«Jeder Moment des Unterrichts war mir eine wahre Freude.»

Die Coronavirus-Pandemie hat vor allem die ärmsten Kinder getroffen. In Nordmazedonien konnten viele nicht vom Onlineunterricht profitieren, da ihnen die entsprechenden Geräte fehlten. Um sie in ihrem Bildungsprozess zu unterstützen, erhielten 149 Roma-Kinder Tablets und Nachhilfeunterricht.

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Durch die Bereitstellung der Geräte wollte die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi verhindern, dass Kinder die Schule abbrechen. Durch den Onlineunterricht konnte das Wissen weiterhin vermittelt werden und die Kenntnisse in den Hauptfächern wurden mit zusätzlichem Nachhilfeunterricht während des Sommers verbessert. «Dieses ganze Projekt war sehr unterstützend für Schulkinder, die keinen Zugang zu digitalen Geräten hatten, aber auch für diejenigen, die Probleme hatten, mit dem Schulstoff Schritt zu halten», berichtet die Länderverantwortliche Azbija Memedova zufrieden.

Lernen macht Spass

Der Nachhilfeunterricht war ein wichtiger Teil des Bildungsprozesses, besonders bei Kindern aus sozial schwachen Familien. «Wir glauben fest daran, dass die Nachhilfe wichtig zur Bekämpfung des Schulabbruchs sein kann», erklärt Azbija Memedova. Durch die Nachhilfe lernen die Schüler Arbeits- und Lerngewohnheiten, die sie ein Leben lang anwenden werden. Diese Fähigkeiten werden sie darauf vorbereiten, ihre Ziele innerhalb und ausserhalb der Schule erfolgreich zu definieren und zu erreichen. Auch das Selbstvertrauen der Kinder wird gestärkt, wie die Aussage von der 13-jährigen Zekija beweist: «Ich weiss, dass ich einen Fortschritt gemacht habe und dass ich für das nächste Schuljahr bereit bin.» Auch mit den Lehrpersonen sei sie sehr zufrieden. «Ich hatte die besten Lehrpersonen, die sich wirklich bemüht haben und es geschafft haben, das Material aus verschiedenen Fächern zu vermitteln.» Ähnlich sieht es der 12-jährige David, der wie Zekija die 8. Klasse besucht. Ihm hat insbesondere der IT-Unterricht gefallen. Er vermisse ihn schon jetzt. «Unsere Lehrerin hat all unseren Fragen zu Computern, Computerspielen, Sozialen Medien und all den anderen Dingen, die mit diesem Thema verbunden sind, grosse Aufmerksamkeit geschenkt.»

Ebenso Lehrpersonen profitieren

Vom Erfolg des Projektes ist auch Englischlehrerin Elena überzeugt: «Während des Sommerunterrichts haben wir mit den Kindern einige Hindernisse in Bezug auf Grammatik, Wortschatz und korrekte Aussprache überwunden.» Ferner haben sie verschiedene und nützliche Themen besprochen, die das Leben und die Schule betreffen. «Jeder Moment des Unterrichts war mir eine wahre Freude.» Informatik-Lehrerin Miki sieht in dem Projekt eine grosse Möglichkeit, den Kindern zu zeigen, dass man sich wirklich um sie kümmere und sie mit Freude unterrichte. «Es ist uns gelungen, ein gutes Stück Unterrichtsstoff aufzuholen und gleichzeitig Spass zu haben.»

«Wir glauben fest daran, dass die Nachhilfe wichtig zur Bekämpfung des Schulabbruchs sein kann.»

Azbija Memedova – Länderverantwortliche Nordmazedonien
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Azbija Memedova, Länderverantwortliche der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, hat das Projekt begleitet.

Azbija Memedova hat das Projekt als Länderverantwortliche in Nordmazedonien begleitet. Im Interview berichtet sie, wie sich die Schulsituation aufgrund von Covid-19 verändert hat und mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert waren.

Wie sieht die Schulsituation aufgrund von Covid-19 aus?

Mit dem Beginn der Pandemie bewertete das Team die Situation in den Schulen. Die Ergebnisse bestätigten, dass die Schulschliessungen und die Umstellung auf den Onlineunterricht grössere negative Auswirkungen auf Kinder hatte, die in Armut leben oder Kinder mit einer Behinderung. Die erhaltenen Daten von der Grundschule Braka Ramiz und Hamid, eine der Partnerschulen mit der grössten Anzahl von Roma-Kindern im Land, zeigten, dass fast die Hälfte nicht am Onlineunterricht teilnahm. Gleichzeitig wurde der Bedarf an zusätzlicher Nachhilfeunterstützung für diese Schüler während des Sommers bestätigt, da sie einen Grossteil des Schulstoffes verpasst haben.

Welche Herausforderungen gab es?

Wie im Abschlussbericht bestätigt wurde, nahm eine kleine Anzahl von Schülerinnen und Schülern nicht regelmässig am Nachhilfeunterricht teil, da es keinen Strom- und Internetzugang gab.

Welche Erfolge konnte das Projekt aufgrund von Online-Ausbildungen erzielen?

Alle 149 Schülerinnen und Schüler besuchten bis zum Ende des Schuljahres, 10. Juni 2020, regelmässig den Unterricht. Ausserdem wurden von zwölf Lehrkräften insgesamt 492 Online-Nachhilfestunden in acht Fächern durchgeführt, an denen 134 Kinder regelmässig teilgenommen haben. Die Schlussauswertung der ausgefüllten Fragebögen lässt darauf schliessen, dass sie sehr zufrieden waren und an weiteren Nachhilfestunden teilnehmen würden, da sie diese als nützlich und interessant empfunden haben.

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