Nachhaltigkeit durch Bildung

30.01.2019 - 17:33 | Romina Bösch

Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) bis 2030 zu erreichen, ist ein globales Gemeinschaftsprojekt. Auch die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi leistet ihren Beitrag dazu. Der Fokus der Stiftung liegt vor allem auf dem vierten Entwicklungsziel.

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Gerade mal 12 Prozent der guatemaltekischen Schülerinnen und Schüler können beim Abschluss der Primarschule ausreichend lesen und schreiben.

Das vierte nachhaltige Entwicklungsziel lautet «Bildung für alle». Der Zweck der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi besteht unter anderem darin, sich für die Bildung von Kindern weltweit einzusetzen. Doch auch zu anderen Entwicklungszielen leisten die Projekte der Stiftung einen Beitrag. Dies zeigt ein neues Projekt in Guatemala.

Schritt für Schritt

Das Projekt in Chiquimula, einer Gegend östlich von Guatemala-Stadt, startete im Februar 2018. Die Chortí-Maya-Minderheit lebt in dieser ländlichen Region, die von extremer Armut gekennzeichnet ist. Viele Eltern können sich den Schulbesuch ihrer Kinder nicht leisten und schicken deshalb vorwiegend Mädchen nicht in die Schule. Gleichzeitig sind die Eltern über die Notwendigkeit der Schulbildung zu wenig sensibilisiert und fördern die Bildung ihrer Sprösslinge kaum. Schulabbrüche werden von den Eltern kaum negativ wahrgenommen.

Der Besuch einer Schule in Chiquimula bedeutet nicht zwangsläufig, dort auch etwas zu lernen: Denn die meisten Schulkinder haben in den Grundfächern Lesen, Schreiben und Mathematik unterdurchschnittliche Fähigkeiten. Beim Abschluss der Primarschule können lediglich 12 Prozent ausreichend lesen und schreiben und nur 3 Prozent haben befriedigende Mathematikkenntnisse. Die Gründe dafür sind verschiedene: Lehrpersonen verfügen über zu geringe methodische Kenntnisse, um den Unterrichtsstoff erfolgreich zu vermitteln. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Lehrperson gleichzeitig mehrere Schulstufen in einer Klasse unterrichten muss. Das Bildungsministerium verschliesst die Augen vor diesen Herausforderungen und bietet weder den Lehrpersonen noch den Eltern die nötige Unterstützung.

«Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.»

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und ihre lokale Partnerorganisation Fundacion Educativa Fe y Alegría möchten durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium die Unzulänglichkeiten des Schulwesens überwinden. Der nationale Lehrplan soll überarbeitet werden und eine Hilfestellung für Eltern und Lehrpersonen leisten. Weiter müssen die Lehrkräfte besser ausgebildet werden, damit sie den angepassten Lehrplan erfolgreich anwenden können. Auch müssen die Eltern sensibilisiert werden, wie wichtig eine Schulbildung für die Zukunft ihrer Kinder ist. Fälle, bei denen Kinder drohen, die Schule zu verlassen, sollen einzeln in Zusammenarbeit mit den Eltern, Lehrpersonen und der Schulleitung behandelt werden. Durch dieses Projekt wird 2500 Kindern in 24 Projektschulen eine gute Grundausbildung ermöglicht und ein weiterer Schritt in Richtung «Bildung für alle bis 2030» gemacht.

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