Neue Schulzimmer für äthiopische Kinder

19.07.2019 - 09:14 | Veronica Gmünder

Alle Kinder sollen die Schule besuchen können. So lautet ein Ziel der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Wenn es aber nicht genug Schulräume hat, muss in die Infrastruktur investiert werden. Wie in Äthiopien, wo die Stiftung kürzlich neue Schulräume einweihen konnte. Ein Graubündner Architekt hat die Partnerorganisation der Stiftung bei dem Bau betreut.

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Ruhe vor dem Sturm: In den neuen Schulzimmern finden bald 80 Kinder Platz.

Das für seine unterschiedlichen Vegetationszonen bekannte Äthiopien überrascht im Südwesten mit grünen, hügeligen Landschaften. In dieser Region werden Kinder aus einem Projekt der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi unterrichtet. Für sie ist heute ein spezieller Tag: Die zwei neuen Klassenzimmer werden eingeweiht.

Die Einweihung ist ein grosses Fest für die ganze Dorfgemeinschaft. Viele Eltern sind gekommen, um der Zeremonie beizuwohnen. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksschulbehörde und des Bildungsdepartementes der South Omo Zone haben sich eingefunden. Lucia Winkler, Programmverantwortliche Ostafrika der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, ist stolz auf das Erreichte. Sie ermutigt die Lehrpersonen in ihrer Eröffnungsrede, den neuen Räumen Sorge zu tragen, damit zukünftig viele Kinder davon Gebrauch machen können. Auch bedankt sie sich bei den Eltern, dass sie ihre Kinder unterstützen und motivieren, in die Schule zu kommen. Selbstverständlich ist das leider nicht: Vielen Kindern mangelt es auf ihrem Bildungsweg an elterlicher Unterstützung.

Ein Mädchen, das hier unterrichtet wird, ist Aster. Ihr Lieblingsfach ist Englisch und Amharisch, die Landessprache Äthiopiens. Die 13-Jährige erzählt von ihrem Traum, später Lehrerin zu werden: «Ich mag es, meinen Geschwistern bei ihren Hausaufgaben zu helfen.» Als Aster später im Unterricht sitzt, wird die Biodiversität behandelt. Der Lehrer erklärt, was Biodiversität ist, und bezieht auch seine Klasse mit ein: «Wofür wird Wasser benötigt?» Viele Jugendliche melden sich zu Wort. «Zum Trinken », antwortet ein Mädchen. «Zum Abwaschen», sagt ein anderes. Weitere Antworten folgen, und der Lehrer nickt zufrieden. Er ergänzt, dass über 70 Prozent der Welt mit Wasser bedeckt ist. Eifrig notieren sich die Jugendlichen in ihren Notizbüchern die Ausführungen, die der Lehrer an die Wandtafel geschrieben hat.

Architekt Daniel Schwitter sieht dem Treiben zufrieden zu. Er hat den Bau betreut und ist glücklich über das Endergebnis: «Ich habe darauf geachtet, dass die Zimmer kinderfreundlich sind, dass genügend Licht vorhanden ist und die Kinder auch vor Regen geschützt sind.»

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Im Unterricht von Aster wird die Biodiversität behandelt.

Daniel Schwitter hat den Bau der zusätzlichen Klassenzimmer in vier Schulhäusern in der Nähe von Jinka im Auftrag der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi betreut. Der Schweizer Architekt bringt viel Erfahrung mit dem Bau von Schulgebäuden mit. Im Interview auf der nächsten Seite lesen Sie mehr über seine Arbeit.

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