Lernerfolg dank lokaler Lehrpläne

Im Norden von Thailand haben kontextualisierte Lehrpläne geholfen, die Qualität der Bildung zu verbessern und sie für die dortigen Kinder zugänglicher zu machen.

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In der Natur über die Natur lernen: Kräuterkunde Unterricht mit Mor Jo La Boonkerd Wana.

«Im Alter meiner Schülerinnen und Schüler kannte ich alle Bäume im Wald», erzählt Kräuterkunde- und Handwerkslehrer Mor Jo La Boonkerd Wana. Er habe sie nicht nur zu nennen gewusst, sondern auch anwenden können. «Heute wissen die Kinder nicht einmal die Namen, obwohl sie diese aufgeschrieben haben.» Dass vieles nicht mehr wie früher von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben wird, unterstreicht für ihn die Notwendigkeit, lokales Wissen in den regulären Schulunterricht zu integrieren. Im Projekt «Verbesserte Bildungsqualität für ethnische Minderheiten» hat sich die Kontextualisierung der Lehrpläne als Schlüsselelement erwiesen, um die Qualität der Bildung in den abgelegenen Bergregionen der Tak Provinz an der Grenze zwischen Myanmar und Thailand zu verbessern. Ergänzend hat sich der intensive Fokus auf die Weiterbildung von Lehrpersonen in kindzentrierten und interkulturellen Lehrmethoden ausbezahlt.

Aktive Teilnahme am Unterricht

Dara Daumaleedoi unterrichtet seit vier Jahren an der Saw kea Kla Primarschule. Über die Jahre ist zwischen ihr und ihren Schülerinnen und Schülern eine vertraute Beziehung entstanden. Wenn sie in der Klasse beispielsweise mit Unterrichtsmaterial aus dem Projekt arbeitet, ist sie blitzschnell von zwei Dutzend neugierigen Kindern umringt. «Oft können sie es am Morgen kaum erwarten, zu erfahren, was sie heute lernen werden.» In ihren Augen ist dies der Beweis dafür, dass gezielte Sprachlehrmethoden oder Medien wie die grossformatigen Bildergeschichten die Neugier der Schülerinnen und Schüler wecken. Als sie ihre Stelle antrat, seien die Kinder sehr schüchtern gewesen. «Wenn ich heute nach einer Freiwilligen frage, rennen alle los und streiten sich beinahe darum.»

Über Kultur zum Selbstwertgefühl

Kräuterkunde-Lehrer Mor Jo La Boonkerd Wana wuchs in einer Zeit auf, zu der es in seinem Dorf noch keine Schule gab. Alles was er weiss, lernte er von seinen Eltern oder von den Älteren im Dorf – und der 66-Jährige weiss eine ganze Menge. «Ginge ich in den Wald und würde alles mitnehmen, was ich kenne, wäre dies mehr, als ich auf meinem Rücken tragen kann.» Einen Teil dieses lokalen Wissens versucht das Projekt über angepasste Lehrpläne in den Unterricht zu integrieren. Der Schwerpunkt der neuen Lehrpläne liegt darauf, die Kinder zum Lernen, Verstehen und Respektieren ihrer Kultur zu ermutigen, um durch den Lernprozess Selbstwertgefühl und kulturelle Wertschätzung zu schaffen.

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