Symposium «Vielfalt im Klassenzimmer»

21. April 2018, 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Symposium für Lehrpersonen, Pädagoginnen und Pädagogen, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter sowie Studierende

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Soziale und kulturelle Vielfalt — Realität an Schulen: Überforderung oder Bereicherung?

Vielfalt, Heterogenität, Diversität – eine Reihe von Schlagwörtern umschreiben eine Realität an Schulen, die eigentlich nicht neu ist. Zwar ist aufgrund der Migration die kulturelle Vielfalt gestiegen, soziale oder identitätsbezogene Vielfaltsmerkmale bestimmen aber seit jeher den Schulalltag.

Gibt es eine zeitgemässe Lösung? Wie damit umgehen, so dass es für Kinder und Jugendliche sowie die Schule förderlich ist? Die Schule als Lebensraum ist schon immer ein Ort der Integration und Inklusion. Gleichzeitig ist Schule als Bildungsinstitution auch ein Ort der Selektion. Was hat sich in den letzten Jahren verändert?

Wie können Lehrpersonen in ihrem pädagogischen Alltag darauf reagieren? Wie können sie mit der Vielfalt im Klassenzimmer so umgehen,
dass Schülerinnen und Schüler ihre Identitäten entwickeln und leben können,
dass sie ihre Chancen ergreifen können,
dass sie nicht stigmatisiert oder ausgegrenzt werden? Wie können Methoden aus der ausserschulischen oder non-formalen Bildung den Unterricht in der Schule ergänzen?

Wir wollen gemeinsam mit Lehrpersonen sowie Pädagoginnen und Pädagogen diskutieren, welche Methoden und Ansätze einen konstruktiven Umgang mit Vielfalt versprechen und wie sie umsetzbar sind. Wie können die Schülerinnen und Schüler selbst in dieser Situation unterstützt werden?

Referate

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Elke-Nicole KappusPH Luzern


Sozialanthropologin, seit 2006 in Aus- und Weiterbildung im Bereich ‚Bildung, Migration, Diversität‘ an der PH Luzern tätig. Arbeit über ethnische Minderheiten in Süd(ost)europa, Zugehörigkeit, Integration und Ausschluss in der Schule. Studie zu ‚multikulturellen Schulen in Bern West‘, Projektleiterin am Zentrum für Schule und Heterogenität, Gleichstellungsbeauftragte der PH Luzern.

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Dr. Philipp Eigenmann, Universität Zürich​


Absolvent der PH St. Gallen und Arbeit als Sekundarlehrer im Kanton Zürich. Studium der Pädagogik, Soziologie und Philosophie, Dissertation über die Bildung von Italienerinnen und Italienern in der Schweiz nach 1950 an der Universität Zürich. Seit 2012 am Institut für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkten Bildung und Migration in historischer Perspektive und Berufsbildung.

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Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist ein international tätiges Kinderhilfswerk. Seit 1946 stehen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit. Das Kinderdorf in Trogen ist ein Ort der Friedensbildung, an dem Kinder aus der Schweiz und dem Ausland im Austausch lernen, mit kulturellen und sozialen Unterschieden umzugehen. In zwölf Ländern weltweit ermöglicht die Stiftung benachteiligten Kindern den Zugang zu qualitativ guter Bildung.

Programm

  • 09.00 Eintreffen, Kaffee und Gipfeli
  • 09.30 "Vielfalt, Heterogenität, Diversität – interkulturelle Pädagogik im Kontext der Inklusion" von Elke-Nicole Kappus, PH Luzern
  • 10.45 "Die Beschulung italienischer Kinder in der Schweiz 1960-1980. Historische Einsichten und aktuelle Fragen" von Dr. Philipp Eigenmann
  • 12.00 Lunch (Apéro riche)
  • 13.30 Workshops
  • 15.30 Plenumsdiskussion
  • 16.00 Schluss
  • 16.15 Freiwillige Führung durchs Kinderdorf

Während Sie am Symposium teilnehmen, bieten wir Ihrer Familie ein Begleitprogramm. So können Sie zusammen mit Ihrer Familie nach Trogen reisen und sich voll und ganz auf das Symposium konzentrieren.

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Workshops

  1. Wie nutze ich die kulturelle Vielfalt als Mehrgewinn für meinen Unterricht ein Methodenaustausch unter Fachpersonen
    Kulturelle Vielfalt ist inzwischen Normalität in fast allen Klassenzimmern und bietet sehr viele Anknüpfungspunkte, die den Unterricht bereichern können. Der Workshop soll Raum und Zeit geben sich unter Kolleginnen und Kollegen über gelungene Integration, Best Practice und Methoden zum Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer auszutauschen.
     
  2. Alle gleich anders? Wie werde ich der kulturellen Vielfalt in der pädagogischen Arbeit gerecht?
    Die bildungspolitische Forderung nach Chancengleichheit und Integration steht im Raum – mit den entsprechenden Anforderungen an die Lehrpersonen und die Schulen. Aber wie im Alltag, im Kleinen und Konkreten dieser Anforderung gerecht werden? Was braucht es dafür? Welche Möglichkeiten und Methoden gibt es? Was funktioniert gut, was weniger?
     
  3. Interkulturelle Verständigung spielend lernen - Beispiele aus der ausserschulischen Bildungsarbeit für den Unterricht
    Die ausserschulische Bildung setzt häufig spielerische und erlebnisorientierte Methoden ein, um Kindern und Jugendlichen andere Lernerfahrungen oder neue Zugänge zu herausfordernden Themen zu ermöglichen. Was davon kann auch in der Schule umgesetzt werden? Im Workshop werden verschiedene Methoden der interkulturellen Bildung vorgestellt und gemeinsam deren Anwendbarkeit für den Unterricht diskutiert.
     
  4. Kulturelle Vielfalt gab es schon immer – was wir aus der Vergangenheit lernen können
    Kulturunterschiede bestehen nicht nur zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, sondern auch zwischen verschiedenen Generationen. Was kann uns die Vergangenheit lehren um mit den heutigen Herausforderungen von kultureller Vielfalt im Klassenzimmer umgehen zu können? Ein Austausch mit den ReferentInnen.  

Anmeldung

Das Symposium 2018 ist bereits Geschichte. Bald werden hier die Informationen zum Symposium 2019 aufgeschaltet.

Für Studierende ist die Veranstaltung kostenlos.

Übernachtungsmöglichkeiten im Kinderdorf von Freitag-Samstag und/oder Samstag-Sonntag auf Anfrage. Weitere Informationen zu den Übernachtungen erhalten Sie nach der Anmeldung.

Ihre Kontaktperson

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«Eine gute Bildung legt Grund­steine für die Zukunft, vor allem für ein friedliches Zusammen­leben. Darauf arbeiten wir hin.»

Dijana Paunovic
Assistentin Programme Schweiz

bildung@pestalozzi.ch
+41 71 343 73 58

Adresse

Stiftung Kinderdorf Pestalozzi
Kinderdorfstrasse 20
9043 Trogen

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