Neu im Kinderdorf: Miriam Zampatti

14.10.14 | Andrea Kern

Flüchtlinge, Gewalt, hungernde und kranke Menschen. Was die meisten Schweizerinnen und Schweizer nur aus den Nachrichten kennen, bedeutete für Miriam Zampatti während fast 15 Jahren Alltag. Ab 1997 war die fröhliche Bündnerin für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes in verschiedenen Ländern weltweit im Einsatz.

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Miriam Zampatti. © Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

«Über die Feldarbeit war ich mit der Not direkt konfrontiert», blickt Miriam Zampatti auf ihre Tätigkeit zurück. Sie besuchte Kinder in Gefängnissen, organisierte Aktivitäten zum Schutz der Zivilbevölkerung und plante die Versorgung von Konfliktopfern mit Nahrungsmitteln. Für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes war Miriam Zampatti unter anderem in Angola, Brasilien, Kolumbien und Pakistan, im Kongo, dem Sudan sowie in Jemen stationiert.

Erste Erfahrungen in Guatemala

Aufgewachsen ist Miriam Zampatti in St. Moritz im Engadin. Während des Gymnasiums jobbte sie als Skilehrerin und brachte dabei sogar sehbehinderte Skifahrerinnen und Skifahrer sicher den Hang hinunter. Ihre Neugierde und die Freude an Sprachen führte sie nach der Matura nach Genf, wo sie in einer Bank arbeitete. Danach folgte das Studium der Internationalen Beziehungen an der Universität St. Gallen. Kurz nach der Dissertation im Jahr 1995 brach sie in die weite Welt auf. «Mich faszinierte die Möglichkeit, dass ich nun in der humanitären Hilfe im Ausland tätig sein könnte.» Erste Erfahrungen sammelte sie in Guatemala, wo sie in einem ländlichen Dorf für eine Schweizer NGO während drei Monaten als Friedensbeobachterin lebte – der Beginn ihres Engagements für Menschen in Not.

«Über die Feldarbeit war ich mit der Not direkt konfrontiert.»

Miriam Zampatti – Leiterin Internationale Programme

Im Gespräch ist zu spüren, wie die 44-Jährige in ihren Erinnerungen kramt, die von Gegensätzen geprägt sind. Wie sie von einer Begegnung mit bewaffneten Rebellen erzählt und einige Momente später die schöne Landschaft anspricht. Wie geht man damit um, wenn man in einem Krisengebiet lebt? «Wir wurden vom IKRK sehr gut vorbereitet und auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht», antwortet sie. Trotz der Risiken blieb ihr in den meisten Ländern Zeit für Ausflüge, um das Land und die Natur kennenzulernen. «Ich kam an Orte, welche Touristen oft verborgen bleiben.» Am meisten beeindruckt hat Miriam Zampatti die Vulkane Kolumbiens, die Altstadt von Jemens Hauptstadt Sana‘a und der Amazonas.

Entdeckungstour auf Langlaufskis

Seit September ist Miriam Zampatti im Kinderdorf als Leiterin Internationale Programme tätig. «Es war immer mein Ziel, eines Tages in die Schweiz zurückzukehren», erklärt sie. Nun habe sich die Gelegenheit ergeben, ihre berufliche Erfahrung und ihr Wissen in die Stiftung einfliessen zu lassen. Sie freut sich darauf, die Gegend wieder neu zu entdecken und im Winter die Langlaufskis anzuschnallen. In ihrer Freizeit hält sie sich mit Jogging fit. Vermehrt möchte sie sich ausserdem ihrem Hobby, der analogen Schwarz-Weiss-Fotografie, widmen sowie Museen besuchen.

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