Für starke Kinder von morgen

28.04.2020 - 10:38 | Christian Possa

Am Rande der Hauptstadt Tegucigalpa ist Mitte September 2019 ein neues Projekt gestartet. Es hilft Kindern und Jugendlichen dabei, widerstandsfähiger zu werden, ihr Selbstwertgefühl zu steigern und ihre akademischen Leistungen zu verbessern.

Das honduranische Departement Franzisco Morazán steht gelinde gesagt nicht ganz oben auf der Prioritätenliste der Regierung. An vielen Schulen müssen Kinder und Jugendliche in einem unsicheren und gewalttätigen Umfeld lernen. Zu diesem Zustand hat eine Verkettung verschiedener Umstände geführt: Vielen Lehrpersonen mangelt es an einer fundierten pädagogischen Ausbildung, um mit ihren Schülerinnen und Schülern in einer gerechten, demokratischen und inklusiven Weise arbeiten zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Schuldirektoren mit dem Schulmanagement überfordert sind und ihre Lehrpersonen entsprechend gar nicht oder nur ungenügend in ihrer pädagogischen Arbeit begleiten.

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Stabile emotionale Beziehungen begünstigen die Entwicklung der Kinder: Lehrerin und Schülerin an einer Schule in Tegucigalpa.

Das Projekt «Die Freude am Lernen» konzentriert sich darauf, das Schulmanagement zu stärken und einen geschlechtsspezifischen Ansatz zu implementieren. «Wir wollen sicherstellen, dass an den Schulen Mechanismen für den Kinderschutz existieren und umgesetzt werden», sagt Gisela Wattendorff, Programmverantwortliche Zentralamerika der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die lokale Partnerorganisation Alternativas y Opportunidades (AyO) eng mit den staatlichen Bildungsbehörden zusammen. Diese tragen die Verantwortung für die Ausbildung der Lehrpersonen, verfügen jedoch weder über die wirtschaftlichen Ressourcen noch über die Kompetenzen, um den Bedürfnissen der 60 000 Lehrerinnen und Lehrer im Land gerecht werden zu können. An den Projektschulen soll darum der sogenannte Resilienz-Ansatz in die Unterrichtsmethodik integriert wird. Das bedeutet, dass regionale Bildungsbehörden, Schulleitende sowie Lehrkräfte Methoden erlernen, um das Vermögen der Kinder zu fördern, sich trotz schwieriger Lebensbedingungen positiv zu entwickeln. «Dieses Vermögen umfasst einerseits den Widerstand gegen die Zerstörung der eigenen Integrität sowie den Aufbau eines positiven Lebens unter widrigen Umständen», erklärt Gisela Wattendorff. Um die Wirkung des Projektes zu multiplizieren, werden in Zukunft auch Schulleitende anderer Schulen mit ähnlichen Kontexten entsprechend ausgebildet und begleitet.

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