Jugendnetzwerk entwächst Kinderschuhen

30.06.2020 - 17:15 | Christian Possa

Das von der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi initiierte indigene Kinder- und Jugendnetzwerk Tonkla steht ab Juni auf eigenen Beinen. Mit der bevorstehenden Registrierung auf nationaler Ebene wird es die erste Jugendorganisation in ganz Thailand sein.

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Das Tonkla-Netzwerk ist erwachsen geworden und tritt aus dem Schatten heraus: Mitglieder des Sanehpong Community Learning Center im Sanklaburi Distrikt führen einen traditionellen Tanz auf.

«Mit der staatlichen Anerkennung erhält das Tonkla-Netzwerk eine offizielle Daseinsberechtigung», freut sich Su Suriyamonton, Länderverantwortliche der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Thailand. Gleichzeitig werde die Registrierung das Netzwerk verpflichten, sich noch mehr zu organisieren und seine Strukturen laufend zu verbessern. Su Suriyamonton freut sich, dass Tonkla in den vergangenen Jahren zu einer selbständigen Organisation herangewachsen ist, die sich gesellschaftlich etablieren und bereits mit neuen Unterstützern vernetzen konnte.  

Die Wurzeln des indigenen Kinder- und Jugendnetzwerks reichen zurück ins Jahr 2014. Genauer gesagt in ein Projekt der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, das mit der Etablierung von Kinderschutzkomitees und von Kindern geführten Initiativen Erfolge feiern konnte. Diesen Fokus auf die Kinderrechte und den Kinderschutz wollte man beibehalten und mit dem Tonkla- Netzwerk in die indigenen Gemeinschaften in den abgelegenen ländlichen Gebiete Thailands tragen. Dorthin, wo Kinder und Jugendliche nur wenig über ihre Rechte wissen, wo noch keine Kinderschutzmechanismen existieren und wo das öffentliche Bewusstsein für die Kinderrechte gering ist.

Heute zählt das Tonkla-Netzwerk 638 Mitglieder. Kinder und Jugendliche aus 16 verschiedenen ethnischen Minderheiten. «Es hat sich sehr gut entwickelt», erzählt Su Suriyamonton. Vor allem sei das Netzwerk sichtbarer geworden. Dies zeigen die zwei Awards, mit denen nationale Akteure die Arbeit des Netzwerks würdigten. Die Arbeit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und der lokalen Partnerorganisation Inter Mountain People’s Education and Culture in Thailand Association (IMPECT) konzentrierte sich vor allem darauf, das Netzwerk in seinen Strukturen zu stärken. Einerseits in den Bereichen Infrastruktur, Strategie oder Organisation, andererseits im Personellen, wo es darum ging, Führungs- und Managementkompetenzen aufzubauen. «Viele Mitglieder, die von Anfang an dabei waren, sind mit dem Projekt mitgewachsen und haben mehr und mehr Verantwortung übernommen», erzählt die Länderverantwortliche stolz.  

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