wir haben abgemacht, dass wir nicht ins Haus gehen», erzählt Jana. Der Garten ist gross. Vom Pool über das Tipi bis zu einem ausgebauten Zirkuswagen: Die Familie ist ausgerüstet, um die Wochen unter freiem Himmel zu verbringen. Esel, Ziegen, Hasen und Hühner freuen sich auf Gesellschaft. Auch kulinarisch fehlt es an nichts. Mit Feuerstellen, einem Campingherd und einem Pizzaofen lassen sich schmackhafte Menüs zaubern. Den Teig für das selbst gebackene Brot bereits geknetet, den Schlafsack im Tipi ausgerollt, meint Jana mit einem Schmunzeln: «Diesen Radiobeitrag muss ich wohl im Zelt schneiden.»

«Wenn ich das Aufnahmegerät einschalte, konzentriere ich mich nur noch auf das Interview.»

Ein Herz fürs Radio

Letztes Jahr fand in Janas Schule eine Radioprojektwoche statt, die ihre Leidenschaft für das Radio entfachte. Als kurz darauf die Einladung zur mobilen Reporterin ins Haus flatterte, war für Jana klar, dass sie dabei sein wollte. Anfangs fühlte sich die Zwölfjährige überrumpelt. «In der Schule konnten wir uns lange vorbereiten, als Mobile Reporter hatten wir nach fünf Minuten unsere erste Livesendung.» Den Sprung ins kalte Wasser meisterte Jana bestens. «Ich habe schnell gemerkt, dass es sich besser anhört, wenn ich frei spreche. » Ihre Sendungen bereitet Jana
deshalb stichwortartig vor. Akribisch wiederholt sie ihre Aufnahmen wieder und wieder, bis sie zufrieden ist. «Es nervt mich, wenn ich in meinem Beitrag ein Wort habe, das ich einfach
nicht richtig rüberbringen kann», sagt sie selbstkritisch.

«Die Wertschätzung gibt enormes Selbstvertrauen.»

Judith Unterseer-Angehrn – Mutter von Jana

Die eigene Lernkurve zeichnen

Jana hat vom Radioteam viel profitiert: «Wir haben gelernt, wie man Leute für ein Interview anfragt und sie davon überzeugt, mitzumachen.» Die Eltern unterstützen ihr Vorhaben. «Die Wertschätzung, die Jana erhält, gibt ihr enormes Selbstvertrauen», meint ihre Mutter stolz. Dennoch braucht es manchmal Mumm. Wer hat schon mit zwölf Jahren ein Interview mit einem Mitarbeitenden der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde durchgeführt? Nervös sei sie manchmal schon. Das lege sich aber schnell. «Wenn ich das Aufnahmegerät einschalte, konzentriere ich mich nur auf das Interview», sagt Jana selbstbewusst. Als mobile Reporterin investiert die frische Oberstufenschülerin viel Zeit. Doch das stört Jana nicht, ganz im Gegenteil: «Das Radio gehört zu meiner Freizeit.»

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