Kinder von heute schützen die Umwelt von morgen

Zung Ting ist in sehr einfachen Verhältnissen und naturverbunden aufgewachsen. Er hat sein eigenes Gemüse angepflanzt, im Wald Essbares gesammelt und im Fluss gefischt. Es ist diese Naturverbundenheit, die ihn jeden Tag motiviert, die Umweltbildung in seiner Heimat Myanmar voranzutreiben.

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Zung, seit wann arbeitest du für die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi?

Seit August 2016. Zuvor war ich für an­dere Non-Profit-Organisationen tätig – im selben Themenbereich.

Warum ist Umweltbildung in Myanmar so wichtig?

Unser Land sieht sich seit der Öffnung 2011 mit massiven Abfallproblemen konfrontiert. Aus China sind viele neue Produkte importiert worden, die unse­re Umwelt belasten, wie beispielsweise Motorräder, Fast Food oder all die in Plastik verpackten Snacks.

Gibt es weitere Faktoren?

Myanmars nationale Entwicklungspoli­tik treibt das wirtschaftliche Wachstum mit zahlreichen riesigen Infrastruktur­projekten voran. Diese verschlingen viele natürliche Ressourcen, bedrohen die Umwelt und wirken sich direkt auf die Lebensgrundlage der Bevölkerung aus. Dazu kommt, dass unser Land regelmässig von Naturkatastrophen heimgesucht wird.

Wie reagieren unsere Projekte auf diese Herausforderungen?

Die Kinder lernen an den Projektschu­len praktisch und theoretisch, wie sie der Umwelt Sorge tragen können. Da­durch sind sie sich der Bedeutung der Umwelt bereits im Erwachsenwerden zu 100 Prozent bewusst. So können sie in der Gesellschaft später wichtige und führende Rollen einnehmen.

Was wird an den Projektschulen ganz konkret gemacht?

An unseren «Clean & Green»-Schulen beispielsweise werden Lehrpersonen, Schulkinder und die Gemeinschaft in Hinblick auf die Hygienestandards, die Pflanzenkunde und den Umgang mit Konsumgütern geschult. Sie bilden an den Schulen eigene Arbeitsgruppen, welche für die sachgerechte Entsor­gung von Abfall, den sparsamen Um­gang mit Wasser und Holz, die Dün­gemittelherstellung aus organischen Abfällen oder das Pflanzen von Bäu­men und Gemüse verantwortlich sind.

Wie steht es um die Nachhaltigkeit der Massnahmen?

Es gibt ein Handbuch zur kindzentrierten Umweltbildung, das wir in Zusammenarbeit mit dem Umwelt­schutzdepartement entwickelt haben. Langfristig streben wir eine Anerken­nung durch das Bildungsministerium an, sodass das Konzept landesweit an öffentlichen Schulen eingesetzt werden kann. Es gibt aber noch einen weiteren Punkt, der mich zuversichtlich stimmt, dass unsere Projekte nachhal­tig sind.

Welcher ist das?

Wir haben von Anfang an alle wichti­gen Anspruchsgruppen einbezogen. Schon am ersten Workshop waren alle dabei, vom obersten Mönch über die Eltern bis zu den Kindern. Gemeinsam haben wir herausgefiltert, was die Pro­bleme sind und wie wir sie am besten lösen können. Uns war es wichtig, dass alle auf derselben Seite stehen.

Was motiviert dich bei deiner Arbeit besonders?

Auf einem Feldbesuch konnte ich einmal eine vielleicht 6-oder 7-jähri­ge Schülerin beobachten, die einen Snack ass, der in Plastik verpackt war. Sie behielt die Verpackung in der Hand und ging dann zum Mülleimer, der je­doch viel grösser war als sie selbst. Energisch und bestimmt versuchte sie so lange die Verpackung hineinzube­kommen, bis sie es schaffte. Für mich war das ein schöner Moment, denn trotz unserer Projekte ist noch nicht in allen Köpfen verankert, dass Müll nicht auf den Boden gehört.

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