Verständnis gegenüber anderen Kulturen

14.07.14 | Djulijana Zekic

Weshalb ist Teamwork wichtig? Wo braucht es Kooperation und vor allem, was macht gutes Teamwork aus? Auf diese Fragen fanden die beiden Schulkinder Ksenia (12) und Misha (11) aus Weissrussland im Verlauf eines interkulturellen Austauschprojektes mit einer Schweizer Schulklasse aus Salez bei Rollenspielen und Diskussionen im Kinderdorf Pestalozzi die Antwort: Freundschaft basiert auf Vertrauen, Offenheit und Toleranz. Die Begegnungen von Kulturen sind Schwerpunktthema unseres aktuellen Magazins im Juli 2014.

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© Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Ein Bube wird ausgelacht, weil er dreckige und zerrissene Kleider trägt, ein Mädchen mit Kopftuch gehänselt, ein Kind, das eine körperliche Behinderung aufweist, ausgegrenzt. In diesen Rollenspielen wird den Kindern die diskriminierende Situation vor Augen geführt. Alle haben sie eine solche Begebenheit bereits einmal selbst erlebt oder bei anderen mitverfolgt. Wie sie damit künftig umgehen können, lernen sie während der Austauschwoche.

Austausch zwischen den Kulturen

Jedes Jahr nehmen über 1‘500 Kinder und Jugendliche an erlebnisreichen und prägenden Austauschprojekten im Kinderdorf Pestalozzi teil. In den Projekten mit Schweizer Schulklassen und Kindern aus Südost- und Osteuropa, werden Vorurteile benannt und offen diskutiert. Diese bewusste Reflexion wird von den Fachkräften der Stiftung gefördert und unterstützt.

Hier finden ganz direkte Begegnungen statt, in denen die Kinder und Jugendlichen angeregt werden, sich kritisch mit ihren eigenen Werten und Verhaltensmustern auseinander zu setzen und so ihre eigene Identität zu stärken. Im Austausch suchen sie die erkennbaren kulturellen Unterschiede sowie die Gemeinsamkeiten. Sie werden mit Vorurteilen konfrontiert und können diese gemeinsam ausdiskutieren. Dadurch können bestehende Vorurteile in einem neuen Licht betrachtet, überdacht, bearbeitet und überwunden werden.

Aus Erfahrungen lernen

Ksenia und Misha wurde schnell bewusst, dass ohne Verbündete keine Ausgrenzung stattfinden kann. In Workshops zu Antirassismus, Interkulturalität und Zivilcourage wird den Kindern gezeigt, wie sie den Kreislauf mit ihrem eigenen Verhalten durchbrechen können. Wie fühlt es sich an, Macht zu haben? Und wie ist es, diskriminiert zu werden? Dies selbst zu spüren, ist das Ziel der Kurse. Durch den Abbau von Vorurteilen und der Offenheit gegenüber dem Andersartigen gelingt es, spielerisch Verschiedenartigkeit wahrzunehmen und wertzuschätzen.

Durch Gemeinsamkeit Frieden schaffen

Am Ende des Projekttages resümieren die beiden weissrussischen Kinder: Teamwork ist wichtig, um andere besser zu verstehen, aber auch, und das ist die Hauptsache, um Freunde und Freundinnen zu finden. Denn wenn nicht im Team zusammengearbeitet wird, entstehen Konflikte, die durch mehr Toleranz und Offenheit vermieden werden könnten.

«Jedes Jahr nehmen über 1‘500 Kinder und Jugendliche an Austauschprojekten im Kinderdorf Pestalozzi teil.»

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