Fünf intensive Tage - ein Radioprojekt im Kinderdorf Pestalozzi

13.09.2017 - 12:03 | Michael Ulmann

Das Kinder- und Jugendradio powerup verschafft jungen Menschen die Möglichkeit, den bewussten Umgang mit neuen Medien zu erlernen und die eigene Mediennutzung zu hinterfragen. Gleichzeitig setzen sich die Kinder und Jugendlichen mit Themen wie Kinderrechte, Diskriminierung und Vorurteilen auseinander, zu denen sie eigene Radiosendungen gestalten. Dilevin, Samuel und Vinzenz aus Frenkendorf tauschten für eine Woche das Schulzimmer gegen das Radiostudio im Kinderdorf Pestalozzi und gingen live auf Sendung.

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Die Arbeit im Radiostudio ist vielfältig: Dazu gehören das Sammeln von Ideen für Sendungsinhalte, die Produktion von Jingles und Beiträgen, die Auswahl von Musik und das Schreiben von Texten sowie die Moderation. Abhängig vom Interesse wählten die Jugendlichen etwas davon aus. Vinzenz produzierte zum Beispiel gerne Jingles. Samuel hingegen fand es interessanter, sich bei der Planung und Koordination des ganzen Projekts zu beteiligen. Durch die offene Arbeitsaufteilung wird das Eigeninteresse der Jugendlichen an den Aufgaben gestärkt.

Selbstvertrauen stärken

Bei der journalistischen Arbeit sehen sich die jungen Radiomacherinnen und -macher mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert: Sie recherchieren eigenständig Informationen für die Radiosendungen, suchen Interviewpartner und sind dafür verantwortlich, dass Zeit- und Sendepläne eingehalten werden. Und nicht zuletzt ist es für die meisten Kinder und Jugendlichen nicht einfach, ins Mikrofon zu sprechen. Oftmals fehlt das Selbstvertrauen dafür. Eine Übung, die das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen stärken soll, ist Vinzenz besonders in Erinnerung geblieben: «Mit blosser Hand sollten wir ein Stück Holz zerschlagen. Am Anfang dachte ich, es sei unmöglich, doch als ich wirklich daran glaubte und genug Selbstvertrauen hatte, konnte ich das Holzstück in zwei Hälften schlagen», erklärt er stolz.

Selbständiges Arbeiten im Zentrum

Bei der Arbeit im und ums Radiostudio werden die Kinder und Jugendlichen von den Pädagoginnen und Pädagogen der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi begleitet. Sie lenken die selbständige Arbeit der Schülerinnen und Schüler und stehen bei Fragen zu den Themen, Inhalten und Sendungen zur Verfügung. Dilevin und Vinzenz schätzten die Betreuung durch die pädagogischen Mitarbeitenden, die ihnen viel Freiraum bei der Arbeit im Radiostudio gewährten: «Wir konnten nicht nur die Themen der Radiosendungen selbst auswählen, sondern auch die Vorgehensweisen innerhalb der Gruppen selbständig planen. Vom normalen Schulalltag sind wir es nicht gewohnt, so selbständig zu arbeiten.»

Mitreden, mitgestalten, mitbestimmen

Kinder haben das Recht, ihre Meinung offen auszusprechen und bei Belangen, die sie betreffen, mitzureden. Die Arbeit im Radiostudio ermöglicht Kindern und Jugendlichen genau das: mitzugestalten und mitzubestimmen. Das schätzte Samuel besonders: «Die freie Gestaltung liess viel Raum, sich selbst einzubringen.» «Normalerweise haben wir nicht so viele Möglichkeiten, unsere eigene Meinung einzubringen», ergänzt Vinzenz. Und auch Dilevin wird den Aufenthalt im Kinderdorf in guter Erinnerung behalten: «Ich habe gelernt, andere Perspektiven einzunehmen.» Die drei Schülerinnen und Schüler sind sich einig: Die Woche im Radiostudio im Kinderdorf Pestalozzi hat sie persönlich wie auch fachlich weiterentwickelt.

Drei Monate nach der Radioprojektwoche im Kinderdorf machte der Radiobus des Kinder- und Jugendradios powerup in Frenkendorf Halt, um noch einmal live vom Pausenplatz zu senden.

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