«Social Investment» ist ein Engagement in eine enkeltaugliche Zukunft

19.07.2019 - 10:28 | Andreas B. Müller

Wer investiert, will damit eine Rendite erzielen. Renditen müssen aber nicht monetärer Art sein. Eine Investition in die Gesellschaft beispielsweise fördert Nachhaltigkeit, eine gesunde Gemeinschaft oder eine gestärkte Umwelt.

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Investitionen in Bildung sind nachhaltig.

In einer lärmigen Welt, die mit bedeutungslosen Informationen überflutet wird, ist es geradezu überlebensnotwendig, sich Klarheit zu den drängenden Fragen der Gegenwart zu verschaffen. «Leider gewährt die Geschichte keinen Rabatt», schreibt der Denker Yuval Noah Harari («Eine kurze Geschichte der Menschheit» und «Homo Deus») in seinem neuen Buch «21 Lektionen für das 21. Jahrhundert» und fährt fort: «Wenn über die Zukunft der Menschheit in unserer Abwesenheit entschieden wird, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, unsere Kinder zu ernähren und mit Kleidung zu versorgen, werden wir und sie dennoch nicht von den Folgen verschont bleiben.»

Das heisst: Ob wir wollen oder nicht, die Zukunft kommt, und wir können sie nicht aufhalten. Es liegt an jeder und jedem Einzelnen, ob und wie sie oder er an der Ausgestaltung der Zukunft teilhat. Eine der Möglichkeiten, zu helfen, die Weichen für die Zukunft zu stellen, ist ein «Social Investment».

Jedes Handeln hinterlässt Spuren

Wer sich aktiv an der positiven Gestaltung der Zukunft beteiligt, tut dies oft aus diesem dringenden Gefühl der Verantwortung heraus. Nicht selten entspringt dieses Gefühl einer tiefen Dankbarkeit gegenüber der eigenen privilegierten Situation. «Ich hatte viel Glück im Leben, ich will etwas zurückgeben », ist eine häufige Aussage von Menschen, die sich sozial engagieren. Sie sind sich der Rolle in der Gesellschaft, die sie als privilegierte Menschen haben, bewusst. Jedes Handeln hinterlässt Spuren in der Gesellschaft. Verantwortliches Handeln gegenüber unseren Nächsten und Übernächsten, zu unserer Mitwelt und grundsätzlich zum Leben durch gelebte Bewusstheit, gezeigten Respekt oder auch bloss ein geschenktes, ehrliches Lächeln hinterlässt einen positiven Abdruck.

«Als «Social Investment» wird die Unterstützung von Projekten und Unternehmen bezeichnet, die einen nachhaltigen Beitrag zur Gesellschaft leisten.»

Verantwortung zu übernehmen, heisst vor allem aber auch, sich über die eigenen Gedanken und Handlungen – und vor allem über die möglichen Wirkungen – einigermassen klar zu sein oder sich zumindest um ein gewisses Mass an Klarheit zu bemühen. Grundvoraussetzung dafür ist, sich bewusst zu sein, dass wir als Menschheit ein unabänderlich wechselseitig sich beeinflussendes und von allem anderen abhängiges «Organ» im Gesamtorganismus Erde sind (mal vom Universum ganz zu schweigen). Verantwortlich zu handeln, heisst also Hege und Pflege des Lebens, heruntergebrochen auf den unmittelbaren Einflussbereich des Individuums.

Ein soziales Engagement ist folgerichtig nichts weniger als die ziel- und zukunftsgerichtete Unterstützung der Erhaltung des (eigenen) Lebensraumes, die naturgegeben verschiedenste Ausprägungen haben kann. Als «Social Investment» wird die Unterstützung von Projekten und Unternehmen bezeichnet, die einen nachhaltigen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Dieser Beitrag kann sowohl finanziell als auch in Form von Dienstleistungen erfolgen und bezieht sich auf ethische und moralische Prinzipien und Werte wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Fairness, Solidarität, Ehrlichkeit, Ressourcen- oder Chancengerechtigkeit. Sozialinvestitionen sind, kurz gesagt, Investitionen, die positive soziale Auswirkungen und eine Rendite auf die ursprünglichen Investitionen bringen sollen.

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Von einer sozialen Investition profitieren in jedem Fall die Kinder dieser Welt.

Lebenswerte Welt als Rendite

Wenn Rendite in einem erweiterten Rahmen betrachtet wird, wird augenscheinlich, dass soziale Investitionen weit über das Erreichen eines monetären Gewinns hinausgehen. Von der Rendite eines «Social Investments » profitieren in jedem Fall die Kinder und Enkel, die in einer besser gepflegten Welt aufwachsen. Die Rendite ist hierbei die Gesundung der Weltgemeinschaft. Oder in den einfachen Worten von Walter Robert Corti, Gründer des Kinderdorfes Pestalozzi in Trogen: «Bauen wir eine Welt, in der die Kinder leben können.» Denn auch wenn die Geschichte keinen Rabatt gewährt, die Zukunft gewährt sehr wohl eine Rendite.

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