Lernende und ihr Interesse im Mittelpunkt

18.12.2019 - 13:23 | Bianca Schellander

Vanvisa Khammavong ist Lehrerin in unserem Projekt in Dongkhamxang in Laos. Sie unterrichtet jedoch keine Kinder. Ihre Aufgabe ist es, die nächste Generation von Lehrpersonen auszubilden und auf ihre Zukunft vorzubereiten.

Vanvisa Khammavong arbeitet seit ihrem Uniabschluss 2011 an der staatlichen Pädagogischen Hochschule in Dongkhamxang und unterrichtet alle Jahrgänge im Fach der laotischen Sprache. Damit stellt sie sich keiner unwesentlichen Herausforderung. Im ganzen Land werden über 80 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Der einheitliche nationale Lehrplan erlaubt jedoch nur Unterricht auf Lao. Dies stellt nicht nur die Kinder selbst, sondern vor allem auch die Lehrpersonen vor so einige Schwierigkeiten.
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Sie träumt sich eine Welt, in der alle Kinder einen guten Unterricht besuchen können: Vanvisa Khammavong, Lehrerin an der Pädagogischen Hochschule in Dongkhamxang Laos.

Diese kennt Vanvisa Khammavong nur zu gut. Sie wuchs in der Houaphanh-Provinz ganz im Norden des Landes auf. Ihre Muttersprache ist Tai Daeng und es fiel ihr in ihrer Schulzeit anfangs selbst schwer, dem Lao der Lehrerin zu folgen. «Ich hatte allerdings noch Glück, weil meine Muttersprache sehr ähnlich ist wie Lao. Ich habe zwar ständig Wörter untereinander vertauscht, aber ein grundsätzliches Verständnis war immerhin da.» Das können viele ethnische Minderheiten nicht von sich behaupten.

Fokus auf Lehrpersonen

Um diese Herausforderungen anzugehen, setzt das Projekt direkt bei der Ausbildung der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer an. In der Hochschule von Dongkhamxang lernen diese bei Vanvisa Khammavong, wie sie die Inhalte des Schulunterrichts an die lokalen Kontexte anpassen können. «Die Methoden, die ich hier weitergebe», erklärt die Lehrerin, «stellt die Lernenden und ihr Interesse in den Mittelpunkt.» Unterrichtsmaterialien werden selbst angefertigt und immer wieder an das Thema angepasst. Dadurch gestaltet sich für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer nicht nur ihre eigene Ausbildung sehr aktiv und partizipativ. Sie erfahren gleichzeitig an sich selber, wie viel leichter es ihnen fällt, das Gelernte langfristig zu behalten.

Spürbare Veränderungen

Vanvisa Khammavong erzählt, wie sich ihr Unterricht dank der neuen Methoden vereinfacht hat. Der Erfolg des Ansatzes zeigt sich auch in der Motivation der Studierenden, der Stimmung in der Klasse und der Begeisterung für das Fach. Die Lehrerin ist von dieser Entwicklung so angetan, dass sie im Projekt aktiv daran beteiligt ist, das offizielle Lehrbuch zu Lao als Zweitsprache zu überarbeiten und weiterzuentwickeln. Es soll einen Grundstein in der nationalen Lehrpersonenausbildung darstellen. Dies geht Hand in Hand mit den Wünschen von Vanvisa Khammavong. Sie erträumt sich eine Welt, in welcher alle Kinder – auch die in den abgelegenen Gebieten des Landes – einen guten Unterricht besuchen können. «Einen Unterricht, der ihnen Spass macht, sie in ihrer Entwicklung fördert und ihnen eine strahlende Zukunft beschert.»

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