Ausbilden, sensibilisieren, ermächtigen

Im September 2019 startete die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi im Bezirk Mbozi im Südwesten Tansanias ein neues Projekt. Das Ziel: 12000 Schülerinnen und Schülern Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen. Von ersten Erfolgen und bestehenden Herausforderungen.

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass Mitte März bis Ende Juni 2020 sämtliche Schulen in Tansania geschlossen werden mussten. Nichtsdestotrotz führten die Projektaktivitäten bereits zu konkreten Resultaten. So haben beispielsweise dreitägige Trainings mit 24 Kinderschutzkomitees stattgefunden. Der Schwerpunkt: Kinderrechte sowie die Rolle und Verantwortung der Kinderschutzkomitees als Gremium. Ebenfalls haben über 2500 Eltern und Gemeindemitglieder an Sensibilisierungstreffen zu den Kinderrechten und zur Wichtigkeit von Bildung teilgenommen. «In der Folge haben Eltern an 13 Projektschulen damit begonnen, Lebensmittel für die Schülerinnen und Schüler zu spenden», berichtet Olais Mungaya, Projektmanager der lokalen Partnerorganisation Southern Highlands Participatory Organisation.

«Die Kinder haben damit begonnen, ihr Wissen ihren Mitschüler*innen weiterzuvermitteln – einschliesslich der Wichtigkeit, die Schule täglich zu besuchen.»

An allen 20 Projektschulen haben fünftägige Workshops mit Lehrpersonen unterschiedlicher Stufen stattgefunden. Ziel der Weiterbildungen war es, den Lehrerinnen und Lehrern neue Lehrmethoden an die Hand zu geben, mit denen sie – speziell in den Fächern Lesen, Schreiben, Rechnen sowie Englisch und Naturwissenschaften – wirkungsvoller unterrichten können. Die Lehrkräfte hätten auch gelernt, wie sie selber Lern- und Unterrichtshilfen entwickeln können, so Olais Mungaya.

An den 20 Schulen des Projektes «Unterstützung im Bildungsprozess für Kinder in Mbozi» nehmen mittlerweile 1080 Kinder an Schulklubs (Mädchenthemen, Kinderrechte, Umweltschutz und Gesundheit) teil. Was Olais Mungaya besonders freut: «Die Kinder haben damit begonnen, ihr Wissen ihren Mitschüler*innen weiterzuvermitteln – einschliesslich der Wichtigkeit, die Schule täglich zu besuchen.» 2018 lag die Anwesenheitsrate an den Grundschulen noch bei 80 Prozent. Bis 2022 soll sie dank der Massnahmen im Projekt auf 90 Prozent ansteigen. Gleichzeitig habe sich im Verlauf der Ausbildungen in den Kinderklubs gezeigt, dass viele Kinder ihre Rechte nicht kannten und auch nicht wussten, wie sie ihre Stimme erheben sollten, um Hilfe zu erhalten. Als Folge dieser Beobachtung werden zukünftig noch mehr Auffrischungskurse für Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler stattfinden. Ähnliches habe sich während der Schulungen der Kinderschutzkomitees beobachten lassen, sagt Olais Mungaya. «Die Gemeinschaften waren sich der Verfahren zum Schutz von Kindern und deren Entwicklungsprozesse nicht bewusst.»

Projektaktivitäten

Ergebnisse

  • Eltern aus 13 Projektschulen haben damit begonnen, Lebensmittel für Schüler*innen in ihren Schulen zu spenden.
  • 1088 Frauen und 1500 Männer haben an Treffen zur Sensibilisierung der Gemeinschaft teilgenommen.
  • 242 Männer und 184 Frauen haben an Trainings für Kinderschutzkomitees teilgenommen (Kinderrechte, Rollen, Verantwortlichkeiten).
  • 1080 Kinder aus den Schulklubs (Mädchen-, Kinderrechts- und Umweltklubs) der 20 Projektschulen haben an Trainings teilgenommen.
  • 36 Lehrerinnen und 14 Lehrer haben an Trainings zu Lesen, Schreiben und Mathematik teilgenommen.
  • 43 Lehrerinnen und 91 Lehrer haben an Trainings zu partizipativen Lehrmethoden teilgenommen.
  • 171 Mitglieder des Schulmanagements haben an Trainings teilgenommen.
  • Als Antwort auf Covid-19 wurden 7574 Bücher, 1500 Stifte und 1500 Bleistifte an 3337 Schüler*innen der 4. bis 7. Klassen in 20 Schulen verteilt.
  • Als Antwort auf Covid-19 wurden in den Projektdörfern über 10000 Poster, Flyer, Broschüren zu Präventions- und Hygienemassnahmen verteilt.

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