Netzwerkerin mit viel Erfahrung

16.09.2019 - 13:35 | Simon Roth

Seit über 20 Jahren engagiert sich Swe Swe Myint in Myanmar für Kinder. Nun ist sie die Ansprechperson für die lokalen Partnerorganisationen der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.

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Seit 2017 bringt Swe Swe Myint als Länderverantwortliche in Myanmar ihre Erfahrungen ein.

Swe Swe Myint arbeitet in einem komplexen Spannungsfeld. Seit Februar 2017 leitet sie das Länderbüro der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Myanmar. Aus ihrer langjährigen Tätigkeit bei anderen Hilfswerken bringt die Netzwerkerin einen breiten Erfahrungsschatz im Bildungsbereich mit. «Ich engagiere mich für Kinderrechte, deren Schutz und qualitativ hochstehende Schulbildung», sagt Swe Swe Myint.

Myanmar ist ein Vielvölkerstaat. Auf 676 000 Quadratkilometern leben 51,4 Millionen Menschen. Die Bevölkerung ist religiös und ethnisch bunt durchmischt. Trotzdem ist Burmesisch zurzeit die einzige Schulsprache. Ethnische Minderheiten wie etwa die Karen verstehen die von der Zentralregierung geschickten Lehrpersonen nicht. «Für Kinder ethnischer Minderheiten ist es schwierig, neue Konzepte zu verstehen und kritisches Denken zu entwickeln», sagt Swe Swe Myint. Eines der Projekte zielt deshalb auf die Schaffung eines ausserschulischen Angebots ab, bei dem Kinder in ihrer Muttersprache unterrichtet werden.

«Ich engagiere mich für Kinderrechte, deren Schutz und qualitativ hochstehende Schulbildung.»

Swe Swe Myint – Länderverantwortliche Myanmar

Hilfe zur Selbsthilfe

In den 30 involvierten Projektschulen in der Region, wo die ethnische Minderheit der Karen lebt, bezieht die Stiftung die gesamte Dorfbevölkerung in den Lernprozess ein. Bildungskomitees unterstützen die Schulen darin, nicht nur die Kultur und Sprache der Karen zu leben, sondern auch einen nachhaltigen Umgang mit der Natur zu pflegen. Eine der grössten Herausforderungen, die Swe Swe Myint bei ihrer Arbeit zu bewältigen hat, ist der Aufbau von Kompetenzen der Mitarbeitenden bei den Partnerorganisationen. «Um einen nachhaltigen Wandel herbeizuführen, ist die aktive Teilhabe der Partner zwingend notwendig.» So fliesst das Wissen der Menschen vor Ort in die Projekte ein und wird stetig erweitert.

Lehrpersonen werden zu Themen wie kindzentriertem Unterricht, interkultureller Bildung, Kinderrechten, Kinderschutz und Umweltbildung geschult. Freiwillige Lehrpersonen, die aus der Region stammen und die lokale Sprache sprechen, unterstützen die öffentlich angestellten Lehrpersonen in ihrem Unterricht mit zweisprachigem Schulmaterial. Swe Swe Myint weiss aus ihren früheren beruflichen Engagements, dass die Gemeinschaftsentwicklung für die Nachhaltigkeit eines Projektes eine sehr wichtige Rolle spielt.

Lehrbuch gegen Naturkatastrophen

In den abgeschiedenen Regionen Myanmars führen Naturkatastrophen zu starker Armut. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Umweltschutzdepartement ein Handbuch zur kindgerechten Umweltbildung entwickelt. Dieses stellt sicher, dass die Erziehung der Kinder die Achtung vor der Natur fördert. Zudem unterstützt es Gemeinden darin, Massnahmen zu definieren, die helfen, der Umwelt Sorge zu tragen. Gemeinden und Schülerschaft der Projektregion werden befähigt, ihre Umwelt respektvoll zu behandeln und gut zu pflegen. Dies geschieht unter anderem durch das Pflanzen von Bäumen und den Aufbau eines effizienten Abfallmanagements.

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