Kinderrechte ernst nehmen

18.02.2020 - 16:43 | Veronica Gmünder

Einige Kinder beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Fussballspielen, Malen oder Lesen, andere mit ihren Rechten als Kinder. Im November haben 55 Kinder an der Kinderkonferenz intensiv über ihre Rechte diskutiert und Forderungen erarbeitet, wie die Kinderrechte besser umgesetzt werden können – sei es in der Schule, der Politik oder der Gesellschaft.

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Mit Unterstützung von pädagogischen Fachkräften erarbeiten die Kinder ihre Forderungen.

Obwohl die Kinderrechte seit 30 Jahren bestehen, sind sie auch in der Schweiz noch zu wenig verankert. Immer wieder werden Verstösse gegen die Kinderrechte publik. Kinder erfahren davon in der Schule oder vielleicht zu Hause von ihren Eltern. 55 Kinder aus der Deutschschweiz wollten aktiv werden und haben sich deshalb für die Kinderkonferenz angemeldet. So zum Beispiel auch Claire: «Ich möchte, dass sich mehr Menschen an die Kinderrechte halten.» An der Konferenz befassten sich die Knaben und Mädchen mit den Themen Kinderarbeit, Social Media sowie dem Kinderrechtsbericht Schweiz und den erarbeiteten Forderungen.

Forderungen gehen nach Bern

Eine der Forderungen der Kinder lautet zum Beispiel: «Wir fordern, dass keine Produkte mehr in die Schweiz importiert werden dürfen, die von Kindern hergestellt werden.» Damit sie auch im Bundeshaus Gehör finden, werden die Kinder in diesem Frühling ihre Forderungen nach Bern tragen. Unterstützt werden sie dabei von den Kinderlobbyistinnen der Kinderlobby Schweiz, Linda Estermann und Yael Bloch: «Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche eine Stimme im Bundeshaus haben», sagt Bloch.

«Wir fordern, dass keine Produkte in die Schweiz importiert werden dürfen, die von Kindern hergestellt werden»

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Anna überlegt sich, was sie unter Kinderarbeit versteht.

Mitreden ist gefragt

Im Kinderdorf erhielten die Knaben und Mädchen bereits eine Stimme. Sie konnten nämlich ihre Regeln, wie beispielsweise die Nachtruhe oder wie und ob die Smartphones genutzt werden dürfen, selber aushandeln. Und natürlich kam während der Konferenz das Recht auf Freizeit auch nicht zu kurz. Sobald die Workshops beendet waren, vergnügten sich die Kinder auf dem Fussballplatz oder im Jugendtreff.

«Die Kinder werden die Ergebnisse der Konferenz als Botschafterinnen und Botschafter in die Schulen, Familien und Gemeinden bringen.»

Kinder sind Botschafterinnen und Botschafter

Die Kinderkonferenz im Kinderdorf fand bereits zum vierten Mal statt und ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände sowie der Kinderlobby Schweiz. Projektleiter Julian Friedrich ist zufrieden: «Die Kinder werden die Ergebnisse der Konferenz als Botschafterinnen und Botschafter in die Schulen, Familien und Gemeinden bringen.»

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