Schüler gehen live auf Sendung

Tue, 02/09/2016 - 17:43 | Remo Schläpfer

Am Dienstag ist Radiohören Pflichtprogramm in Gaiserwald. Dann geht die Realkleinklasse des OZ Mühlizelg von 9 bis 11 Uhr live auf Sendung. Im Kanton St. Gallen finden während der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche (IDA) verschiedene Veranstaltungen statt, die den Kontakt zwischen den Religionen unterstützen und fördern wollen. Neu ist dieses Jahr das Radioprojekt «ida on air» für Jugendliche dabei. Egal, ob Moderation oder Drehbuch – die Schüler sind bei ihrer Radiosendung für alles verantwortlich.

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Dominik Gubelmann aus Engelburg (links) und Fabio Cargnel aus Abtwil schneiden die Strassenumfrage für die Radiosendung zusammen. © Urs Bucher

Wie bei FM1

Im Klassenzimmer laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Eine Gruppe macht sich auf den Weg für eine Strassenumfrage zum Thema Vorurteil. Zwei Schülerinnen schreiben das Drehbuch des Radioprogramms. In einer anderen Ecke wird an einer Erkennungsmelodie für die Sendung, einem Jingle, getüftelt. «Das muss klingen wie bei FM1», sagt eine Schülerin.

Die neun Schüler arbeiten seit Monaten am Radioprojekt. Begleitet werden sie von ihrer Lehrerin Seraina Zeller. «Die Schüler können individuell arbeiten. Jeder macht etwas, was ihm gefällt», sagt sie. Die Schüler arbeiten in kleinen Gruppen. «Am Schluss ist es aber ein gemeinsames Projekt, zu dem jeder seinen Teil beigetragen hat.»

Hoher Besuch im Studio

Zwei Stunden lang geht die Klasse auf Sendung. Das Thema ist interkultureller Austausch und Religion. Das Programm enthält Interviews, Gespräche im Radiostudio, Reportagen und An- und Abmoderationen. «Da es in dieser Klasse Schüler mit Migrationshintergrund gibt, haben sich einige davon mit ihren eigenen Wurzeln auseinandergesetzt», sagt Seraina Zeller. Folgende Fragen stehen ebenfalls im Zentrum: Wer bin ich? Was ist gut und was böse? Auch Vorurteile und Stereotypen, beispielsweise anhand des Themas Frauen im Islam, werden behandelt.

«Die Schüler können individuell arbeiten. Jeder macht etwas, was ihm gefällt.»

Seraina Zeller – Lehrerin

Die Klasse erwartet zudem einen Studiogast: «Gemeindepräsident Boris Tschirky wird Red und Antwort stehen und erläutern, wie das Zusammenleben in Gaiserwald funktioniert, da Menschen mit verschiedenem Glauben hier leben, und was die Gemeinde für die Integration tut.»

Gesendet wird aus einem Radiobus. Das Powerup-Mobil ist ein fahrbares, komplett ausgerüstetes Radiostudio und ein Projekt der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Gesendet wird auf einer eigenen Frequenz, die im Umkreis von 20 Kilometern empfangen werden kann. Unter www.powerup.ch kann die Sendung ebenfalls gehört werden.

Einwohner wünschen Musik

Um das Programm musikalisch zu umrahmen, können die Gaiserwalder einen Musikwunsch oder einen Gruss an die Liebsten abgeben. «Leider hat sich noch niemand gemeldet. Wir hoffen, dass sich das noch ändert», sagt die Klassenlehrerin. Die Wünsche können an qershia_1999@hotmail.com oder an 076 236 02 03 geschickt werden.

Heute findet die Generalprobe statt. Dann sollte alles im grossen und ganzen sitzen. Die Klasse freue sich bereits sehr auf die Livesendung. «Einige sind nervös. Aber ich glaube, dass ich nervöser bin», sagt Seraina Zeller und lacht. Wird sie auch etwas ins Mikrophon sagen? «Nein, das ist die Aufgabe der Schüler. Besonders die Schülerinnen freuen sich auf ihren Ansageteil.»

Dieser Artikel stammt von Perrine Woodtli und ist am 11. September 2015 bei tagblatt.ch erschienen.

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